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Zu Besuch im Tal der Wetterfrösche

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Zu Besuch im Tal der Wetterfrösche

Ausflug des Freiburgischen Alpwirtschaftlichen Vereins

Gegen 370 Mitglieder des FAV folgten kürzlich der Einladung zum Ausflug ins Muotatal. Dauerregen verunmöglichte die vorgesehenen Alpbegehungen.

Lädt der FAV zum Ausflug ein, kommen die Alpbesitzer, -bewirtschafter und Freunde der Alpwirtschaft in Scharen. Nachdem die gut gelaunten Ausflügler in den südlichen Bezirken und im Sense-Oberland abgeholt worden waren, trafen sich die sieben Cars der Horner AG aus Tafers in Freiburg. Von hier ging es Richtung Luzern. Auf dem Bursthof von Christine und Markus Gafner in Wilihof LU nahm die grosse Gästeschar ein mundendes Frühstück ein. Gafners bewirtschaften den 10-ha-Betrieb als Nebenerwerb. Sie haben sich auf die Direktvermarktung von Brot, Zopf und allerlei Gebäck ab Hof sowie auf die Gästebewirtung spezialisiert.

Gute Stimmung

In der voll besetzten Kirche von Bisisthal begrüsste Regierungsrat Lorenz Bösch in Vertretung des verhinderten Volkswirtschaftsdirektors Werner Inderbitzin die angereisten Gäste aus dem Kanton Freiburg und informierte kurz über den sechs Bezirke umfassenden Kanton Schwyz mit seinen 133 000 Einwohnern.

Laut Ausführungen von Daniel von Euw vom Landwirtschaftsamt – ein bekannter Schwinger – werden 23 Prozent der Kantonsoberfläche als Alpweiden genutzt. Auf den 458 Alpweiden werden 4500 Kühe, 17 000 Rinder, 200 Pferde und 9600 Schafe und Ziegen gesömmert. Für die grösstenteils kleinen und mittleren Landwirtschaftsbetriebe stelle die Alpwirtschaft ein wichtiges Standbein dar, hielt er fest. Die gepflegten Alpweiden gehören zu den wichtigsten Naherholungsgebieten.

Die Gemeinde Muotathal hat eine Fläche von 172 Quadratkilometer. Sie bietet Natur, Lebensraum und Erlebnisse. Die Bevölkerung pflegt Bräuche und Eigenheiten, wie dies in einer Videoschau ausgezeichnet zur Geltung gebracht wurde. Besonders bekannt sind die Hölloch-Grotten. Im Tal leben rund 3500 Menschen. Von den 120 Bauernbetrieben gelten etwa 70 als Vollerwerbsbetriebe. Eng ist die Zusammenarbeit mit dem Tourismus. Die bärtigen Wetterpropheten tragen als «Wetterfrösche» erfolgreich zur Tourismusförderung bei.

Grosse Anstrengungen werden unternommen für die Vermarktung der Milch und Milchprodukte. Wie Theo Pfyl, Präsident der Genossenschaft der 17 Alpkäser, ausführte, nahmen die Produzenten nach dem Zusammenbruch der Toni-Molkerei im Jahre 1995 die Verwertung der Milch und etwa 30 Tonnen Käse selbst an die Hand. Der «Chäsmärcht» am letzten Oktobersonntag sei zu einer wichtigen Verkaufsaktion geworden. Bis vier Tonnen Käse würden jeweils an diesem Tag abgesetzt.

Im Kanton Schwyz unterstützt ein Verein die Verwertung der regionalen Produkte (ähnlich der Organisation «Produits du Terroir du Pays de Fribourg»). Für die Organisation des Besuchs im Muotatal konnte der ehemalige FAV-Geschäftsführer Francis Maillard auf die Unterstützung von Kantonsförster Theo Weber zählen.

Beim abschliessenden Nachtessen in der Mehrzweckhalle Plasselb dankte FAV-Präsident Robert Schuwey den Organisatoren Maillard und Daniel Blanc sowie den Car-Chauffeuren. Er zog eine positive Tagesbilanz. ju

Neue Filtertechnik

Bei einem Rundgang unter der Führung von Franz Walder, Chef des Meliorationsamtes des Kantons Schwyz, konnte die moderne Filteranlage für die Aufbereitung des Muotathaler Karstwassers zu einwandfreiem Trinkwasser besichtigt werden.

Die Gemeinde bezieht das Trinkwasser grösstenteils aus den ergiebigen Quellen im oberen Bisisthal. Seit Jahren wisse man, dass Bergwasser mit Fäkalbakterien kontaminiert sei. Die Ursachen hiefür liegen zum einen an der Struktur des Untergrundes, zum anderen an der Bewirtschaftung im Einzugsgebiet der Quellen. Da Aufforstungen, Schutzzonen und örtliche Weideverbote nicht die gewünschten Verbesserungen brachten und die Infiltrationen von kontaminiertem Oberflächenwasser in Karstgebieten kaum lokalisiert werden können, habe die Gemeinde im Jahre 1997 die Erstellung einer Aufbereitungsanlage für Quellwasser beschlossen.

Mit der Ultrafiltration (Firma Membratec, Siders) könne das Wasser in einer einzigen Behandlung geklärt und desinfiziert werden. Dadurch könne auf chemische Zusätze wie Desinfektions- und Flockungsmittel weitgehend verzichtet werden, wurde erklärt. ju

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