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«Unter Ausschluss der Öffentlichkeit»

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Autor: Marc Kipfer

An einem durchschnittlichen Tag besuchen 18 Personen das Museum Murten in der Alten Stadtmühle. Das sind pro Stunde zwei Besucher. Diese Zahlen gelten für das Jahr 2008 und nur für die 186 Tage, an denen das Museum geöffnet war. Sie stammen aus einer gekürzten Vorversion des Jahresberichts der Stiftung Museum Murten.

Das Total von 3362 Besuchern liegt im üblichen Rahmen der letzten Jahre. Für das laufende Jahr kündigte Stiftungsratspräsidentin Claudine Lerf ein Total von über 4000 Besuchern an: Diese Marke wird erstmals seit 2006 durchbrochen. Wie stets seit der Professionalisierung des Museums hätten letztes Jahr tolle Ausstellungen stattgefunden, so Lerf, die allerdings festhielt, dass auch der Stiftungsrat höhere Besucherzahlen erwartet habe.

«Schlecht gewirtschaftet»

SVP-Generalrat und Lokalhistoriker Markus Rubli konterte mit harscher Kritik: «Das Museum Murten findet, salopp gesagt, unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.» Die 4000 Besucher des laufenden Jahres würden von den Museumsverantwortlichen schon als Erfolg dargestellt, störte sich Rubli an Lerfs vorangegangener Rede. «Die Anstellung einer teuren Museumsfachkraft hat nichts gebracht», urteilt Rubli, bevor er noch deutlicher wurde: «Wenn ein Hilfswerk so wirtschaften würde, wäre es sein Gütesiegel sofort los.»

Lerf hatte zuvor betont, es wäre zu einfach, den Erfolg des Museums nur an dessen Besucherfrequenz zu messen. «Museen sind gemeinnützige Einrichtungen zu Studien-, Bildungs- und Unterhaltungszwecken», hielt die FDP-Generalrätin fest. Nebst der Bekanntmachung von Kulturgut erfülle das Museum Murten grundlegende Aufgaben in Bewahrung und Forschung: Bereiche, die laut Lerf den Besuchern und den politisch Verantwortlichen verborgen blieben und daher nicht öffentlichkeitswirksam seien. «Dennoch bilden sie die Grundlage für das Ausstellen und Vermitteln», argumentierte die Stiftungsratspräsidentin.

Abwartswohnung umnutzen

Der Generalrat wird in seiner Sitzung von Mitte Dezember über die finanzielle Zukunft des Museums befinden. Peter Stoller (FDP), Sprecher der generalrätlichen Finanzkommission, stelle die Frage in den Raum, ob es nicht genüge, wenn das Museum die für Murten relevanten Objekte dauerhaft ausstelle. Die Wechselausstellungen zum lokalen Kunstschaffen würden damit der Geschichte angehören. «Die Finanzkommission ist der Ansicht, dass das Museum unbedingt erhalten werden sollte», hielt Stoller indes fest.

Gunst der Stunde nutzen

Sowohl Rubli als auch Stoller plädierten am Mittwoch dafür, die Gunst der Stunde zu nutzen, wenn nächstes Jahr die Wohnung des Museumsabwarts nach dessen Pensionierung frei wird. «Es könnten Synergien genutzt werden», ist Rubli überzeugt. Wie diese aussehen könnten, brachte sein Ratskollege Stoller auf den Punkt: Er nannte die Unterbringung von Stadtbibliothek und Ludothek in der jetzigen Abwartswohnung als möglichen Schritt.

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