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«Wir wollen die NLA geniessen»

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Autor: michel spicher

Düdingen steigt am kommenden Wochenende in seine allererste NLA-Saison. Mit welchen Gefühlen schauen Sie der Meisterschaft entgegen?

Ich freue mich auf die neue Herausforderung. Es wird ein sehr spannendes Erlebnis, bei dem wir nichts zu verlieren haben. Wir haben im Frühling als Team beschlossen, die Herausforderung NLA anzunehmen, und bis auf unsere ehemalige Passeuse stehen alle letztjährigen Spielerinnen auch dieses Jahr in der Mannschaft. Wir wollten jenen Spielerinnen das Erlebnis NLA ermöglichen, die den Aufstieg überhaupt erst möglich gemacht haben. Wir haben bewusst darauf verzichtet, auswärtige Spielerinnen zu verpflichten. Unser Team soll möglichst aus Volleyballerinnen aus der Region bestehen, damit die Zuschauer einen Bezug zur Mannschaft haben.

Das «kleine» Düdingen wird gegen Profi-Teams wie Köniz und Voléro Zürich spielen. Welche Rolle wird Volley Düdingen auf nationaler Ebene einnehmen?

Die Liga ist in eine Zweiklassengesellschaft aufgeteilt. Im Konzert der ganz Grossen wie Köniz, Schaffhausen, Zürich und Pfeffingen werden wir nicht mitspielen können. Gegen sie dürfte es für uns sogar brutale Niederlagen absetzen. Wenn wir diese wegstecken können und «unsere» Gegner Cheseaux, Biel, Luzern und Franches-Montagnes schlagen, ist der Ligaerhalt möglich. Der Start wird wichtig sein, um Selbstvertrauen zu tanken. Viel wird davon abhängen, wie sich die abstiegsgefährdeten Teams in der Transferfrist bis Dezember verstärken. Wenn sie viele ausländische Akteurinnen an Bord holen, könnte es eng für uns werden. Doch wir lassen uns deswegen nicht verrückt machen. Wir wollen das Jahr geniessen.

Ist Ihr Team gefestigt genug, um die, wie Sie sagen, brutalen Niederlagen gegen Top-Teams zu verkraften?

Ich habe immer gehofft, dass wir in den Vorbereitungsspielen gelegentlich eine saftige Klatsche erhalten, um uns daran zu gewöhnen. Doch bis auf einmal, als uns Voléro abfertigte, konnten wir mit dem Gegner jeweils mithalten. Dies auch deshalb, weil die anderen Teams jeweils erst in der Vorbereitung steckten, während wir bereits seit April zusammen trainieren. Die Niederlagen werden in der Meisterschaft aber sicher noch kommen. Da wird es auch meine Aufgabe sein, das Team wieder mental aufzubauen, wobei auch ich erst lernen muss zu verlieren. Wenn wir aber mit Herzblut spielen, dann werden uns die Zuschauer auch ziehen, wenn wir unter die Räder geraten. Was sie uns nicht verzeihen werden, ist, wenn wir ohne Engagement spielen.

Wo sehen Sie die Stärken Ihres Teams?

Die Mischung machts! Einerseits besitzen wir eine grosse Erfahrung, die nach den Zuzügen von Renata «Pepe» Gonçalves und Ingrid Volpi weiter zugenommen hat, anderseits stehen einige junge Spielerinnen mit grossem Potenzial im Team. Die Kameradschaft ist super. Die Spielerinnen verfügen über eine gute Technik und können das Spiel schnell machen. Der Elan, der seit dem Aufstieg im Team herrscht, verleiht uns Flügel.

Wo gibt es Defizite?

Der grösste Unterschied zwischen der NLA und der NLB besteht im Service, der viel wuchtiger daherkommt. Deshalb müssen wir in der Abnahme noch konstanter werden. Wir müssen mehr Druck machen und unsere Chancen resoluter nutzen. Zudem sind zwei Mittelangreiferinnen verletzt.

Sie steigen in die fünfzehnte Saison als Trainer bei Düdingen. Woher nehmen Sie die Motivation?

Ich bin gerne Trainer. In kaum einem anderen Sport kann der Trainer so grossen Einfluss nehmen auf das Spiel. Mich fasziniert der Sport an sich; schnell, technisch, ohne Körperkontakt und ohne Fouls. In den letzten neun Jahren sind wir von der 2. Liga in die NLA aufgestiegen, das motiviert. Zudem gefällt mir die Zusammenarbeit mit Frédéric Haenni und Andreas Binz hervorragend. Sie haben grossen Anteil an der Erfolgsgeschichte des Volleyballclubs Düdingen.

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