Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Wenig Begeisterung für Adam Green im Fri-Son

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Pascal Jäggi

FreiburgIst er nun Komiker oder Musiker? In der Vergangenheit vereinte Adam Green seine beiden Talente jeweils erfolgreich zu einer gelungenen Show. 2008, unterwegs mit seinem bereits fünften Album seit dem Karrierestart vor sechs Jahren, scheint er sich mehr aufs Musikalische zu konzentrieren. Zwar trat er immer noch auf, als ob er die Bar leergetrunken hätte, aber irgendwie scheint das Benehmen mittlerweile Teil seines Bühnenprogramms geworden zu sein.

Grosse Sprüche gab es vom Meister kaum zu hören, torkeln konnte er immer noch einzigartig, und sein Outfit war ganz schön schräg. Geklaut bei Ozzy Osbourne, aber dennoch originell. Zusammen mit seinen Bewegungen ergab sich das Gesamtbild eines aufgeregten Huhnes mit der Körpersprache von Mick Jagger.

Musikalisch ist der New Yorker eh nicht einzuordnen: Gestartet als «neuer Bob Dylan», hat er bis heute beinahe alle Musikstile ausprobiert. Diese Unberechenbarkeit macht auch einen Teil der Faszination aus, die der mit «Folkmusiker» unzureichend beschriebene Künstler ausstrahlt.

Starke Backgroundstimmen

Hervorzuheben am Konzert waren sicher die beiden Backgroundsängerinnen, die vom Gospelchor auf dem neuesten Album «Sixes & Sevens» übrig geblieben sind. Ihre starken Stimmen trugen einen Grossteil der Songs, wenn der Chef mal wieder «betrunken» über seinem Mikrofon hing. Die vierköpfige Band spielte sicher, stand aber im Hintergrund, am dominantesten noch das Keyboard, jedoch im Lichte des Meisters stehend, hatten sich alle zurückzuhalten.

Im Stil eines Folksängers

Gross jedoch die (zu kurzen) Momente, in denen Green alleine auf die Bühne trat, um im wahren Stile eines Folksängers mit der akustischen Gitarre in der Hand seine Lieder zum Besten zu geben. Einmal im herzigen Duett inklusive Xylophon, begeistert beklatscht vom Publikum. Ansonsten hielten sich die Zuschauer vornehm zurück. Wenn denn mal ein älteres Stück gespielt wurde, steigerte sich der Applaus, die neuen Lieder schienen aber bei den Interessierten nicht zu verfangen.

Mangelnde Motivation

Möglicherweise lag es also nicht nur am unglücklichen Datum, dass das Fri-Son nur zu einem Viertel gefüllt war. Dennoch, bei dem Ruf den Adam Green geniesst, war es leicht beschämend, wie er von den Freiburgern mit Nichtbeachtung gestraft wurde. Das mangelnde Interesse schien auf die Bühne auszustrahlen: Sehr motiviert waren weder Sänger noch Band.

Wohl gab es einen Zugabenblock, aber bei dem Repertoire, das hätte gezeigt werden können, waren die knapp 70 Minuten doch etwas gar mager. Immerhin, Greens bitterböse Ode an die US-Sängerin Jessica Simpson («Jessica») wurde noch gespielt und erwies sich als Höhepunkt eines ansprechenden, aber schlussendlich wenig aufregenden Konzertabends.

Mehr zum Thema