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Von indischen Tänzen und Nähmaschinen

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Mit viel Begeisterung präsentierten die Mitglieder des Veloclubs ihre vielen Exponate. Bild Alain Wicht

In der Freiburger Innenstadt fielen am Samstagabend die gelben Kompasse am Hals der Besucher der Nacht der Museen auf: Sie hatten sie sich als Eintrittsbillett um den Hals gehängt. Überall sorgten die interessierten Museumsbesucher auf ihrem Weg von einem Museum zum anderen in kleinen Gruppen für reges Treiben. Unter dem Motto «Auf Entdeckungsreise», zog die Museumsnacht Jung und Alt an. Von älteren Ehepaaren über Jugendliche bis hin zu jungen Familien–alle pilgerten sie zwischen den 16 Museen und Institutionen hin und her.

Weltreise in der Bibliothek

Die Ausstellung der Kantons- und Universitätsbibliothek stand ganz im Zeichen von Jules Vernes «In 80 Tagen um die Welt». In sechs Etappen folgten die Besucher der Reise der Romanfigur Phileas Fogg um die Welt. Ein Wettbewerb mit Fragen zu den Ausstellungsstücken sorgte dafür, dass die Besucher nicht allzu schnell durch die Räume der Bibliothek huschten. Als besonderes Highlight zeigten die Tänzerinnen der Thirukoneswara-Nadamayalem-Schule in Freiburg im grossen Lesesaal, wo sonst nur die Geräusche von Bleistiftspitzern und Blätterrascheln zu hören sind, indische Tänze.

Tramliebhaber in Givisiez

Die Veranstalter der Museumsnacht haben auch in diesem Jahr wieder Gastinstitutionen eingeladen. Mit dabei war unter anderem der Tramclub Freiburg. Der 1990 gegründete Verein engagiert sich für den Erhalt des mit dem öffentlichen Verkehr in Freiburg verbundenen Kulturguts und besitzt alte Trolleybusse und Trams aus der 100-jährigen Geschichte des Freiburger Nahverkehrs. In Givisiez präsentierte der Tramclub unter anderem eines der Trams, die bis in die 1960er-Jahre durch Freiburg kurvten. Das Tram war während 41 Jahren in Lyon eingelagert und wurde im Jahr 2008 vom Tramclub zurück nach Freiburg geholt. Noch in diesem Jahr wird der Tramclub das älteste erhaltene Freiburger Tram aus einer Pariser Sammlung zurück in seine Heimatstadt schaffen.

Begeisterte Velofans

Ein weiterer geladener Gast war das Museum des 1905 gegründeten Veloclubs Freiburg. Im Dachgeschoss eines Gebäudes im Kasernenareal Poya hat das Velomuseum mit seinen unzähligen Exponaten nach langer Suche einen Platz gefunden. Vor dem verschlossenen Tor der Kaserne abgeholt, wurden die Besucher von Mitgliedern des Veloclubs in ihr verstecktes Reich geführt. Der kleine Raum ist bis an die Decke mit Erinnerungsstücken der über 100-jährigen Velogeschichte gefüllt. Es ist eng im Velomuseum. Das musste auch ein Besucher feststellen, der beim Versuch, sich zwischen den vielen Fahrrädern durchzubewegen eines der Velos umstiess und einen Dominoeffekt auslöste. Dabei hat jedoch kein Velo Schaden genommen. Die Führung durch die Mitglieder des Veloclubs–fast alle sind sie ehemalige Rennfahrer–ist von Begeisterung und Enthusiasmus geprägt. Fast zu jedem Fahrrad können die Velofans eine Geschichte erzählen. Als Auguste Girard, einer der Führer und ehemaliger Velorennfahrer, bei seinem Lieblingsvelo nicht mehr aus dem Schwärmen herauskommt, muss ihn ein Kollege darauf aufmerksam machen, dass es an der Zeit ist, die Führung zu einem Ende zu bringen. Natürlich stilecht mithilfe einer alten Velohupe.

Hommage an einen Sammelwütigen

Das Nähmaschinenmuseum an der Reichengasse verblüffte die Museumsbesucher mit seiner Sammlung von allerlei Haushaltsgerätschaften und Kuriositäten aus Urgrossvaters Zeiten. Die Sammlung wurde vom Freiburger Stadtunikat Edouard Wassmer zusammengetragen. Im letzten Jahr verstarb der Sammelwütige im Alter von 87 Jahren. Am Samstag präsentierte sein Museum deshalb mit einer Erinnerungswand und Filmaufnahmen eine Hommage an seinen Gründer. Dessen Geist ist in den alten Räumen immer noch zu spüren.

Nacht der Museen: Die sechste Ausgabe war ein voller Erfolg

G egen 5000 Besucher konnte die Museumsnacht in diesem Jahr verzeichnen. Damit wurden die erfolgreichen Resultate der letzten Jahre bestätigt. «Die Freiburger Museen haben die Aufgabe, ihr Angebot durch die Museumsnacht an die Leute zu bringen, mit Bravour gemeistert», teilten die Organisatoren am Sonntag mit. Auch die Ausstellungen der Gastinstitutionen, zu denen der Tramclub, das Velomuseum und das Feuerwehrbataillon der Stadt Freiburg gehörten, waren gut besucht. Einer siebten Ausgabe der nächtlichen Museumstour im nächsten Jahr steht somit nichts mehr im Wege. lr

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