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Weniger Schafe, mehr Ziegen

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Verband der Ziegen- und Schafzuchtgenossenschaften

Im Kanton Freiburg werden traditionell vor allem Schwarzbraune Bergschafe (SBS) und Gemsfarbige Gebirgsziegen gezüchtet. An der Kleinviehausstellung in Bulle im Herbst 99 waren aber sämtliche in der Schweiz vertretenen Schaf- und Ziegenrassen zu sehen.

Marktkommissionspräsident Jacques Egger zeigte sich an der Delegiertenversammlung des Verbandes der Freiburgischen Ziegen- und Schafzuchtgenossenschaften sehr zufrieden, dass der «Marché Concours du petit bétail» mit einem leichten Gewinn abschloss, obwohl die Ausstellung zum ersten Mal im neuen Espace Gruyère stattfand und sich die Kostenberechnung deshalb entsprechend schwierig gestaltete. Er dankte allen Teilnehmern für ihr Mitmachen und ermunterte die Züchter, auch dieses Jahr am 30. September/1. Oktober 2000 ihre Tiere nach Bulle zu bringen.
«Der Markt ist interkantonal anerkannt», ergänzte Geschäftsführer Stéphane Klopfenstein. Er sieht es als Ziel, dass jedes Herdebuchtier einmal jährlich an einer Schau punktiert wird. Um dies möglichst einfach zu gestalten, forderte er die Genossenschaften auf, möglichst zentrale Schauen auch unter der Woche zu organisieren.
Sehr befriedigt über die Teilnahme der Zuchtverbände an verschiedenen Anlässen äusserte sich Francis Maillard, Direktor der Freiburgischen Landwirtschaftskammer. Er wünschte den Züchtern ein gutes Jahr und gute Preise.

Vier neue Ziegenexperten

Im August 1999 fand ein Ziegenexpertenkurs statt. Präsident Gérard Goumaz durfte vier Ziegenexperten, Eric Jacquet von der Zuchtgenossenschaft Estavannens, Jean-Daniel Jordan, Vuadens, Dominique Uldry, Rue/Le Crêt, und Antoine Menoud, von der Zuchtgenossenschaft Sâles zu ihrer Ernennung gratulieren.

Antoine Menoud ersetzt zudem Marcel Progin im Vorstand der Delegiertenversammlung. Eine Statutenänderung wurde einstimmig angenommen, die die maximale Amtszeit im Vorstand auf 16 Jahre beschränkt. Neue Experten für Schafe werden erst nach dem Kurs im Herbst 2000 ernannt. Yvan Bourquard vom Beratungs- und Gesundheitsdienst für Kleinwiederkäuer (BGK) stellte seine Organisation den Delegierten vor. Der BGK umfasst seit dem Frühjahr 99 neben den Ziegen die Sektionen Schafe, Milchschafe und Hirsche. Das gemeinsame Organ ist die Zeitschrift «Forum».
Da Würmer in der Schweizerischen Schaf- und Ziegenhaltung grosse gesundheitliche und wirtschaftliche Schäden verursachen, bietet der BGK für beide Gruppen ein Parasitenüberwachungsprogramm an. «Dank gezielter Entwurmung sollen Kosten gesenkt und Resistenzen vermieden werden», umschrieb Yvan Bourquard die Ziele des BGK. Mit weiteren Spezialprogrammen und allgemeiner Beratung steht der BGK den Züchtern zur Seite.
Viel Verständnis für die Kleinviehhaltung und die Zusicherung der Unterstützung durch den Kanton durften die Delegierten von Staatsrat Pascal Corminboeuf entgegennehmen. Er informierte zudem, dass die Viehversicherungskasse neu zu einem Reservefonds von 5 Prozent verpflichtet wird, was die kleinen Wiederkäuer allerdings bereits jetzt einhalten.
Pascal Corminboeuf war empört, dass im «Blick» im Zusammenhang mit der Diskussion um den Luchs völlig falsche Zahlen zu Sömmerungsbeiträgen für Schafe veröffentlicht worden sind. Er wird eine Richtigstellung verlangen, sicherte er den Delegierten in Le Mouret zu.

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