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Wer soll dieses Olympic stoppen?

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3:0 in der Viertelfinal-Serie gegen die Pully Lausanne Foxes, 3:0 im Halbfinal gegen Union Neuenburg – ein in allen Belangen überzeugendes Olympic hat sich gestern Abend im Eilzugtempo für den Playoff-Final, den es letzte Saison noch verpasst hatte, qualifiziert. Damit sind die Freiburger nur noch vier Siege vom erstmaligen Triple der Vereinsgeschichte mit Championat, Liga- und Schweizer Cup entfernt. Wie der Gegner in der Best-of-7-Finalserie heisst, entscheidet sich nächste Woche. Im zweiten Halbfinal zwischen Genf und den Lugano Tigers steht es 1:1. Doch egal, wer es werden wird, zu fürchten braucht dieses meisterlich aufspielende Olympic wahrlich niemanden.

Union desolat

«Wir wissen, dass Olympic nicht unbezwingbar ist und dass wir dazu fähig sind, es zu schlagen», hatte Brian Savoy, der Freiburger in Diensten Unions, vor Spiel 3 der Halbfinal-Serie gesagt. Sein Team werde hart spielen und mit absolutem Siegeswillen in das Heimspiel starten. Dieses Vorhaben misslang gründlich. 9:30 stand es aus Sicht der Neuenburger nach dem ersten Viertel. War die Moral der Gastgeber nach den zwei Auswärtsniederlagen erst angeschlagen, so war sie zu diesem noch frühen Zeitpunkt der Partie im Keller. Ob bei der Wurfquote (21 zu 70 Prozent), bei den Rebounds (4 zu 13) oder bei den Assists (1 zu 9), in jeder Statistik lag Union Neuenburg heillos im Hintertreffen.

Und: Das Heimteam lud förmlich dazu ein, sich dominieren, ja geradezu vorführen zu lassen. Nur zwei Fouls in den ersten zehn Minuten waren Beleg für die mangelnde Aggressivität im Spiel der Mannschaft von Trainer Niksa Bavcevic, dessen Stimme schon früh zu versagen drohte, weil er schnell in den Schreimodus abdriftete. All das konnte Olympic selbstredend recht sein. Die Freiburger hatten leichtes Spiel, obwohl Liga-Topskorer Babacar Touré erst in der 6. Minute das Feld betrat, wenig später gefolgt vom angeschlagenen Distanzschützen Dusan Mladjan. Wohl dem, der sich diesen Luxus zu leisten vermag.

Olympic erbarmungslos

Nach dem bis dahin Gezeigten stellte sich die Frage, ob es für Neuenburg noch schlimmer kommen könnte. Es konnte. 9:30 ging das Startviertel verloren, 10:32 der zweite Abschnitt. Nichts ging bei Neuenburg, der Qualifikationssieger war an diesem Abend mindestens drei Nummern zu gross für den Herausforderer. Derweil sich bei Union Zerfallserscheinungen abzuzeichnen begannen, drückten die treffsicheren Freiburger weiter unerbittlich aufs Tempo. 62:19 führten die Freiburger zur Pause, auswärts, in einem Playoff-Halbfinal – für Neuenburg eine Demütigung sondergleichen und ein Spielverlauf, der so im Schweizer Basketball wohl noch selten vorgekommen war. Die Neuenburger schlichen wie geschlagene Hunde über das Feld. Die zweite Hälfte hätte man sich im Grunde schenken können. Umso mehr, weil Olympic-Coach Petar Aleksic keinen Grund sah, vorzeitig die Handbremse anzuziehen. Erst gut zwei Minuten vor Ende kam mit Victor Des­ponds der erste Nachwuchsspieler zum Einsatz. Das Schlussverdikt war mit dem 95:64-Sieg Olympics dementsprechend klar.

«Es war schön»

Das Halbfinal-Out sei ein Abbild der ganzen Saison, konstatierte Savoy im Lager der Verlierer. «Die Chemie im Team hat nie gestimmt. Gegen Olympic auszuscheiden ist keine Schande, wohl aber auf diese Art und Weise.» Ganz anders war die Stimmungslage natürlich bei den Freiburgern. «Es war schön», sagte Natan Jurkovitz nach dem einseitigen Spiel schlicht. «Wir siegen nicht nur, wir haben auch Freude zu spielen.» Ob es das beste Saisonspiel Olympics gewesen sei, vermochte er nicht zu sagen, «aber sicherlich war es eines der besten». Jurkovitz blickte sogleich voraus. «Im dritten Final der Saison zu sein ist toll, aber es ist nicht der Moment, um abzuheben. Die schwerste Etappe liegt noch vor uns. Wir geniessen den Augenblick, aber jetzt die Konzentration zu verlieren wäre fatal.»

Aleksic wies seinerseits auf die gute Spielvorbereitung hin. «Wir wussten, dass die Chancen gut stehen, die Serie bereits heute zu beenden. Nach dem guten Start hatten wir das Momentum auf unserer Seite.» Im dritten Final der Saison zu stehen sei speziell. «Wir können Geschichte schreiben», schloss der Olympic-Trainer.

Telegramm

Neuenburg – Olympic 64:95 (19:62)

Riveraine. 1285 Zuschauer. SR: Clivaz, Novakovic, Pillet.

Union Neuenburg: Williamson (4), Mafuta, Savoy (9), Maruotto (4), Colon (6), Martin, Bavcevic, Buljan (16), Ballard (11), Osmanaj, Rakovic (14).

Freiburg Olympic: Touré (17), Mbala (4), Ebenda, Jaunin (11), Miljanic (7), Burnatowski (10), Mladjan (17), Desponds, Fosserat, Timberlake (18), Jurkovitz (11).

Bemerkungen: Neuenburg komplett, Olympic ohne Vinson (überzähliger Ausländer).

Männer. NLA. Playoff-Halbfinal (best of 5). Endstand: 0:3.

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