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«Wir sind sehr, sehr zufrieden»

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Besser hätte es für Gottéron offenbar kaum laufen können. «Wir wollten der Liga an der Versammlung vom Freitag ohnehin vorschlagen, den Meisterschaftsstart auf Anfang Oktober zu verschieben», sagte Präsident Hubert Waeber gestern gegenüber den FN. «So haben wir genug Zeit, das Schutzkonzept bis ins Detail zu erarbeiten – und die Stehplätze noch in Sitzplätze umzuwandeln.» Mit seinem Entscheid, die Tausender-Grenze (erst) Ende September aufzuheben, hat der Bundesrat gleich selbst dafür gesorgt, dass die Clubs an ihrer morgigen Versammlung den Saisonstart vom 18. September auf Oktober verschieben werden.

«Eine Prozentzahl würde keinen Sinn ergeben, die Infrastruktur ist von Club zu Club sehr verschieden.»

Hubert Waeber

Präsident Gottéron

Vier Eingänge als Vorteil

Gleichzeitig werden die Vereine ein gemeinsames Schutzkonzept erarbeiten. Ausschliesslich nummerierte Sitzplätze, Maskenpflicht, personalisierte Tickets, keine Gästefans, so skizziert Waeber dieses Konzept. Es gehe darum, gemeinsame Leitplanken zu erarbeiten. Verantwortlich für die Absegnung der Konzepte sind letztlich die Kantone, mit einem gemeinsamen Vorgehen wollen die Clubs auch eine gewisse Geschlossenheit demonstrieren und sicherstellen, dass alle Vereine die Spielberechtigung erhalten.

«In Sachen Stadionauslastung muss es dann aber Unterschiede geben», sagt Waeber. «Ich bin froh, hat der Bundesrat nicht von irgendeiner Prozentzahl gesprochen. Denn das würde keinen Sinn ergeben, schliesslich ist die Infrastruktur von Club zu Club sehr verschieden.» Mit dem neuen Stadion befinde sich Gottéron diesbezüglich in einer komfortablen Lage. «Wenn Genf sein Stadion zu 50  Prozent auslasten kann, können wir unseres sicher zu 70 bis 80 Prozent nutzen», sagt Waeber. Im St. Leonhard habe es beispielsweise gleich vier Eingänge, was ein entscheidender Vorteil sei.

Alle Abonnenten – und mehr

Eine Zahl, wie viele Zuschauer er sich erhofft, will der Sensler nicht nennen. Wenn er über seine Vorstellungen spricht, kann man sich das aber ungefähr selbst ausrechnen. Aus den Stehplätzen könne man rund 1100 Sitzplätze machen. Zählt man die 6400 bereits vorhandenen Sitzplätze dazu, kommt man auf 7500 Zuschauer. Ob das seiner Vorstellung nahe kommt, will Waeber nicht beantworten. Auf die Frage, ob er zumindest hoffe, sämtliche der gut 6000 Abonnenten in das Stadion lassen zu können, sagt er allerdings: «Auf jeden Fall – und ehrlich gesagt hoffe ich noch auf ein bisschen mehr.»

Ideen, wie etwa jeden zweiten Sitz frei zu lassen, um genügend Abstand zu gewähren, finden bei Waeber keinen Anklang. Er will lieber in die Offensive gehen: «Die Clubs dürfen sich auch nicht zu sehr selbst einschränken. Im ÖV ist auch nicht jeder zweite Sitz frei. Weil der Abstand nicht immer eingehalten werden kann, tragen die Leute ja Masken.» Und im Gegensatz zu den öffentlichen Verkehrsmitteln sei im Stadion sogar das Contact-Tracing gewährleistet. «Alle haben personalisierte Tickets, und am Eingang wird die ID kontrolliert, so wissen wir von jeder Person, wo sie sitzt.»

Einlass als Herausforderung

Der Eingangsbereich ist gemäss Waeber die grösste Herausforderung. «Da werden wir von den Fans wohl ein wenig Geduld einfordern und sicher zusätzliches Personal anstellen müssen.» Auch im Stadion werde es ein paar Leute mehr benötigen, um die Menschenströme richtig zu leiten und zu kontrollieren, dass die Massnahmen eingehalten werden.

Es gebe noch viele kleine Dinge zu regeln. Wer sich beispielsweise ein Getränk hole, werde das wohl nicht irgendwo im Gang konsumieren können, sondern an seinem Platz. «Und dann stellt sich noch die Frage: Was machen wir mit unseren Stehplatzabonnenten? Bieten wir denen Upgrades an?» Nach der morgigen Versammlung – an der sich die Freiburger auch dafür einsetzen werden, den Spielplan 2020 nicht allzu dicht zu gestalten und dafür dann ab Januar umso mehr Partien zu absolvieren – wird Gottéron noch einmal ein bisschen klarer sehen. Am 2. September, wenn der Bund die schweizweit einheitlichen Anforderungen für Veranstalter ausgearbeitet hat, noch klarer. Fürs Erste aber versprüht Hubert Waeber viel Zuversicht: «Wir sind sehr, sehr zufrieden mit dem Entscheid des Bundesrats.» Der Präsident weiss aber auch, dass in dieser Saison vieles an einem seidenen Faden hängt. «Eine grosse Herausforderung wird auch der Umgang mit erkrankten Spielern sein. Wie sind die Quarantäne-Regeln? Was, wenn plötzlich fünf Spieler des gleichen Teams ausfallen? Hier gilt es einen guten Konsens zu finden.»

Den Trainingsbetrieb hält Gottéron trotz mutmasslicher Verschiebung des Saisonstarts aufrecht. Allerdings wird das eine oder andere Testspiel nicht stattfinden, und es werden einige zusätzliche freie Tage eingestreut.

Olympic

«Jetzt hats definitiv genug Platz»

Auch der Präsident vom Basketball-Club Freiburg Olympic reagierte gestern erleichtert auf den Bundesratsentscheid. «Ich bin zufrieden, aber natürlich nicht euphorisch. Es kann sich noch viel ändern», sagte Philippe de Gottrau gegenüber den FN. Bleibt es aber bei den momentanen Auflagen, ändert sich für Olympic mit Blick auf den Saisonstart im Oktober im Vergleich zu früheren Jahren indes kaum etwas. «Wir hatten letztes Jahr im Schnitt 1000 Zuschauer, für die absoluten Topspiele 1500 bis 2000.» Das Fassungsvermögen des Stadions beträgt indes knapp 3000 Zuschauer. «Jetzt hats deshalb definitiv genug Platz, dass wir ohne Einschränkungen klarkommen.» Einzig für das Champions-League-Qualifikations-Spiel Mitte September gegen Lissabon dürfen – sollte es denn stattfinden – nur 1000 Fans in das Stadion.

fm

 

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