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Wo Brummi-Fahrer ihre Ruhe finden

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Es ist ein Pilotprojekt, das gestern vom Bundesamt für Strassen, dem Kanton und dem Nutzfahrzeugverband Astag eingeweiht wurde: der erste Rastplatz für Lastwagenchauffeure ausserhalb einer bedienten Autobahnraststätte.

Das Gelände für die Lastwagen ist eine Erweiterung des Rastplatzes La Joux des Ponts bei Sâles. Es befindet sich auf der Seite Jura der Autobahn A 12; der Standplatz für Fahrende war 2017 auf der Seite Alpen eröffnet worden.

Der Rastplatz für Lastwagen geht auf ein Postulat des langjährigen Ständerats Rolf Büttiker (FDP, SO) aus dem Jahr 2009 zurück. Er hatte sich für mehr Lastwagenausstellplätze entlang der Nationalstrassen und im urbanen Raum ausgesprochen. Die Zahl der vorhandenen Plätze gehe immer mehr zurück, und oft gebe es auch eine Parkzeitbeschränkung. Der Bundesrat liess eine Studie erstellen. Diese kam zum Schluss, dass tatsächlich nicht genügend Plätze vorhanden sind, die es insbesondere zur Einhaltung der Ruhezeiten und des Nachtfahrverbots braucht. Auch würden solche Plätze gebraucht, damit Chauffeure Anhänger temporär abstellen könnten, sagte Paolo Naselli, Vizepräsident der As­tag Schweiz.

Keine Kontrollstation

Die neue Einrichtung in La Joux des Ponts ist ein für den restlichen Verkehr gesperrter Sektor in südlicher Richtung des Rastplatzes. Er umfasst insgesamt 44 Plätze für Lastwagen mit Anhänger oder für Sattelschlepper. Benutzen ihn Lastwagen ohne Anhänger, erhöht sich die Nutzerzahl noch. Dazu kommt ein Gebäude mit sanitären Anlagen wie Toiletten und Duschen.

Gemäss Jürg Röthlisberger, Direktor des Bundesamts für Strassen, hat der Bund acht Millionen Franken in diesen neuen Rastplatz investiert. Die erste Etappe der Arbeiten begann im März 2018 und ­dauerte bis Oktober 2018. Die zweite Etappe wurde von Anfang Jahr bis April 2019 realisiert.

Laut Röthlisberger ist es der erste Camionausstellplatz ausserhalb der üblichen Raststätten und vor allem ohne Kontrollstation, wie Röthlisberger betonte. Es ist aber auch ein Abstellplatz ohne Verpflegungsmöglichkeiten. Es gibt weder einen Verkaufsstand noch einen Automaten. Dies bedauerte Astag-Vizepräsident Paolo Naselli, meinte aber: «Man kann nicht alles haben.» Der Rastplatz würde deshalb vielleicht etwas we­niger frequentiert, allerdings würden gerade ausländische Chauffeure mit niedrigen ­Löhnen selten etwas kaufen. Naselli glaubt jedenfalls, dass der Rastplatz schnell gut genutzt wird. «Es spricht sich in den Unternehmen rum, wenn eine neue In­frastruktur vorhanden ist.»

Raumplanerische Gedanken

Der Freiburger Raumplanungs-, Umwelt- und Baudirektor Jean-François Steiert (SP) ging in seiner Ansprache auf den raumplanerischen Aspekt ein. Er zeigte auf die schöne Landschaft im Süden des Kantons und betonte, dass man gerade landwirtschaftliche Flächen schützen wolle. «Man kann nicht alles überall machen. Es braucht eine gute Planung», sagte er. Diese Planung sei nun im Zusammenhang mit dem Rastplatz entlang der Autobahn erfolgt, sie umfasse aber auch die Räume entlang von Kantons- und Gemeindestrassen. «Verdichtung ist auch im Bereich der Mobilität notwendig», so Steiert. Naselli meinte, dass Autobahnraststätten oft als Abstellplätze für das Co-Voiturage benützt werden. Auch dieses System müsse seinen Platz haben, meinte Steiert. «Es soll nicht die eine gegen die andere Transportart ausgespielt ­werden.

Zahlen und Fakten

16 Lastwagen-Stellplätze in der Schweiz

Als Ergebnis einer Studie des Bundes hat dieser ein schweizweites Netz an LKW-Stellplätzen festgelegt. Es sollte so angelegt sein, dass ein Chauffeur immer seine Ruhezeit einhalten kann und nicht mit den Vorschriften bezüglich Nachtfahrverbot in Konflikt kommt. So sollen diese Plätze möglichst an strategischen Orten wie Autobahnkreuzen liegen, die Plätze nicht mehr als 60 bis 90  Fahrminuten auseinanderliegen und auch berücksichtigen, dass auf der Nord-Süd-Achse mehr ausländische Fahrzeuge unterwegs sind und die Übernachtungsproblematik dort ausgeprägter ist. Das geplante Netz umfasst folgende Standorte: Chavornay, Raum Bulle, Grauholz, Härkingen, Birrfeld, Forrenberg, Knonau, Neuenkirch, Raum Glarus, Ripshausen, Realta, Misox, Bodeo/Monte­forno, Stalvedro/Faido, Raron, St.  Maurice.

uh

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