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Wie der Betrieb des Forums Freiburg fortgesetzt werden soll

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Der Betrieb im Forum soll ohne Unterbruch weitergehen, und auch das Personal soll möglichst angestellt bleiben. Dies kündigt Interimsdirektor Sven Dietrich an. Bereits in Kürze soll eine Nachfolgeorganisation für die jetzige konkursite Betriebsgesellschaft gegründet werden.

«Die Aktivitäten im Forum Freiburg gehen weiter – ohne einen Tag Pause.» Dies stellt Sven Dietrich in Aussicht, der von der Besitzergesellschaft des Messezentrums beauftragt wurde, für einen möglichst reibungslosen Übergang im Betrieb des Forums Freiburg zu sorgen.

Letzte Woche hat die bisherige Betreibergesellschaft und Mieterin der Lokalitäten, die Expo Centre AG, die Aufgabe ihrer Aktivitäten mitgeteilt. Deren Präsident André Ackermann kündigte an, dass Expo Centre bis Ende Monat in Konkurs gehen würde und die 13 Angestellten ihre Stelle verlieren würden.

Nicht gewinnorientierter Verein

Gemäss dem eingesetzten Interimsdirektor Sven Dietrich soll nun aber Ende Monat ein lückenloser Übergang von der alten zu einer neuen Betreibergesellschaft erfolgen. «Schon in einigen Tagen soll eine neue Vereinigung des Forums Freiburg entstehen», sagte Dietrich gegenüber den FN. Dabei wird es sich um einen nicht gewinnorientierten Verein handeln, der sich schon bald konstituieren, ein Komitee wählen, sich Statuten geben und einen neuen Business-Plan erarbeiten soll. «Die Mitglieder dieses neuen Vereins sollten den Cash-flow garantieren, um die geplanten Aktivitäten im Forum sicherzustellen», sagte Dietrich. Der Cashflow könnte in Form von Darlehen erfolgen.

Noch sind die Mitglieder nicht abschliessend bestimmt. Es sollen sich aber auch neue Beteiligte darunter befinden, beispielsweise der Freiburger Tourismusverband.

Mit dem bisherigen Personal

Die frischen Mittel stellen laut Dietrich auch eine Garantie dar, um die Löhne des Personals zu bezahlen. «Das bisherige Personal soll möglichst übernommen werden», sagte er. Es handle sich dabei um Personen, die zum Teil schon viele Jahre für das Forum arbeiteten. Nicht mehr für das Messezentrum weiterarbeiten wird der bisherige Direktor von Expo Centre, Joseph Vonlanthen. Wie er gegenüber den FN sagte, wird er die Amtsgeschäfte nach rund sieben Jahren an Dietrich übergeben. «Der 30. September wird der Tag des Übergangs sein», so Dietrich. An diesem Tag werde auch die juristische und finanzielle Nachfolge stattfinden.

Wie Dietrich, der Gründer und frühere Geschäftsführer von Fri-Bowling, sagt, habe er sein Mandat für die Organisation des Übergangs von der Besitzergesellschaft im Juli erhalten. Als Übergangs-Verantwortlicher habe er aber formell noch keine Beziehung zu den Finanzen, dem Personal, den Kunden oder der Direktion der bisherigen Betreiberin Expo Centre.

Ist-Zustand feststellen

Dietrichs derzeitige Aufgabe sei vor allem, den Ist-Zustand des Betriebs zu analysieren. Dazu gehören Gespräche mit den Mitarbeitenden, die Erfassung der anfallenden Arbeit und auch die Beziehung zu den Kunden. «Die Monate August und September umfassen die Phase der Bestandsaufnahme», sagt Dietrich. «Ab dem Moment, wo die Expo Centre AG nicht mehr existiert, kümmere ich mich um die Kunden.»

Gemäss Dietrich gibt es für das Forum zahlreiche Reservationen. Gegen 40 dürften es allein bis Ende Jahr sein. Möglichst bald soll ein Businessplan entstehen, der sich auf die bisherigen, die aktuellen und die zukünftigen Reservationen stützt.

Status quo oder Alternativen?

«Die nächsten Monate sollen vor allem zeigen, ob der Betrieb des Forums so weitergehen kann wie bisher», sagt der 43-Jährige. «Momentan beabsichtigen wir, das Forum so zu betreiben, wie es heute ist. Die Zukunft wird uns aber vielleicht etwas anderes aufzeigen.» Er betont aber, dass auch die Besitzer mitmachen müssten, wenn am Forum etwas geändert werden solle. Für das letzte und für dieses Jahr hätten die Besitzer bereits auf eine Miete verzichtet, sagt Dietrich. 

Laut dem Interims-Verantwortlichen gibt es für das Forum verschiedene Zukunftsszenarien. Eine wäre das Beibehalten des Status quo. Eine weitere Variante sehe eine Alternative zur jetzigen 9000 Quadratmeter grossen Halle 1 vor. Dabei könnte auch das Projekt eines Schwimmbads wieder zur Sprache kommen. Mit der gut genutzten Halle 4 sollte es so weitergehen wie bisher. Schliesslich werde man auch prüfen müssen, wie die Halle 6 in Zukunft genutzt werde, die derzeit als Impfzentrum diene. 

Für Sven Dietrich ist eines klar: «Das Forum Freiburg muss auch in Zukunft der Freiburger Wirtschaft zur Verfügung stehen.» 

Staatsrat

Kanton ist nur als Besitzer am Forum beteiligt

Eine gleitende Nachfolge für den Betrieb des Forums: Das sei die Bedingung des Verwaltungsrats der Besitzergesellschaft Agy Expo AG mit dem Kanton als Hauptaktionär gewesen, sagt Volkswirtschaftsdirektor Olivier Curty (Die Mitte) auf Anfrage der FN. Dies sieht er mit der jetzigen Übergangsorganisation als erfüllt an.

Curty betont, dass der Kanton keine Betreibergesellschaft subventionieren könne, sondern sich nur in einer Besitzergesellschaft durch Investitionsbeiträge einbringen könne. Diese Antwort hatte der Staatsrat auch bereits auf entsprechende Fragen aus dem Grossen Rat gegeben.

Curty vergleicht die Situation mit den Seilbahnen in den Freiburger Alpen. Auch dort investiert der Kanton in die Infrastruktur, und die Betreiber der Seilbahnen müssen für einen selbsttragenden Betrieb sorgen. So habe beispielsweise der Kanton nicht intervenieren können, als die Betreiber der Seilbahnen Charmey den Betrieb einstellen mussten. Nun hat dort eine Nachfolgeorganisation erfolgreich den Betrieb übernommen.

Der Kanton könne manchmal unterstützend wirken, indem er zum Beispiel ein Audit finanziere. Die Betreiberin des Freiburger Forums hat in der Vergangenheit zusammen mit Espace Gruyère jährlich 300’000 Franken aus dem Energiefonds erhalten, die aber später dem Zweck entsprechend umgebucht wurden. Zuletzt haben die beiden Freiburger Ausstellungszentren für die Covid-Jahre noch je 500’000 Franken Covid-Gelder für die Wiederankurbelung erhalten. «Bei beiden war der Grosse Rat bereit, diese Hilfe zu gewährleisten», sagt Curty.

Wie die finanzielle Situation der konkursiten Expo Centre AG aussieht, weiss auch Curty nicht: «Wir haben da keinen Einblick: Es ist eine Black Box.» Der Volkswirtschaftsdirektor setzt aber seine Hoffnung auf eine neue Dynamik mit neuen Verantwortlichen. Während dies für den Betrieb nun Sven Dietrich ist, soll es auch bei der Besitzergesellschaft  eine Veränderung geben. Nach dem Rücktritt von Verwaltungsratspräsident Pierre Ecoffey übernahm letztes Jahr Christophe Aegerter, Generalsekretär der Volkswirtschaftsdirektion, interimistisch die Führung. Man sei momentan daran, einen neuen externen Präsidenten zu suchen, sagt Curty. Er hofft diesen bald vorstellen zu können. uh

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