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Wier Seisler

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«Heftige Reaktion zum Bundesasylzentrum in der Guglera» FN vom 26. Februar

 «Wier Seisler» haben wir bisher immer als ein durchaus positiv besetztes Label empfunden. Im Gasthof St. Martin in Tafers hat Christian Schmutz mit seinem Team einen Ort gefunden, wo er Begegnungen initiiert, wo ein Austausch stattfinden kann, wo sich Sensler einem einheimischen Publikum zeigen können, Sensler, die erfolgreich sind, auch ausserhalb der Grenzen ihrer engeren Herkunft und so ein Bild des Bezirks nach innen und nach aussen tragen, das uns zuversichtlich stimmen kann. Wir haben selber einen Gesprächsabend mit dem Fussballer Christian Schneuwly und der Journalistin und Dokufilmerin Belinda Sallin besucht. Moderiert hatte den Abend die junge FN-Journalistin Karin Aebischer. Wier Seisler sind etwas geworden in diesem Land.

 Das ist eine junge Entwicklung. Noch die Generation meines Vaters musste ihr Auskommen nicht selten ausserhalb des Bezirks suchen: In Basel etwa, in Zürich, selbst im nahen Ausland. Im welschen Heuet haben viele die französische Sprache gelernt, aber das war meist nur ein Nebeneffekt, im Senseland fanden sie schlicht keine Arbeit, nicht einmal als Knecht! Jetzt sind wir selber reich geworden, verhältnismässig zumindest, in einem der reichsten Länder der Welt. Wir leben in einem sicheren Land mit einer ausgebauten Demokratie und einem funktionierenden Rechtsstaat.

Es ist erbärmlich, wenn wir nicht die Grösse aufbringen, einigen der Vertriebenen dieser Erde wenigstens für die Dauer ihres Asylantragsverfahrens Gastrecht zu geben. Und es ist verantwortungslos, wenn gewählte Volksvertreter ihre unappetitlichen politischen Süppchen kochen und die latente Fremdenfeindlichkeit in der Bevölkerung, die sie seit Jahren gezielt heranzüchten, auf diese Weise missbrauchen.

 Es gibt Politiker in diesem Bezirk, selbst wenn sie aus einem anderen als unserem Blickwinkel politisieren, die ein offeneres, positives Bild unserer Gegend in die Schweiz getragen haben. Urs Schwaller, Otto Piller, Marius Zosso, um nur einige zu nennen. Aber es gibt auch die Krämer und Kleingeister. Sie haben in diesen Tagen ein grausliches Bild in alle Schweizer Haushalte getragen mit ihren Mahnfeuern und Treicheln und Sennenchuttelis, den grotesk überzeichneten Ängsten und dem inbrünstig schwülstigen Gesang. Der Chefredaktor der FN hat mit seinem mutigen Leitartikel ein Gegenzeichen gesetzt. Es gibt auch ein offeneres Sense-Oberland. Es sollte jetzt nicht einfach schweigen!

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