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Zeitumstellung findet wenig Anklang

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«Der einzige Vorteil an der Zeitumstellung ist, dass Personen, die am Samstag ein Fest feiern, eine Stunde gewinnen», sagt Björn Rasch, Professor und Leiter des Schlaflabors Uni Freiburg, schmunzelnd und fügt an: «Dies aber auch nur im Herbst.» Die Zeitumstellung habe seiner Meinung nach keine weiteren positiven Seiten. Denn sie nützt der Wirtschaft nicht und kann gesundheitliche Pro­bleme verursachen. Die Kommission der Europäischen Union denkt denn auch darüber nach, die Zeitumstellung abzuschaffen. Sie schlug vor, im Frühling 2019 das letzte Mal zur Sommerzeit zu wechseln. Will die Schweiz nicht zu einer «Zeitinsel» werden, muss sie nachziehen. Entscheide sind auf beiden Seiten noch nicht gefallen. Was aber schon heute klar ist: Die Zeitumstellung beeinflusst Mensch und Tier.

Egal, ob wir die Zeit um eine Stunde vor- oder zurückstellen  –, es habe immer Einfluss auf unsere innere Uhr, sagt Schlafforscher Rasch. «Unser Rhythmus wird durcheinandergebracht. Kurzfristig kann dies zu schlechterem Schlaf führen.» Studien, wie beispielsweise über die Schichtarbeit, hätten gezeigt, dass eine einzige Stunde Zeitumstellung im Schlafrhythmus schon zu einer Belastung des Körpers führen könne.

Rentner: Auf Körper hören

Es seien meist ältere Personen, die Mühe mit der Anpassung hätten. Doch seien es genau sie, die diese Veränderungen ignorieren und sich die Zeit nehmen könnten, den Rhythmus wieder anzupassen, rät Rasch. «Rentner sollen dann schlafen gehen, wenn der Körper es ihnen sagt.» Erwerbstätigen Leuten bleibe jedoch nichts anders übrig, als sich auf die neue Zeit einzustellen. EU-Abgeordnete argumentierten auch, dass es infolge der Übermüdung mehr Verkehrsunfälle gebe. Entsprechende Daten zu Verkehrsunfällen nach der Zeitumstellung erhebe die Kantonspolizei Freiburg nicht, schreibt die Medienstelle auf Anfrage. Es sei allerdings wichtig, bei Dunkelheit oder Dämmerung wachsam zu sein, besonders gegenüber Verkehrsteilnehmern wie Fussgänger oder Fahrradfahrer.

Unbeliebt bei Milchbauern

Auch Tiere sind mit der Zeitumstellung konfrontiert, zumindest die Milchkühe in der Landwirtschaft. Sie müssen sich auf den neuen Zyklus und auf die neue Melkzeit einstellen, sagt Joël Grossrieder, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Landwirtschaftlichen Institut Grangeneuve in Posieux. «Die Zeitumstellung ist bei den Milchbauern nicht sehr beliebt.» Es brauche seine Zeit, bis sich die Kühe an den neuen Rhythmus gewöhnt hätten. Auch wenn dies nicht lange dauere, sei es trotzdem für die Bauern mühsam. Er persönlich sei der Ansicht, die Zeitumstellung solle abgeschafft werden, sagt Grossrieder.

«Die Zeitumstellung ist bei den Milchbauern nicht sehr beliebt.»

Joël Grossrieder

Landwirtschaftliches Institut Grangeneuve

«Unser Rhythmus wird durcheinandergebracht. Kurzfristig kann dies zu schlechterem Schlaf führen.»

Björn Rasch

Schlafforscher

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