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Vom kleinen Paradies und Parkplätzen

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«Une balade à travers Fribourg en 1912»–unter diesem Titel ist das neueste Heft von Pro Freiburg erschienen. Auf den ersten Seiten nimmt der Historiker Michel Charrière die Leserinnen und Leser anhand von alten Postkarten mit auf einen Spaziergang durch das Freiburg von 1912 und zeigt, was in den letzten hundert Jahren verschwunden ist. Die Tivoli-Gärten oder die Pharmacie Cuony sind nur zwei Beispiele dafür. Nicht verschwunden, aber in seinem Aussehen und seiner Bedeutung kaum wiederzuerkennen ist der Klein-Paradies-Platz. Diesem Örtchen am unteren Ende der Alpengasse widmet der Historiker Alexandre Dafflon ein ganzes Kapitel.

«Und heute?»

Im 14. Jahrhundert war der Klein-Paradies-Platz ein Ort mit vielen Handwerkern. Während mehreren Jahrhunderten veränderte er sich kaum. Noch in einem Bild von 1819 macht der Platz seinem Namen alle Ehre: Zwei Brunnen sind zu entdecken, in welchen die Frauen des Quartiers ihre Wäsche waschen oder die Pferde getränkt werden.

Mit dem Bau der Alpenstrasse ab 1906 erfährt der Platz jedoch einige Veränderungen: Mehrere Wohnhäuser werden abgerissen, der Platz verliert seine Identität und auch seinen Namen. Erst einige Jahre später erhält er diesen wieder zurück. «Und heute?», fragt Dafflon schliesslich. Seit den 1920er-Jahren sei der Platz relativ unverändert geblieben. Der Brunnen wird umrahmt von drei Bäumen, «die langsam sterben». Darum herum stehen Autos. Als die Freiburger Bevölkerung sich für eine autofreie Lausannegasse eingesetzt habe, sei der Klein-Paradies-Platz vergessen gegangen. Dasselbe Schicksal drohe ihm bei der Neugestaltung des Burgquartiers, schreibt Dafflon und fragt: «Warum diesen Platz nicht auch in die aktuellen Diskussionen einbinden, damit er seinen Namen etwas mehr verdient?»

 Das Burgquartier ist auch im darauffolgenden Kapitel Thema. So nimmt Jean-Luc Rime, Präsident von Pro Freiburg, in seinem Text die Neugestaltung des Burgquartiers auf. Für das im Juni von der Stadt bestimmte Siegerprojekt findet er grundsätzlich lobende Worte, es gibt jedoch auch einige Kritikpunkte. Bekannt ist, dass sich Pro Freiburg seit jeher gegen eine Vergrösserung des Grenette-Parkings wehrt. Als beste Lösung sieht Rime ein Parking auf der Schönberg-Seite. Unzufrieden ist er auch mit den Fristen. Gemäss der Stadtarchitektin sei die Umsetzung der ersten Etappe rund um die Kathedrale frühestens 2020 zu erwarten. «Diese Fristen sind skandalös, wenn man bedenkt, dass die Rechtfertigung für den Bau der Poyabrücke die Erhaltung der Kathedrale und die Umgestaltung ihrer Umgebung war.»

Themen

Auch in Bulle und Murten

Weitere Themen im neuen Heft von ProFreiburg sind unter anderem: Daguerreotypen, die eine Idee des 1856 zerstörten Tors von Romont geben, die Entwicklung von Bulle und das Schlachtpanorama von Murten.rb

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