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Zwei Männer für eine Frau

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Nachfolge von Ursula Guillebeau interimistisch geregelt

Ursula Guilllebeau hatte bereits nach den Wahlen den Wunsch nach Ablösung geäussert. Als Gründe für ihren Entscheid gab sie an der Generalversammlung vom Freitag in St. Antoni an, dass sich dieses Amt nicht mehr gut mit ihrer beruflichen Arbeit, verbunden mit einer Weiterbildung, kombinieren lasse. Das politische Interesse habe aber nicht gelitten, betonte sie. Sie nehme lediglich einen Rollenwechsel vor und stehe inskünftig der Partei als Mitglied von Arbeitsgruppen oder anderen Gremien zur Verfügung.

Seit rund einem halben Jahr sucht der Vorstand nach geeigneten Kandidaten für die Nachfolge. Da diese Suche bisher ohne Resultat blieb, entschied sich die Partei für ein Jahr mit einer Übergangslösung: Die beiden bisherigen Vize-Präsidenten Christian Vollmer und Jörg Schnyder werden die interimistische Leitung übernehmen.

«Hervorragende Arbeit»

Die abtretende Präsidentin wurde von Manfred Steiner für ihr grosses Engagement geehrt. Der Ehrenpräsident betonte, dass er aus eigener Erfahrung um die Schwierigkeit einer Parteileitung wisse. Ursula Guillebeau habe hervorragende Arbeit für die FDP geleistet, sie habe eine gute Struktur erreicht und es stets verstanden, die Mitglieder für die Parteiarbeit zu motivieren, erklärte er.

Politische Arbeit erfordere Ressourcen, erklärte Ursula Guillebeau rückblickend in ihrem Jahresbericht, man müsse etwas wollen, etwas können, es brauche Zeit, Geduld und auch Geld. Wie in der Wirtschaft müssen in der Politik vermehrt Möglichkeiten geschaffen werden, Quereinsteiger anzusprechen. Der Einstieg müsse wesentlich erleichtert werden, meinte sie auch im Hinblick auf den prominenten Referenten, den die Partei für diesen Abend gewinnen konnte (siehe Kasten).
Weitere Schwerpunkte in der Jahresbilanz von Ursula Guillebeau waren die Nationalrats- und Ständeratswahlen. Sie erinnerte an das grosse Engagement von John Hess als Nationalratskandidat und die mitreissende Art von Jean-Claude Cornu mit dem Erfolg im ersten Wahlgang. Die Wahlen in den Verfassungsrat seien etwas am Stimmvolk vorbeigegangen, erklärte sie und rief die mit den anderen Parteien veranstalteten Anlässe für die Abstimmung der Asylvorlagen und der Mutterschaftsversicherung in Erinnerung.
Die Versammlung hat die von Franz Schneider präsentierte Rechnung 1999 genehmigt.

Einigkeit macht stark

Aus den Aktivitäten der kantonalen Wirtschaftskommission rapportierte den rund 41 Anwesenden Norbert Vonlanthen, wobei er u.a. die Streichung der Reisespesen von Lehrlingen durch den Staatsrat bemängelte. Ursula Guillebeau berichtete über den Erfolg der Bezirkszeitung Impuls, während Grossrat Fritz Burkhalter die grosse Entwicklung in der Landwirtschaft während des letzten Jahres skizzierte. Claudia Cotting überbrachte als Präsidentin die Grüsse der Kantonalpartei. Sie dankte Ursula Guillebeau für ihren Einsatz im Sensebezirk und im Kantonalvorstand. Sie sei nicht nur präsent, sondern aktiv dabei, betonte sie und rief die Parteimitglieder im Hinblick auf die kommenden Wahlen zu Einigkeit auf. Nur wenn alle am gleichen Strick ziehen, könne die FDP erfolgreich sein, betonte sie.

Trümpfe ausspielen

Zum Thema «Wirtschaft und Politik wirkungsvoll verknüpfen» hatte die Sensler Partei Johann Niklaus Schneider als Referenten eingeladen. Als Präsident der international tätigen Ammann-Gruppe aus Langenthal, als Mitglied des Arbeitgeberverbandes weiss der FDP-Nationalrat aus erster Hand, dass die beiden Bereiche nur Hand in Hand funktionieren. Die Verknüpfung von Politik und Wirtschaft sei das Erfolgsgeheimnis einer kleinen Volkswirtschaft wie in der Schweiz. Er gab praktische Beispiele aus seinem Alltag, um zu zeigen, dass es nicht eine Zeit der Politik und eine Zeit der Wirtschaft gibt, sondern nur ein gemeinsames Vorgehen. Dabei sprach er sich deutlich gegen den Trend des «Shareholder-Value-Blödsinns» sowie des endlosen «Moneymakings» aus und zeigte sich überzeugt, dass sich schon bald ein Trendwechsel anzeige.

In Bezug auf die Diskussion über Armeeverkleinerung zeigte er einen Kreislauf auf: Wirtschaftliches Wachstum ist nur in einer stabilen Gesellschaft möglich, was auf der anderen Seite eine gute Milizarmee braucht, und ein gut ausgebildetes Militärkader kommt am Schluss wiederum der Wirtschaft zugute. «Politik muss von Leuten gemacht werden, die im täglichen Leben wissen, wie es läuft», betonte Nationalrat Schneider. Deshalb müssten die Unternehmer vermehrt anmelden, was sie brauchen, damit keine schlecht umsetzbaren oder für die Wirtschaft stark hinderlichen Gesetze gemacht werden.
Er machte sich stark für die Erhaltung des Werkplatzes Schweiz mit 1,4 Mio. Arbeitsplätzen. Auch für Menschen mit bescheidener Ausbildung müsse auch in Zukunft immer eine Beschäftigung bestehen, sonst gerate das Land in ernsthafte gesellschaftliche Probleme. «Unser Schulsystem darf nicht nur auf den Bereich Hightech ausgerichtet werden, sonst fehlt der Sockel der Gesellschaft.»
Die Schweiz habe deutliche Standort-Nachteile, meinte er zum Schluss, aber auch viele Vorteile, um die sie im Ausland beneidet werde. Deshalb müsse man Sorge tragen zu diesen Faktoren. Führungswilligkeit, Lernwilligkeit und Flexibilität, die Geschwindigkeit, mit der in kleinen Volkswirtschaften gehandelt werden könne, sowie hervorragende Qualität, die selbst hohe Preise aufheben könne, nannte Johann Niklaus Schneider als die vier Erfolgsquotienten der Schweiz.

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