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Wer Schwarzarbeit unterstützt, muss neu mit höheren Bussen rechnen

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Autor: irmgard Lehmann

Das neue Bundesgesetz zwingt die Kantone, die Schwarzarbeit rigoroser zu bekämpfen. Wer gesetzeswidrig handelt, wird angezeigt. Die Anzeige wiederum zieht eine Untersuchung bzw. Bussen nach sich. «Das ist eine wesentliche Neuerung», sagt José Genoud, Adjunkt beim Amt für den Arbeitsmarkt. Wie bis anhin werden die AHV-Ausgleichskasse, das Steueramt und die Fremdenpolizei avisiert.

Zusätzliche Sanktionen

Neu sind auch die zusätzlichen Sanktionen, die sich der Staat vorbehält. «Der Kanton kann fehlbaren Unternehmen die finanzielle Unterstützung entziehen oder fehlbare Baufirmen von öffentlichen Ausschreibungen ausschliessen», bemerkt Volkswirtschaftsdirektor Beat Vonlanthen. Der Kanton Freiburg will unter dem Motto «Keine Schwarzarbeit. Das verdienen alle.» auf der Ebene der Prävention und der Intervention vorgehen.

Im Rahmen der Prävention sollen Bildungsaktionen durchgeführt werden. Zurzeit wird etwa bei Gastro Freiburg ein Kurs über die Auswirkungen der Schwarzarbeit angeboten. Dieser soll, gemäss Medienmitteilung, auf weitere Branchen ausgedehnt werden.

Interventionen

Eine zweite Strategie zielt auf Interventionen. Grundsätzlich soll die gesamte Wirtschaftstätigkeit überwacht werden. Doch die Aufsichtskommission will jedes Jahr zwei Wirtschaftszweige in besonderem Masse unter die Lupe nehmen. So hat das Amt für den Arbeitsmarkt zwischen dem 1. Januar und dem 31. August insbesondere das Bau- und das Gastgewerbe kontrolliert: Das waren 203 Unternehmen mit 690 Arbeitnehmenden. 166 Unternehmen (82 Prozent) verhielten sich gesetzeskonform, 37 nicht. Gegen sie wurde Anzeige erstattet.

Vier Inspektoren

Die Überwachung wird entweder durch staatliche Inspektoren oder über eine Kontrolldelegation durchgeführt: Der Bausektor wird von zwei Inspektoren kontrolliert, die der paritätischen Kommission zur Kontrolle im Baugewerbe angegliedert sind. Unf zwei weitere Inspektoren sind beim Amt für den Arbeitsmarkt angestellt.

Die Schwarzarbeit im Kanton Freiburg soll denn auch analysiert werden. Dies im Hinblick auf die Revision der Politik gegen die Schwarzarbeit, die Ende 2009 ansteht.

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