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Von der NLB in den ersten Powerplayblock

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Andrea Glauser ist einer der letzten, die am Mittwochmorgen das Eis verlassen. Nach Ende des Mannschaftstrainings hat ihm Larry Huras noch eine Spezialaufgabe verordnet: Einige Dutzend Direktschüsse gegen die Bande. Die Pässe spielt der Trainer gleich selbst. «Andrea muss noch an seiner Schusstechnik arbeiten, deshalb tut es ihm gut, nach jedem Training 20, 30 Schüsse abzufeuern», sagt Huras. Ein wichtiger Grund für dieses Spezialtraining: Andrea Glauser spielt momentan im ersten Powerplayblock. Er ersetzt auf diesem wichtigen Posten den verletzten Yannick Rathgeb – alles andere als eine leichte Aufgabe. Nur wenige Monate ist es her, da dümpelte Glauser mit Thurgau in den unteren Regionen der NLB herum. Und plötzlich spielt er in den wichtig­sten Saisonspielen Gottérons mit Stars wie Julien Sprunger und Roman Cervenka Powerplay. Und nicht nur das: Auch bei numerischem Gleichstand spielte er vorgestern im ersten Verteidigerpaar – zusammen mit dem Kanadier Alex­andre Picard. Mit 19:40 Minuten war Glauser beim 4:0-Heimsieg gegen Ambri der Verteidiger, der am längsten auf dem Eis stand.

«Extrem lernfähig»

Glauser machte seine Sache gut. Abgesehen von einem groben Schnitzer im Startdrittel, als er als letzter Mann den Puck vertändelte, war er solid und im Spielaufbau sicher. Auch im Powerplay verteilte er die Pucks an der blauen Linie souverän. «Er ist extrem lernfähig und versucht immer, alles umzusetzen, was man von ihm verlangt», sagt Huras. Der Kanadier ist überzeugt, dass Glauser das Zeug dazu hat, sich als NLA-Stammspieler zu etablieren: «Ich habe gehört, er hätte letztes Jahr in Freiburg gute Playoffs gezeigt. Nun hat er sich bei Thurgau noch einmal weiterentwickelt.»

Bei so viel Verantwortung, wie Glauser derzeit erhält, stellt sich unweigerlich die Frage: Wäre es für Freiburg nicht besser gewesen, die ganze Saison auf Glauser zu setzen? «Ob es für uns besser gewesen wäre, ist schwierig zu sagen. Aber für ihn persönlich war es besser, sich in der NLB weiterzuentwickeln», sagt Huras. Andrea Glauser stimmt ihm zu. Als ihm Gottérons Sportchef Christian Dubé vor der Saison gesagt habe, er spiele mit Thurgau in der NLB, habe er das «Scheisse» gefunden, wie er unverblümt sagt. «Heute stimme ich Dubé allerdings zu. In Thurgau spielte ich 25 Minuten pro Match, im Powerplay, im Boxplay, überall. Das hat mir geholfen, einen Schritt nach vorne zu machen.»

«Fast geweint»

Als sich Gottéron in der Verteidigung mit Verletzungssorgen herumschlug, bekam Glauser Anfang Januar die Chance, auch in Freiburg zu zeigen, dass er einen Schritt nach vorne gemacht hat. Der nächste Rückschlag liess allerdings nicht lange auf sich warten: Ende Januar verletzte er sich an der Hand und fiel einen Monat aus. «Ich habe damals zu Hause fast geweint», gibt Glauser zu. Aus Angst, das könnte ein entscheidender Rückschlag in seiner Karriere sein. War es nicht, wie sich spätestens in diesen Playouts zeigt. Nun plötzlich so viel Verantwortung zu tragen, bereitet Glauser keine Probleme. «Mit Nervosität habe ich nicht gross zu kämpfen. Natürlich ist es speziell, mit Spielern wie Sprunger und Cervenka zusammenzuspielen. Aber ich darf nun nicht ständig Angst haben, einen Fehler zu machen. Das gelingt mir ganz gut.»

Dass keine lähmende Angst aufkommt, ist auch Trainer Huras wichtig. «Bei jungen Spielern muss man akzeptieren, dass sie ab und zu einen Fehler machen. Wenn ich Yannick Rathgeb jedes Mal, wenn er einen Fehler macht, nicht mehr einsetzen würde, würde er fast nie spielen», sagt er mit einem Schmunzeln. Der Reife­prozess dauere bei Verteidigern länger als bei Stürmern, weil die Aufgaben vielfältiger seien: «Verteidiger werden oft erst mit 24, 25, 26 richtig gut.»

Dass sich Glauser mit seiner professionellen Einstellung weiterentwickeln wird, scheint ausser Frage. Bereits jetzt versucht er etwa bei Yannick Rathgeb abzuschauen, wie sich dieser im Powerplay verhält. Gleichzeitig spricht er auch oft mit Alexandre Picard: «Er gibt mir wertvolle Tipps, wie ich mein Defensivspiel verbessern kann.»

Keine Lust mehr auf NLB

Glausers Ziel ist klar: Er will nicht wieder in die NLB zurückkehren. Der Sensler, der in Freiburg noch einen Vertrag bis 2018 hat, hofft nächste Saison auf einen fixen Platz in Gottérons Kader. Was will er in seinem Spiel hauptsächlich noch verbessern? «Den Schuss. Ich habe viel Mühe mit One-Timern. Ich weiss deshalb, was ich im kommenden Sommer zu tun habe!»

Spiel zwei

Rathgeb auch in Ambri nicht dabei

Nach dem klaren Sieg vom Dienstag will Gottéron heute (19.45 Uhr) in Ambri im zweiten Spiel des Playout-Finals (best of 7) nachdoppeln. «Wenn man eine Serie gewinnen will, muss man normalerweise mindestens einmal auswärts gewinnen», sagt Freiburgs Trainer Larry Huras. Am liebsten natürlich bereits heute. «Das wird allerdings sicher nicht leicht. Ich erwarte ein viel kämpferischeres Ambri als am Dienstag.» Huras erwartet taktische Umstellungen von Ambri-Trainer Gordie Dwyer. «Solche Serien sind wie ein Schachspiel. Ich versuche deshalb die Umstellungen zu antizipieren.» In der Aufstellung sind kaum Änderungen zu erwarten. Yannick Rathgeb ist immer noch nicht einsatzbereit. Alexandre Picard trainierte zwar gestern nicht, sollte aber heute auf dem Eis stehen.

Ambri muss derweil weiter auf Michael Fora verzichten. Der Verteidiger ist für sein Foul an Daniel Steiner gestern vom Einzelrichter für fünf Spiele gesperrt worden.

fm

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