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Weihnachtsgottesdienst mal etwas anders

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Die Kirchen im Kanton Freiburg hätten sich gerne wieder ihrer Traditionen besonnen und Gottesdienste zu Weihnachten begangen, wie sie früher gefeiert wurden. Die Corona-Pandemie macht ihnen jedoch auch dieses Jahr das Leben schwer. Alternative Formen sind selten.

2G lautet das Zauberkürzel. Geimpft oder genesen ist heute der einzige Zugang zu Gottesdiensten mit mehr als 50 Personen. Die katholische und die reformierte Kirche wollen sich an die Vorgaben des BAG halten und richten sich bei ihren Anlässen zu Weihnachten nach dem Prinzip: Bis 50 Teilnehmende braucht es kein Zertifikat, allerdings sind strenge Sicherheitsmassnahmen wie Masken ein Muss. Ab 50 Teilnehmenden gilt 2G. Schon diese Regelung ist gegenüber anderen Veranstaltungen eine Ausnahme. Dennoch erschweren die Einschränkungen die Besinnung zur Weihnachtszeit.

Gottesdienst online

Was zu Beginn der Pandemie noch häufig vorkam, Gottesdienste per Internet oder Video, ist selten. Andreas Hess, Pfarrer von Merlach, hält jedoch noch daran fest. Er habe damit im ersten Lockdown gute Erfahrungen gemacht, sagt er. Fast jede Woche stellt er einen Gottesdienst online. «Es ist ein analoger, der digital übertragen wird.» Er müsse auch keinen riesigen Aufwand dafür betreiben. Die Kamera sei fix auf der Empore installiert, und der Schnitt und die Aufbereitung danach bräuchten wenig Arbeit. «Zu Beginn haben wir gebastelt, doch mit der Zeit gab es Routine. Heute läufts gut.»

Live, also Streaming, wäre ein teurer Hosenlupf, so Hess. Man müsse erst eine gute Leitung in die alte Kirche ziehen. Hess hat pro Woche im Schnitt etwa 60 Zugriffe auf das Video. Es gebe Gläubige, die am Sonntagmorgen zwar nicht zur Predigt gehen, aber am Abend in der Stube und in aller Ruhe dem Gottesdienst folgen wollen. Ob es mit den Videos nach dem Ende der Pandemie weitergeht, müsse der Kirchgemeinderat entscheiden. «In einer Zeit, da die Leute nicht mehr in die Kirche gehen, könnte das ja ein Weg sein», so Hess.

Auch die Videostreams der Freien Evangelischen Gemeinde (FEG) Murten sind ein Kind der Pandemie. Über die Festtage werden einige klassische Gottesdienste mit Kinderprogramm als Livestreams übertragen. Auch unter dem Jahr stellt die FEG jede Woche einen Gottesdienst auf Youtube. Über 200 Personen schauen sie sich an, sagt Administratorin Barbara Krieg. «Wir haben viele positive Rückmeldungen, vor allem von Leuten, die sich aus Angst vor einer Ansteckung scheuen, in den Gottesdienst zu kommen.» Diese seien dankbar für das Angebot. 

Gottesdienst auf Video

Ein zweites Projekt läuft ebenfalls weiter: Die monatlichen Gottesdienste auf dem Sensler Regionalfernsehsender Rega-TV. Einmal ein katholischer und einmal ein reformierter Gottesdienst. So werden am Freitag, 24. Dezember, um 23 Uhr, die Christmette und am 25. Dezember dann die Weihnachtsmesse um 10.30 Uhr aus der Pfarrkirche Rechthalten übertragen. Unter dem Jahr wechseln sich die Priester der sechs Seelsorgeeinheiten Deutschfreiburgs mit der Leitung der Messe ab. Ihre Erfahrungen mit der Sendung seien positiv, sagt Jan Bartelsen, Pastoraler Mitarbeiter in Rechthalten. Viele ältere Menschen oder solche, die nicht gut zu Fuss seien, schätzten, dass die Kirche sozusagen zu ihnen in die Stube komme. «Wir decken damit ein Bedürfnis unserer Zielgruppe.» Die automatische Kamera, fest installiert und von aussen fernsteuerbar, bemerke kaum jemand, so Bartelsen. An Heiligabend wird um 20 Uhr ein Krippenspiel mit Kindern aus Plaffeien in der Kirche Rechthalten gesendet.

Auch vier reformierte Sensler Kirchgemeinden feiern jeden ersten Sonntag im Monat,  unmittelbar vor den katholischen, Gottesdienst auf Rega-TV. Pfarrpersonen aus Düdingen, Wünnewil, Flamatt und Ueberstorf halten abwechslungsweise den Gottesdienst in der Kirche Düdingen ab. Die nächste Ausstrahlung ist am 2. Januar. 

Regelungen

Analoge Gottesdienste mit Maske und 2G

Weihnachten feiern unter Corona: eine schwierige Sache. Bei den katholischen Pfarreien stellen gerade grössere Veranstaltungen eine Hürde dar, da nicht alle Freiburger Priester geimpft sind. «Als Ausnahme für Weihnachten können wir im Notfall ungeimpfte Priester auch für Gottesdienste über 50 Personen einsetzen, allerdings unter strengen Vorsichtsmassnahmen», sagt Marianne Pohl-Henzen, Bischöfliche Delegierte für Deutschfreiburg. Ungeimpfte Priester sollten jedoch wo immer möglich nur für kleinere Feiern eingesetzt werden. 

Der Pandemie geschuldet könnten auch Krippenspiele ausfallen, da noch immer Schulklassen von Covid-Ausbrüchen betroffen sind und entsprechend die Kinder weder üben noch auftreten können.

2G und Maskenpflicht

Die reformierten Kirchgemeinden erhielten Vorgaben von der Kantonalkirche für Gottesdienste an Weihnachten. 2G-Zertifikats- und Maskenpflicht ab 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmern, inklusive aller Beteiligten. Unter diesem Limit wird ein Zertifikat empfohlen und es werden strenge Schutzmassnahmen verlangt. Gesungen werde generell mit Maske. Eine kurze Umfrage unter einigen Kirchgemeinden zeigt: Der Teufel steckt im Detail. Es sei nicht ganz einfach, räumt Pierre-Alain Sydler, Präsident der Kirchgemeinde Kerzers, ein, denn die Pfarrpersonen müssten sich entscheiden, für welches Publikum sie den Gottesdienst organisieren möchten. «Im Zweifelsfall rechnen wir lieber mit mehr Leuten und machen 2G und Maske, das ist sicherer. Ich will niemanden zurückweisen müssen.»

Die Kirchgemeinde Merlach macht es pragmatisch: Es gibt zwei Gottesdienste, derjenige am Heiligabend findet mit Zertifikat statt, weil erfahrungsgemäss viele Gläubige kommen, der andere am 25. Dezember. Die Kirchgemeinde Düdingen hat entschieden, Weihnachten ganz traditionell zu feiern – einfach mit 2G-Zertifikat. fca

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