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Wäscherei-Angestellte in Streik getreten

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Gestern Morgen um 6.30 Uhr haben die Angestellten der Wäscherei der psychiatrischen Klinik Marsens ihre Arbeit niedergelegt. Mit Unterstützung des Verbands des Personals öffentlicher Dienste (VPOD) wehren sie sich gegen die angekündigte Massnahme, den Wäschereibetrieb auszulagern. Ende Februar hatten die Verantwortlichen des Freiburger Netzwerks für psychische Gesundheit (FNPG) und Vertreter des Staatsrats bekannt gegeben, dass ab Oktober die Waadtländer Firma Blanchisseries Générales die Wäscherei betreiben werde (FN vom 26.2.). Gesundheitsdirektorin Anne-Claude Demierre (SP) sagte damals, die 15 betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter könnten ihre Stelle behalten. Dies sei Teil des Vertrags. Für das FNPG habe der Betrieb nicht mehr rentiert. Sollte es für die Angestellten eine krasse Lohndifferenz beim neuen Arbeitgeber geben, springe der Staat für eine Weile ein, hiess es.

Wie der VPOD gestern mitteilte, seien diese Unterschiede gross. Von bis zu 1000 Franken im Monat war die Rede. Gemäss Gesamtarbeitsvertrag gelte bei einer mittleren Qualifikation ein Minimallohn von 3460 Franken, so der VPOD. Auch bei den Ferien, der wöchentlichen Arbeitszeit, der Vorsorge und dem Kündigungsschutz seien die Bedingungen bei der privaten Firma deutlich schlechter als unter dem Personalgesetz des Staates. «Das Personal ist voll auf der Verliererseite», so die Gewerkschaft. Es drohe Lohn- und Sozialdumping.

Der VPOD berief sich mit der Streikaktion auf das Personalgesetz, wonach ein Mitarbeiter das Recht auf eine andere gleichwertige Stelle habe.«Die Streikbewegung wird fortgesetzt, solange Frau Demierre sich nicht mit dem Personal trifft und den Angestellten Garantien für andere Stellen innerhalb des FNPG oder des Staates abgibt», hiess es im Communiqué.

Dialog ausgeschlagen

Anne-Claude Demierre hatte gestern Sitzungen in Bern und konnte nicht nach Marsens fahren. Stattdessen begab sich am Morgen eine Vertretung der Freiburger Gesundheitsdirektion vor Ort. Sie schlug dem Personalverband ein Treffen mit der Gesundheitsdirektorin und mit Finanzdirektor Georges Godel (CVP) für Montag vor. Im Gegenzug müsse allerdings der Streik umgehend beendet werden. Die Gewerkschaft wollte nicht darauf eintreten. Demierre wiederholte später in einem Communiqué die Dialogbereitschaft unter Bedingung eines Endes des Streiks.

Wie die Gesundheitsdirektion mitteilt, unterbreche dieser Streik–den sie als ungesetzlich bezeichnet–die Einzelgespräche mit dem Personal; er verschlechtere auch das Betriebsklima. Die Gespräche mit den betroffenen Angestellten sollten diesen auch Alternativen aufzeigen, insbesondere wenn entsprechende Stellen innerhalb des Staates frei würden, so die Direktion.

Solidarität mit den Streikenden bekundeten gestern diverse Gewerkschaften in separaten Mitteilungen. Der Entscheid, die Arbeit niederzulegen, widerspiegle legitime Anliegen des Personals, so der Gewerkschaftsbund. Die Unia schrieb, den Angestellten drohten bei der neuen Betreiberin Lohneinbussen von bis zu 1000 Franken pro Monat. Der Verband der Staatsangestellten wehrt sich dagegen, dass das Wäschereipersonal nicht mehr dem Staatspersonalgesetz unterstellt sein soll.

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