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Zahlreiche Funde im Erdreich

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In einer gemeinsamen Analyse haben Fachleute im Fundmaterial der gegen 2000 Jahre alten Siedlung von Marsens den aus Knochen gefertigten Knauf eines Langschwertes festgestellt. Dies schreibt das Amt für Archäologie in einer Mitteilung zur Publikation der aktuellen Ausgabe ihrer Jahreshefte. Diese Waffe wurde bei der römischen Kavallerie verwendet. Auch in Schmitten wurden zuerst Siedlungsspuren aus dem Mittelalter und dann Zeugnisse einer noch älteren Ansiedlung entdeckt: ein Pfostenbau mit Lehmwänden und eine Feuerstelle aus dem Ende des achten bis zum Beginn des elften Jahrhunderts. Die Entdeckung dieses Anwesens wirft laut der Mitteilung ein neues Licht auf die Besiedlung der Region im früheren Mittelalter.

Weitere Grabungen führten die Archäologen durch, nachdem ein Lastwagen in den Torturm des Dominikanerstiftes aus dem späten 13. Jahrhundert in Estavayer-le-Lac gekracht war. Sie untersuchten den benachbarten Kanonenturm und den aus dem 14. und 15. Jahrhundert stammenden Verteidigungsring. Schliesslich wurde im Umfeld der Kapelle Notre-Dame-de-Compassion in Domdidier der frühere Friedhof auf diesem Areal bestätigt sowie mehrere Abschnitte der Römerstrasse zwischen Payerne und Avenches.

Eine Ausgrabungskampagne in Bulle erbrachte in einer sumpfigen Zone den Nachweis eines ausgeklügelten Drainagesystems und wies auf erste Steinhäuser hin. Es entstanden Gärten, Scheunen und später eine Töpferwerkstatt. Die Funde stellen eines der interessantesten Zeugnisse mittelalterlichen Städtebaus im Kanton dar, so das Amt. Analysen anlässlich der Renovierung des Roten Turms in Murten brachten neue Erkenntnisse zum Befestigungswerk. Festzustellen waren Spuren historischer Ereignisse wie der Burgunderkriege. Sondiergrabungen in der Saaneschlucht bei Posieux erbrachten schliesslich den Nachweis einer über 5000 Jahre alten menschlichen Präsenz. Bei Analysen wurden Vermessungen mittels digitaler Luftbilder durchgeführt. Mit dieser Methode arbeitet das Amt seit 2012. Im vorliegenden Heft wird sie erläutert.

Erlaubnis für Hightech

Das Amt beschäftigt sich nicht nur mit seiner Kernaufgabe, Grabungen, sondern auch mit rechtlichen Fragen. Private Suchaktionen, insbesondere mithilfe eines Metalldetektors, stehen seit 2013 im ganzen Kantonsgebiet unter Bewilligungspflicht. Der Gesetzgeber werde sich bald mit der Einführung einer Ordnungsbusse beschäftigen, mit der Zuwiderhandlungen bestraft werden sollen, schreibt das Amt. Diese Massnahme diene dazu, die «Plünderung des archäologischen Erbes – ein Phänomen, das sich vor allem mit der Verbreitung des Internets verstärkt hat – einzudämmen.» fca

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