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«Wir wollen die Anarchie stoppen»

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Es gibt nur wenige öffentliche Zugänge zum Schiffenensee. Sehr beliebt ist der Zugang in Pensier. «Der Erfolg des Strandes dort hat unsere Erwartungen übertroffen», sagte Daniel Jorio, Syndic von Courtepin. Jedoch parkieren die Seebenützer oft wild, weil Parkplätze fehlen. Zudem befahren sie Strassen und Wege, auf denen ein allgemeines Fahrverbot gilt. «Die Situation ist für die Anwohner untragbar geworden», so Jorio. «Unser Ziel ist, die Anarchie zu stoppen.»

An der Informationsveranstaltung zur Ortsplanungsrevision von Bärfischen am Dienstagabend stellte er der Bevölkerung vor, wie er das Problem lösen möchte. Alle Unterlagen liegen ab morgen in Courtepin während 30 Tagen öffentlich auf. Bereits heute wird ein Feld neben der Kantonsstrasse als Parkplatz zweckentfremdet. Die Gemeinde plant nun, diesen Bereich zu einer Zone allgemeinen Interesses zu machen, um später einen Parkplatz für 50 Fahrzeuge zu errichten. Laut Jorio solle es eine Barriere bei der Zufahrt geben und auch eine Kasse. «So können wir eine kontrollierte Nutzung erreichen», hofft der Syndic. Wann der Parkplatz in Betrieb genommen werden soll, konnte er gegenüber den FN nicht genau angeben. «Eine Umsetzung in einem Jahr ist optimistisch.». Zusätzlich sollten die Seebenützer ermuntert werden, mit dem Zug nach Pensier zu reisen. Eine Verbesserung des Fussgängerwegs entlang der Kantonsstrasse sei dafür notwendig.

In Pensier verdichten

Das Leitbild der Ortsplanungsrevision sehe vor, in Pensier zu verdichten und so mehr Wohnraum zu schaffen. «Pensier hat die Funktion eines Zentrums und ist ÖV-technisch gut erschlossen», sagte Grégoire Stigler des Raumplanungsbüros Archam am Infoabend. Gegenüber dem alten Bahnhofsgebäude von Pensier befindet sich noch freies Bauland. Die Gemeinde möchte dieses von einer Wohnzone schwacher Dichte zu einer von mittlerer Dichte umzonen.

Das Parkareal der «Communauté du Verbe de Vie» zwischen der Route du Pensionat und dem Chemin de Gottrau werde ausgezont, so Stigler. Bisher war dieses Gelände eine Zone von allgemeinem Interesse. Die Gemeinde beabsichtigt, den Park in seiner aktuellen Form zu erhalten. Der Detailbebauungsplan am Chemin d’Amont werde aufgehoben, weil die Grundstücke mittlerweile bebaut sind, sagte der Raumplaner.

Status quo in Bärfischen

Im Ortsteil Bärfischen wolle die Gemeinde Courtepin die bestehende Situation beibehalten, so Stigler. Einzonungen sind hier nicht vorgesehen. Die Aktivitätszone neben der früheren Gemeindeverwaltung werde aus zwei Gründen in eine Zentrumszone umgewandelt. Zum einen benötige Bärfischen keine Aktivitätszone, zum anderen gebe es kein Projekt für die Nutzung dieser Zone, erklärte Stigler.

Des Weiteren werden in Bärfischen zwei Detailbebauungspläne aufgehoben. Der eine, weil das Areal bebaut ist, der andere wird durch denkmalpflegerische Vorschriften ersetzt. Letzteres begründete Stigler mit der Nähe zum Schloss.

Die drei Schlösser am Schiffenensee – Bärfischen, Kleinvivers und Grossvivers sowie ihr Umland – bleiben geschützt. Sie sind eingetragen im Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz.

«Der Erfolg des Strandes hat unsere Erwartungen übertroffen. Die Situation ist für die Anwohner untragbar geworden.»

Daniel Jorio

Syndic von Courtepin

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