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Vom Murtner Millennium-Bug und anderem

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Eine Auswahl aus den Schnitzelbänken an der Murtner Fastnacht

Dem Fastnachtsumzug war die Post mit ihren Gewichtsgebühren für Briefe und ihrem Päckli-Chaos ein Sujet wert. Klar, dass da auch die Schnitzelbänkler sich nicht zurückhielten. Die Schlössligeister etwa lieferten die entsprechenden Beispiele
:

«Für Briefä tüe si Gwichtstarif iifüere;
Päckli darfsch bir Poscht ab hüt nüm schnüärä;
Verteilzentrale wo nid funktionierä;
Muesch es paar Millionä inveschtierä;
No schnäu d’Poschtbüro um d’Häufti stutze;
De wott dr’Braun scho d‘ Houe putzä;
Mir gloubes nid, das darf nid wahr si;
Methode schlimmer aus bim Bellasi.»

Überhaupt hat sich bei den Gewerbebetrieben im Lauf der Jahre so einiges verändert, wie die Schlössligeister weiter feststellten:

«Bruuchsch du z’Murte äs Chopfwehtablettli;
Geisch hüt id’s Migros, nümm id’s Stedtli;
Brot u Chäs chasch jitz bim Bahnhof choufe;
Für n’ä Liter Milch id’Tankstell loufe;
D’s GA vor Bahn, chöit dir öich das vorsteue;
Muesch nöiderdings bir Poscht gabeschteue;
Ig chume nüme drus, i gloub i spinni;
Muesch für ä Gottesdienst jitz id’s Fellini.»

Die Schnitzelbänkler hatten ihn eifrigst erwartet, den gross angekündigten Millennium-Bug, doch er blieb aus. Oder etwa doch nicht, Dr.h.c. mit Adlatus?

«Mir fahre mit der SBB
i ds neue Jahr zwöitusig;
Um Mitternacht het’s Pouse gä;
das het gfägt, potztusig;
Dr Milleniumschlapf het d’FGM
Tatsächlich nid verfählt;
Am Hilari hei si CD touft;
Doch dr Täufling, dä het gfählt.»

Dr.h.c. mit Adlatus von der Mini-Zunft schlägt weiter vor, dass doch auch der Murtner Kehrichtentsorger Haldimann vor der Post vorfahren könnte, wenn die doch die Gewichtsgebühr einführt, doch die Märlizunft hegt gewisse Bedenken wegen dieses Kehrichtentsorgers:

«U fahrsch es mau vo Bärn hie abe;
a schöne Murte-See;
De chasch im Löiebärg bir Usfahrt;
D’s Wahrzeiche vo Murte gseh!
Es dotze Ghüderhüüfe z’mitt’s ir Landschaft;
Das hout di us de Gurte!
Das isch die nöischti Visitecharte;
Vom Haudimaa – u vo Murte.»

In früheren Jahren, da wollten die Murtner Schnitzelbänkler ihren Gemeinderat schon einmal den Hottentotten verkaufen, nun hat die Märlizunft einen neuen Weg gefunden, ihn loszuwerden:

«Wenn da im Murtenbiet vier Gmeinde;
Würde zäme fusioniere;
De chönt dä Gmeinds-Verband doch besser;
Wurschtle und existiere.
In Murte gieng’s de ohni Stadtverwautig;
Das wär e Hit -e feine!
De gäb’s nid nün, nid füf, nid drü;
De bruucht’s vo üsne Gmeindrät – keine.»

Die Glögglifrösche finden überall Leute mit Geldsorgen. Banken sind da die richtigen Adressen:

Ir Schwyz, da gits so öppis nit;
Mir hole Gälder sälber.
Wenns nid gloubsch;
so rüef doch am Belasi Dino a.
Het dä key Zyt, so muesch halt sälber
id Bank im Vully ga.»

Das Nachtleben in Murten ist dank den Schlossmüüs wieder voll im Kommen, wenn Prominente in Schaufenstern schlafen:

Äs git ä Gmeind mit grossem Härz;
Die nimmt de Obdachlose ihre Schmärz.
Einisch zwöi Manne u druf abe zwöi Wiiber;
Dörfe übernachte gratis u liiber;
im Bett vom Schwarz im Lade vom Hildebrand;
Het mes guet i däm Vitrine-Bettstand.
D’FGM isch schlau, tuet für d’Fastnacht vorpenne;
Mir tüe das aus Vouträffer anerkenne.
Setzet das um, für ä Murtner Tourismus;
Hät ds’Stedtli äs Nachtläbe, dank
Voyeurismus!
Bim Montani, bim Montani, würds nit gratis si.

Und dann kam da noch die Auflösung, was und wer hinter der frischgekürten Füdlibürgerin steckt:

«E Bricht i der BZ, vor Fastnacht vo Murte;
isch chum einisch richtig, da flügsch us de Gurte!
Würd doch d’Redakter, wo luter Seich schrybe;
Sich z’ersch informiere, oder’s la blybe!
Drum hei mier beschlosse, u au zäme gfunde;
Da brucht es wahrschynlich Nachhilfestunde!
Mier offeriere, franko u gratis;
Fastnachts-Usbiudig, bevor es de spat isch!
Damit, wenn d‘ BZ im nächste Jahr brichtet;
Nid wieder Mischt schrybt u Blödsinn erdichtet!
Drum wette mier häufe, da ligt üs de viu dran;
Der Fastnachts-Banause, der Laura der Fehlmann.»

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