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«Zumindest Bronze haben wir auf sicher»

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Hans-Ruedi Fahrni, Präsident des Jodlerklubs Edelweiss Freiburg, und Dirigentin Therese Aeberhard-Häusler sitzen am Tisch, vor ihnen liegt ein Brief. Immer wieder schaut Fahrni darauf, lächelnd, fast etwas ungläubig. «Herzliche Gratulation zur Nomination 41. Prix Walo» ist als Überschrift darauf zu lesen. «Als ich diesen Brief erhielt, fragte ich mich: Was ist das?», erzählt Fahrni. Die Nominierung für den Prix Walo sei eine riesige Überraschung gewesen. «Das ist eine grosse Ehre, und wir haben eine Riesenfreude. So etwas erlebt man nur einmal.»

Wie es dazu gekommen ist, können sich Hans-Ruedi Fahrni und Therese Aeberhard nicht genau erklären. Der Jodlerklub Edelweiss habe 2014 einen Auftritt am Eidgenössischen Jodlerfest in Davos gehabt. «Wahrscheinlich hat uns dort jemand beobachtet», vermutet Aeberhard. Und Fahrni spekuliert: «Wir haben in den letzten Jahren viel organisiert, so etwa die eidgenössische Delegiertenversammlung. Vielleicht hat uns das Aufmerksamkeit verschafft.» Sicher ist er sich hingegen: «Den grössten Anteil an dieser Nominierung hat unsere Dirigentin.»

«Gewagte Komposition»

Seit 2005 leitet Therese Aeberhard den Jodlerklub Edelweiss, der 1932 gegründet wurde. Sie ist aber nicht nur Dirigentin, sondern komponiert auch Lieder–so etwa das Lied «E Tag i de Bärge», das der Klub in Davos vortrug. «Eine gewagte Komposition», war damals die Rückmeldung der Jury, welche die Freiburger Jodler mit einem «sehr gut» bewertete. «Das Stück hatte eine schwierige Passage», erklärt Aeberhard. «Wir wussten: Nur wenn diese haut, dann funktioniert das Stück.» Und sie hat gehauen. Damit bei den Liedern jeder Ton sitzt, sei aber harte Arbeit nötig. Einmal pro Woche treffen sich die 20 Mitglieder, darunter drei Frauen, zur Probe. Ein Lied, das zum Vortrag an einem Jodlerfest bestimmt ist, üben sie jeweils bis zu sechs Monate lang.

 Auch wenn alle Mitglieder einen grossen Einsatz an den Tag legten und er die Dirigentin bei den Proben ab und zu darauf hinweisen müsse, dass die Zeit um sei, sei das Jodeln für alle ein Hobby, sagt Fahrni. Etwas, das nicht unbedingt für die Konkurrenz gilt, auf die der Jodlerklub Edelweiss an der Prix-Walo-Verleihung treffen wird. Ebenfalls in der Sparte Jodel nominiert sind das Engel-Chörli Appenzell und Nadja Räss aus dem Toggenburg. «Unsere Leute singen wirklich gut, aber das sind fast Profis», sagt Aeberhard. «Ich rechne sicher nicht mit einem Pokal.»–«Ein klein bisschen hoffe ich schon», meint hingegen Fahrni und fügt mit einem Augenzwinkern an: «Und auch, wenn wir nicht gewinnen, macht es nichts: Zumindest Bronze haben wir auf sicher.»

Als Nächstes muss Fahrni einen Filmausschnitt für die Livesendung am 7. Juni einschicken. «Zum Glück hat uns ein Bekannter in Davos gefilmt–auch wenn dieser Film natürlich nicht die beste Qualität aufweist.» Wie die Preisverleihung genau abläuft und ob der Jodlerklub einen Auftritt haben wird, weiss Fahrni aber nicht. «Wahrscheinlich muss ich mal Monika Kaelin anrufen–ich habe ja jetzt sogar ihre Natelnummer.»

Jodlerabend : Gesang, Tanz und Mundharmonika

W er den Jodlerklub Edelweiss Freiburg live sehen möchte, hat dazu am 21. März Gelegenheit. Unter dem Motto «Singen verbindet Stadt und Land» präsentiert der Klub in St. Ursen mehrere Lieder, darunter auch die Komposition «E Tag i de Bärge» von Dirigentin Therese Aeberhard. Weitere Mitwirkende sind das Jodlerdoppelquartett Bärgbrünneli Wolhusen, Solojodler Gallus Zosso, das Jodlerduett Hans-Ruedi Steiner und Therese Aeberhard sowie der 13-jährige Jan Krattinger, der im letzten Dezember am Kleinen Prix Walo teilgenommen hatte (die FN berichteten). rb

Mehrzweckhalle, St. Ursen. Sa., 21. März, 20 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Prix Walo: Eine 100-köpfige Jury kürt die Sieger

B ereits zum 41. Mal wird der Prix Walo dieses Jahr verliehen. Während in manchen Sparten wie Pop/Rock, DJ/Hip-Hop oder Newcomer jedes Jahr Künstler ausgezeichnet würden, gebe es in der Kategorie Jodel nur alle drei Jahre eine Nominierung, sagt Präsidentin und Produzentin Monika Kaelin auf Anfrage. «Damit stellen wir sicher, dass wir wirklich immer herausragende Künstler und Formationen nominieren können.» Für die Auswahl zuständig sei eine 30-köpfige Fachjury, deren Mitglieder an wichtigen Anlässen, wie beispielsweise dem eidgenössischen Jodlerfest, präsent seien und Recherchen betrieben. «Die Nominierung ist also keinesfalls zufällig, sondern breit abgestützt.» Zum Jodlerklub Edelweiss Freiburg sagt Kaelin: «Der Klub hat in den letzten Jahren immer sehr gute Leistungen gezeigt und die Nomination absolut verdient. Zudem ist es schön, dass damit auch das Welschland vertreten ist.»

«Kennen sich aus»

Auch die Wahl des Siegers in der jeweiligen Sparte erfolgt durch eine Jury. Diese setzt sich aus 100 Fachpersonen zusammen. Per Post müssen diese ihre Favoriten in den zehn Kategorien bestimmen. Dass die Juroren nicht die Möglichkeit haben, alle Nominierten live zu sehen, stelle kein Problem dar, sagt Monika Kaelin. «Das sind alles Fachleute, die kennen sich aus. Und falls jemand zusätzliche Informationen braucht, kann er sich bei uns oder anderen Experten informieren.» Das Resultat erfahre auch sie selbst erst zwei Stunden vor der Preisverleihung. In der dreistündigen Livesendung, die am 7. Juni auf Star TV ausgestrahlt wird, wird keiner der Nominierten einen Auftritt haben. «Wir zeigen aber ein Video mit Beiträgen aller Künstler und Gruppen.» rb

Mehr Informationen: www.prixwalo.ch

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