Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Zeitloser Blick in menschliche Abgründe

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Ist der Mensch therapierbar oder nicht? Was bewirken unausgesprochene Konflikte? Wohin treibt es ihn in auswegloser Lage? – Davon handelt das Theaterstück «Liliom», das am Mittwoch bei «Theater in Freiburg» im Equilibre in einer neuen Inszenierung des Theaters Marie aus Aarau zu sehen ist.

Im Zentrum des Stücks steht der junge Vorstadt-Casanova Liliom. Er ist der Liebhaber von Frau Muskat, die ein Karussell betreibt. Bei ihr arbeitet Liliom. Dort begegnet der junge Mann dem Dienstmädchen Julie. Liliom und sie werden ein Paar. Das passt der Karussellbesitzerin ganz und gar nicht. Liliom verliert seinen Job. Der Arbeitslosigkeit ist er nicht gewachsen, und Julie wird auch noch schwanger. Liliom wird aggressiv und schlägt Julie. In dieser bedrängenden Situation kommt Ficsurs Vorschlag zu einem Raubüberfall wie gerufen. In seiner Euphorie verjubelt Liliom die Beute bereits vor der Tat. Der Raub misslingt, und Liliom kann die Schulden nicht begleichen. Er sieht keinen anderen Ausweg als den Selbstmord.

Zwei Polizisten bringen den Toten vor das himmlische Selbstmördergericht. Nach 16 Jahren Busse darf er auf die Erde zurückkehren, um etwas Gutes zu tun. Als Bettler trifft er auf seine Familie. Wird er es schaffen, oder bleibt er therapieresistent?

Eine neue Übersetzung

Das Theaterstück «Liliom» des ungarischen Autors Ferenc Molnár ist ein Klassiker und wurde 1909 uraufgeführt. Es leuchtet die menschlichen Abgründe aus und ist daher zeitlos. Das Theater Marie liess das ungarische Stück von Joël László neu übersetzen. Für Lockerheit und Schmunzeln sorgen zudem die Lieder dazu, geschrieben von Pascal Nater.

Das Theater Marie schreibt zum Stück: «In einer Gesellschaft, die sich weit weg vom Aufmerksamkeitszentrum befindet, funktioniert Gewalt als Triebabfuhr für nicht ausgesprochene Konflikte. Das Stück nimmt eine gesellschaftskritische Perspektive ein und führt diese weiter bis nach dem Tod. Im Himmel erwartet uns keine Erlösung. Die Kämpfe, die wir hier unten und da draussen führen, begegnen uns erneut. Das Jenseits ist nur die Therapie­schlaufe der irdischen Gesellschaft.»

il

Equilibre, Freiburg. Mi., 15. November, 19.30 Uhr. Dauer: 90 Minuten, ohne Pause. Tickets bei Freiburg Tourismus (026 350 11 00), an der Abendkasse oder unter www.theaterinfreiburg.ch.

Mehr zum Thema