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Wem haben die Grünen ihren Sitz abgeluchst?

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Während sich die Grünen und die FDP freuen, dass sie ihre Ziele erreicht haben, fragen sich Die Mitte und die SP, wer ihnen den Sitz weggenommen hat. Ob es der verlorene Sitz der Stadt Freiburg oder der neue Sitz der Grünen ist, bleibt Ansichtssache.

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Während sich die Grünen und die FDP freuen, dass sie ihre Ziele erreicht haben, fragen sich Die Mitte und die SP, wer ihnen den Sitz weggenommen hat. Ob es der verlorene Sitz der Stadt Freiburg oder der neue Sitz der Grünen ist, bleibt Ansichtssache.

Die Grünen stehen in der Stadt Freiburg als die grossen Gewinner da. «Wir sind sehr zufrieden, dass wir unser Ziel von drei Sitzen und 22 Prozent Wähleranteil erreicht haben», freute sich Liliane Galley, Präsidentin der Grünen der Stadt Freiburg. Wie schon bei den Gemeinderatswahlen sei die grüne Welle in der Stadt Freiburg weiterhin spürbar gewesen.

Schade findet Galley, dass die SP einen Sitz verloren hat. Sie relativiert den Sitzverlust jedoch: «Unser Ziel war es, die Linke insgesamt zu stärken.» Da die Stadt Freiburg nun nur noch 13 Grossratsmitglieder stelle und acht davon linke Delegierte seien, sei dieses Ziel erreicht. Liliane Galley bedauerte am Sonntagabend, dass es in der Stadt nebst der grünen nicht auch eine violette Welle gegeben habe. «Unter den 13 Grossratsmitgliedern der Stadt befinden sich lediglich drei Frauen», meinte Galley.

Linke Interessen ändern sich

Obwohl die SP in der Stadt Freiburg einen Sitz verloren hat, meinte Parteipräsident Elias Moussa: «Wir konnten in unserem Wahlkreis die Sitze der SP verteidigen.» Der verlorene Sitz der SP sei der, den die Stadt aus demografischen Gründen abgeben musste. «Dass dieser Sitz auf unsere Kosten geht, hatten wir uns schon ausgerechnet.» Ausserdem wies Elias Moussa darauf hin, dass die Wahlbeteiligung in der Stadt Freiburg lediglich bei 37,13 Prozent lag. «Die Hauptwähler sind Nichtwähler.»

Mehr Sorgen als der verlorene Sitz macht Moussa, dass sich die Mehrheitsverhältnisse im Grossen Rat nicht verändert haben und dass die SP kantonsweit Stimmen verloren hat. «Die Sensibilitäten bei den linken Wählern ändern sich, sodass einige SP-Wähler nun grün wählen.» Anstatt dass sich die linken Wählerstimmen zwischen den Grünen und der SP umverteilen würden, sei es wichtig, dass es den linken Parteien gelinge, mehr Stimmen aus dem rechten Lager zu holen. «Nur so kann die Linke ihre Politik weiterbringen.»

Mobilisierte die Mitte genug?

Auch die Partei von Simon Murith, dem Präsidenten der Mitte, hat einen Sitz verloren. «Es kann sein, dass ein paar Stimmen der GLP auf unsere Kosten gingen und vielleicht konnten wir einfach unsere Wählerschaft zu wenig mobilisieren», meinte Murith. «Der von den Grünen gewonnene Sitz geht aber auf Kosten der SP.» In den nächsten Tagen gelte es nun, das Wählerverhalten genauer zu analysieren und anzuschauen, wie kompakt die Leute gestimmt hätten.

Murith zeigte sich sehr zufrieden darüber, dass die Mitte wieder die stärkste Kraft im Kanton und in der Hauptstadt eine echte Alternative sei. «Immer wurde prophezeit, dass die Mitte wieder Sitze verlieren werde. Diese Voraussagen sind aber falsch. Bei nur einem Sitzverlust stabilisiert sich unsere Stärke.»

Die FDP zeigte sich zufrieden mit dem Ergebnis. «Wir konnten unsere beiden Sitze halten. Die FDP hat auch kantonal einen tollen Wahlkampf gemacht», erklärte Océane Gex, Präsidentin der FDP der Stadt Freiburg. Es sei ihr Ziel gewesen, den Wähleranteil und die zwei Sitze zu behalten. «Natürlich machte uns die grüne Welle Sorgen, die in der Stadt sehr ausgeprägt ist.» Ihre Kandidaten hätten die Wählerschaft jedoch überzeugt.

Océane Gex ist ein ausgeglichenes Kräfteverhältnis zwischen den bürgerlichen und den linken Grossräten der Stadt Freiburg wichtig. Die Bürgerlichen haben nach dem Sitzverlust der Mitte nun nur noch fünf Sitze, und die Linke stellt wie bis anhin acht Grossräte. «Es ist uns aber trotz der grünen Welle gelungen, eine Art Gleichgewicht zwischen Links und Rechts zu bewahren», freute sich Gex.

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