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Waebers erfolgreiche Revanche

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Mit dem zehnten und letzten nationalen Ranking-Turnier ist am Wochenende in Murten die Qualifikationsphase für die Schweizer Einzelmeisterschaft im Judo zu Ende gegangen. 430 Judokas haben in der Turnhalle Prehl versucht, die nötigen und wertvollen Ranking-Punkte zu gewinnen und sich für die nationalen Titelkämpfe vom 17./18. November in St. Gallen zu qualifizieren. Der Anlass in Murten war eines von vier Turnieren der höchsten 1000er-Kategorie und lockte entsprechend viele Grössen der kantonalen und nationalen Judo-Szene auf die Tatami. Auch zahlreiche Kämpfer aus Frankreich und einige aus Italien fanden den Weg in den Seebezirk.

Waebers Blitzsieg

In diesem starken Teilnehmerfeld wussten auch Freiburger Judokas zu gefallen. Allen voran der Gurmelser Jan Waeber, der für den einzigen Freiburger Sieg bei der Elite sorgte.

Im Final der Kategorie –66kg duellierte er sich mit Lionel Schwander (­Ecole Judo Dégallier), gegen den Waeber bisher keine guten Erfahrungen gemacht hatte. Zweimal hatte er gegen den ambitionierten U21-Internationalen, der vom Schweizer Verband gezielt gefördert wird, verloren, zuletzt im Halbfinal der Schweizer Meisterschaft 2017. In Murten nahm Jan Waeber nun erfolgreich Revanche – und wie. Nach nur 18 Sekunden Wettkampfzeit gewann er durch einen technisch sauberen Wurf mit Ippon. «Ich bin voll reingegangen in den Kampf und habe Lionel mit einem forschen Angriff überrascht», freute sich Waeber über seinen Blitzsieg.

Im Halbfinal hatte Waeber länger zu kämpfen. Gegen den Franzosen Romain Calone (Grenoble), der zuvor mit Jonathan Deillon (Romont) einen der Mitfavoriten ausgeschaltet hatte, konnte er sich erst in der vierten und letzten Wettkampfminute durchsetzen. «Das war ein echte Knacknuss», so Waeber. «Erst ging ich durch Waza ari in Führung, dann glich er aus. Erst kurz vor Schluss gelang mir am Boden mit einer Würgetechnik die Entscheidung.»

Zuvor hatte Waeber erst den 19-jährigen Youngster Gabriel Pfister (Basel) nach nur 19 Sekunden und danach Kleber Rosendo (Wetzikon) besiegt. «Damit habe ich mich auf den letzten Drücker doch noch für die Schweizer Meisterschaft qualifiziert», freute sich der Judoka von Hara Sport Murten.

Keine Selbstverständlichkeit

Dass sich Waeber für die nationalen Titelkämpfe von kommendem November qualifizieren konnte, ist keine Selbstverständlichkeit. Seit zwei Jahren absolviert der gelernte Geomatiker berufsbegleitend die Höhere Fachschule zum Techniker HF Bauplanung und musste deswegen seinen Trainingsaufwand reduzieren. Der 26-Jährige trainiert zwar jeden Tag Kraft und Ausdauer, das judospezifische Training musste er aber zurückfahren. «Im vergangenen Studienjahr konnte ich nur einmal wöchentlich trainieren, seit sechs Wochen immerhin zweimal. Weil ich in diesem Semester weniger Präsenzzeit in der Schule habe, kann ich mein Trainingspensum wieder auf drei Einheiten erhöhen.»

Denn Waeber verfolgt in den kommenden Monaten ambitionierte Ziele. Bei der Schweizer Meisterschaft will er nach zwei Titeln bei den Junioren endlich einmal bei der Elite zuoberst aufs Podest. Und mit Nippon Bern ist er in der NLA-Mannschaftsmeisterschaft drauf und dran, sich zum zweiten Mal für das Finalturnier der Final Four zu qualifizieren.

Severin Lüthis Auferstehung

Waebers Vereinskollege Severin Lüthi wurde in der Gewichtsklasse –73 kg Dritter. Auch wenn der Murtner selbst mit einem Sieg geliebäugelt hatte und von Bronze enttäuscht war, so ist sein Podestplatz doch irgendwie eine Sensation. Drei Kreuzbandrisse hatte der 24-Jährige in den letzten drei Jahren erlitten, drei Jahre konnte er deswegen kein Judo mehr betreiben. Seit Anfang Jahr ist er aber wieder zurück im Geschäft – und das äusserst ambitioniert. «Ich habe mein Leben ganz auf Leistungssport ausgerichtet. In Magglingen habe ich ein Studium Spitzensport angefangen und habe dort die Möglichkeit, zweimal täglich zu trainieren.» Sechsmal kam Lüthi in diesem Jahr bereits wieder mit der Schweizer Nationalmannschaft im Europacup zum Einsatz. «Ich bin noch nicht auf meinem besten Niveau, aber ich taste mich langsam wieder heran.»

Wie Waeber hat sich auch Lüthi beim Turnier in Murten auf den letzten Drücker für die Schweizer Meisterschaft qualifiziert. «Weil ich oft international unterwegs war, habe ich nicht viele nationale Ranking-Turniere bestritten. Und ausgerechnet bei den drei Turnieren, die ich in der Schweiz gemacht habe, lief es mir schlecht. Deshalb musste ich bis zuletzt völlig unnötig um die Quali zittern.»

In Murten liess Lüthi diesmal nichts anbrennen, zumindest fast nichts. Einzig in der 2. Runde gegen Marco Papa (Morges) musste er sich geschlagen geben. «Ärgerlich», wie der Murtner fand. «Ich hatte ihn an den letzten zwei Turnieren geschlagen, und ich hatte auch diesmal gute Chancen zum Sieg.» Dank vier Erfolgen im weiteren Verlauf des Turniers arbeitete sich Lüthi über den Hoffnungslauf immerhin noch bis auf Rang drei vor. «Das Wichtigste ist, dass ich mich für die SM qualifiziert habe.» Für die Titelkämpfe im November hat sich der 24-Jährige auch schon ein klares Ziel gesetzt. «Jan und ich sind uns einig: Wir wollen zwei Goldmedaillen nach Murten bringen.»

Drei Podestplätze für Marly

Neben Waeber und Lüthi haben auch andere Freiburger Judokas am stark besetzten Ranking-1000-Turnier in Murten überzeugt. Yann Eltschinger (–81 kg, 2.), Romain Duruz (–60 kg, 3.) und Jef Spoorenberg (+90 kg, 3.) – alle Kämpfer des JC  Marly – schafften es ebenfalls aufs Podest. Und bei den U21-Junioren gab es in der Kategorie –55 kg gar einen reinen Freiburger Final: Maxime Albisetti (Attalens) behielt gegen Cédric Gauch (Villars-sur-Glâne) die Oberhand.

«Erst kurz vor Schluss gelang mir am Boden mit einer Würgetechnik die Entscheidung.»

Jan Waeber

Judoka

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