Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Zwei Jubiläen in Schwarzsee

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Zwei Jubiläen in Schwarzsee

Käsereigenossenschaft und Molkerei-Lebensmittel-Laden

Vor 50 Jahren ist die Käsereigenossenschaft Schwarzsee gegründet worden. Zugleich sind es 25 Jahre her, seit Patrick Jungo den Molkerei- und Lebensmittelladen leitet.

Von IMELDA RUFFIEUX

Am 16. September 1954 haben sieben Landwirte aus dem Schwarzseetal die Milchverwertungsgenossenschaft Schwarzsee gegründet. Zum ersten Präsidenten wurde damals Robert Bapst gewählt, der dieses Amt während 25 Jahren innehatte. Hauptziel war es, den zu jener Zeit noch be-
deutenden Milchausschank vor Ort
sicherzustellen. Die überschüssige Milch wurde zentrifugiert und der Rahm per Bus nach Freiburg und von dort per Bahn nach Bern in die Verbandsmolkerei geliefert.

Ab 1955 einen eigenen Laden

In den früheren Protokollen ist nachzulesen, dass das Milchlokal zuerst in der Waschküche des damaligen Landjägerpostens untergebracht war. 1955 kaufte die Genossenschaft das Gemüselädeli von Isidor Brügger, das sich auf der gegenüberliegenden Strassenseite, am heutigen Standort, befand. Zwei Jahre später beschloss die Genossenschaft, das kleine Gebäude umzubauen und zu erweitern.

1960 wurde die Milch der Firma Cremo zum Preis von 43 Rappen pro Kilo verkauft. Gleichzeitig wurde die Silofütterung eingeführt, um die Milchproduktion zu steigern. Ausserdem wurde der Verkaufsladen der Cremo AG vermietet, die ihrerseits einen Verwalter anstellte. An einer ausserordentlichen Generalversammlung 1969 entschieden die Genossenschafter, den Laden zu erweitern; rund 152 000 Franken wurden investiert. Und fast 20 Jahre später, 1987, wurde der Neubau des Ladens sowie die Sanierung des Milchannahmelokals beschlossen – ein Projekt, das samt Ladeneinrichtung auf rund 600 000 Franken zu stehen kam. Die Ladenfläche betrug neu 138 und das Lager 58 Quadratmeter.

Acht aktive Genossenschafter

1990 haben die Mitglieder der Genossenschaft entschieden, vom bernischen zum freiburgischen Milchverband zu wechseln, da die Beziehungen zu Freiburg intensiver waren. Als die Cremo vier Jahre später eine Aufstockung des Aktienkapitals beschloss, genehmigten die Genossenschafter einstimmig eine Aktienzeichnung im Verhältnis zur Milchmenge. Heute zählt die Genossenschaft noch acht aktive Mitglieder. Zusammen mit den fünf Gastlieferanten werden 570 000 Kilogramm Milch produziert.

Die Genossenschaft wird heute von Linus Bapst präsidiert, der dieses Amt 1979 vom ersten Präsidenten übernommen hat. Die Zukunftsaussichten für die Genossenschaft sind angesichts der Diskussionen, die Milchproduktion aus Kostengründen ins Tal zu verlegen, nicht überaus positiv. In der Berglandschaft können die Betriebe schwer zusammengelegt werden. Ausserdem bedingt die Lage, dass auf den Höfen noch viel Handarbeit verrichtet werden muss. Anstehende Generationenwechsel und die allgemeine Landwirtschaftspolitik sind weitere Unsicherheitsfaktoren. «Es wäre auch für den Tourismus schlecht, wenn die Landwirtschaft nicht mehr da wäre», betont Linus Bapst.

Am 1. Mai 1989 haben Patrick und Rosmarie Jungo die Leitung des Ladens übernommen. War damals der Offenausschank von Milch noch sehr beliebt (Restaurants, Lager, Militär), so hat er im Laufe der Jahre stark an Bedeutung verloren. Patrick Jungo stellt allgemein eine starke Änderung der Einkaufsgewohnheiten der Gäste und der einheimischen Bevölkerung fest.

Der Molkerei-Lebensmittel-Laden (Primo) lebt vor allem vom Tourismus, im Sommer zum Beispiel von Wanderern, Chaletbesitzern und Tagesausflüglern. Dementsprechend sind auch die Öffnungszeiten festgelegt (Samstag bis 17 Uhr, Sonntag bis 11.30 Uhr). Verregnete Wochenenden in der Hochsaison beeinflussen den Geschäftsgang sehr stark, erklärt Patrick Jungo.

Er bedauert, dass die Entwicklung des Schwarzseetals in den letzten Jahren viele Rückschlage erlitten hat. Die Schliessung der Schwybergbahn, der Post, der Bäckerei sowie des Polizeipostens haben dem Tal spürbare Nachteile gebracht. Die seit Jahren diskutierte Dorfkernentwicklung lasse auf sich warten. Trotzdem blickt Patrick Jungo mit Zuversicht in die Zukunft. Er lasse sich überraschen von den Plänen für neue Projekte, die dem Tal wieder Impulse verleihen, meint er.

Spezialität Fonduemischung

Derzeit arbeiten im Laden zwei Verkäuferinnen. Das Sortiment umfasst rund 3500 Artikel, wobei Patrick Jungo sehr grossen Wert auf einheimische Produkte legt. Die Spezialität des gelernten Käsers ist die sehr beliebte Fonduemischung.

Die Genossenschaft feiert den 50. Geburtstag anlässlich der Jahresversammlung im Herbst. Patrick Jungo gewährt seinen Kunden als Dank für die Kundentreue zum 25-Jahr-Jubiläum verschiedene Aktionen.

Mehr zum Thema