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Weg frei für den Pedibus

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Kurz vor 7.15 Uhr treffen die ersten Kinder mit ihren Eltern an der Steinbruchstrasse in Freiburg ein. Neugierig schauen sie den Clown an, der ihnen Ballons verteilt. Heute ist ein spezieller Tag für die Kinder, denn es ist der internationale «Zu Fuss zur Schule»-Tag. Die Schülerinnen und Schüler der Vignettaz-Schule werden gleich in Begleitung ihrer Eltern mit dem Pedibus zur Schule gehen. Auch Anne-Claude Demierre (SP), kantonale Gesundheitsdirektorin, und Antoinette de Weck (FDP), städtische Schuldirektorin, spazieren mit.

Ein roter Teppich

Der Clown nimmt nun ein Seil hervor, an dem sich alle Kinder und Eltern festhalten können. So nehmen sie den Schulweg in Angriff. Zum Treffpunkt selbst sind zwölf Kinder gekommen, und an praktisch jeder Ecke warten bereits die nächsten, um vom Pedibus abgeholt zu werden. Nach zwanzig Minuten erreichen rund fünfzig Kinder mit ihren Eltern die Schule, wo ein roter Teppich auf sie wartet. Ein zweiter Clown empfängt den kompletten Pedibus.

Wichtig für Eltern und Kinder

Laut Gemeinderätin Antoi­nette de Weck ist es für den Gemeinde- und den Generalrat sehr wichtig, dass die Kinder zu Fuss zur Schule gehen. «Die Strassen sind sicher, nun lernen die Kinder mit dem Pedibus, wie sie auf den Verkehr achtgeben müssen». De Weck ist sicher, dass der Pedibus nicht nur die Eltern entlaste, da sie ihr Kind nicht täglich selber zur Schule bringen müssen, sondern auch für die Kinder wichtig sei: «Sie sammeln so wertvolle Erfahrungen und sind mit ihren Freunden auf dem Schulweg unterwegs.» Auch Staatsrätin Anne-Claude Demierre sagt: «Die Kinder müssen sensibilisiert werden, um zu Fuss zur Schule zu gehen.»

Auch dem Verkehrsclub der Schweiz (VCS) ist es ein Anliegen, dass die Kinder zu Fuss zur Schule gehen und dass die Eltern ihre Kinder nicht mit dem Auto zur Schule fahren. Laut Medienmitteilung des VCS bringt etwa die Hälfte der Eltern in der Westschweiz ihre Kinder mindestens einmal pro Woche mit dem Auto zur Schule. Der Pedibus wirke dem Trend der Elterntaxis entgegen.

Spiel und Spass

An diesem Morgen haben die Schülerinnen und Schüler der Vignettaz für einmal keinen Unterricht: Sie gehen draussen und drinnen verschiedensten Aktivitäten nach. Auf der gesperrten Strasse vor der Schule balancieren einige Kinder auf einer Slackline, andere werfen Tennisbälle auf Dosen oder überqueren einen Hindernis-Parcours. Wieder andere bemalen mit Kreide die Strasse oder sprayen einen Fussabdruck auf die Fahrbahn. Der Morgen endet mit einem Picknick für alle Familien sowie Anwohnerinnen und Anwohner.

«Mit dem Pedibus lernen die Kinder, wie sie auf den Verkehr achtgeben müssen.»

Antoinette de Weck

Vorsteherin der Schul- und Sozialdirektion der Stadt Freiburg

Zahlen und Fakten

Der Pedibus nimmt Fahrt auf

Pedibus ist ein System, mit dem die Kinder in Begleitung von Eltern zu Fuss zur Schule gehen. Die Eltern, deren Kinder beim Pedibus mitmachen, begleiten die Kinder abwechslungsweise zur Schule. Jede Pedibus-Linie organisiert sich selber. Manche Linien führen fünfmal pro Woche in die Schule, andere weniger häufig. Die Kinder können sich mit dem Pedibus die nötigen Sicherheits- und Verhaltensregeln im Verkehr aneignen und Schritt für Schritt selbständig werden. Die Anzahl der Pedibus-Linien im Kanton Freiburg nimmt kontinuierlich zu. Im Jahre 2010 gab es 21 Linien, letztes Jahr schon 73. Am meisten Linien gab es im Saanebezirk. Rund 560 Kinder im Kanton Freiburg gingen im letzten Schuljahr mit dem Pedibus zur Schule. Der Verkehrsclub der Schweiz (VCS) startete die Pedibus-Aktion.

afb

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