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Zwei neue Standorte tauchen auf

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Das St.-Leonhard-Quartier in der Stadt Freiburg ist schon lange im Gespräch als Standort für ein kantonales Hallenbad mit einem 50-Meter-Becken. Nun stehen zwei weitere Standorte zur Diskussion, wie Carl-Alex Ridoré, Oberamtmann des Saanebezirks, einen Artikel der Tageszeitung «La Liberté» von gestern bestätigt. Ridoré stellte diese Projekte am Mittwochabend an der Regionalkonferenz für die Infrastrukturen des Saanebezirks vor (siehe Kasten).

Initiative von Eltern

Ein neues Projekt gibt es beim Avry-Centre und eines beim Sportzentrum Platy in Villars-sur-Glâne. Letzteres sei bereit, innert vier Monate könnte ein Baugesuch eingereicht werden, sagt Jean-Noël Gex, FDP-Generalrat in Freiburg, Mitglied des Vereins Pro Piscine, langjähriger Schwimmer und Schwimmtrainer. Die Initiative für das Projekt in Platy habe eine Gruppe von Eltern von Schwimmerinnen und Schwimmern ergriffen, darunter ein Architekt. «Sie fanden, dass es mit den bisherigen Projekten zu wenig vorwärtsging.» Nach einer gewissen Zeit der Planung hätten sie sich an Politiker gewandt und so auch ihn angefragt, so Gex. Er präsidiert nun den für das Projekt gegründeten Verein.

Jean-Noël Gex ist Stadtfreiburger, dennoch setzt er sich für das Projekt in Villars-sur-Glâne ein. «Der Standort spielt nicht so eine Rolle. Und in einigen Jahren werden die beiden Gemeinden fusioniert haben, dann liegt das Schwimmbad auch in der Stadt.»

Der Verein plant ein einfaches Projekt. «Was wir wollen ist Wasser», sagt Gex, «kein schönes Gebäude oder Marmorboden.» Hingegen wolle der Verein eine Industriehalle bauen und darin ein olympisches Becken einsetzen, das bei einem internationalen Wettkampf verwendet wurde. «Ein solches Becken könnten wir relativ günstig kaufen und wiederverwenden.»

Die Parzelle sei ans Fernwärmenetz der Kehrichtverbrennungsanlage Saidef angeschlossen, zudem könne man bezüglich Parkplätzen Synergien mit den anderen Sportanlagen im Platy nutzen. Durch den Bahnhof in der Nähe und die Bushaltestelle sei das Schwimmbad gut erreichbar.

 Gemäss Jean-Noël Gex ist die Gemeinde Villars-sur-Glâne dem Projekt gegenüber positiv eingestellt. Anfang nächster Woche werde sie dem Verein mitteilen, wie die Unterstützung aussehe. Für die Investition sieht Gex keine Probleme, auch wenn er sie noch nicht genau beziffern kann. «Die Betriebskosten bleiben die grosse Herausforderung.» Die Benutzer sollten diese zu einem Teil tragen. Und welche Unterstützung erwartet er von den Gemeinden? «Sobald wir zu bauen beginnen, wird die Unterstützung kommen», ist Gex überzeugt.

Kein zweites Westside

Weit weniger konkret ist das zweite neue Projekt, jenes beim Avry-Centre. Projektleiter ist dort die Genossenschaft Migros Neuenburg-Freiburg, die vom Anwalt und Immobilienhändler Damien Piller präsidiert wird. «Es ist eine Idee», sagt Piller. Das Gebäude müsse renoviert werden, nun prüfe die Migros, ob sich ein Schwimmbad integrieren liesse. «Nein, es gibt kein zweites Westside», antwortet Piller auf die entsprechende Frage. Für das Projekt brauche es eine öffentlich-private Partnerschaft. «Es ist denkbar, dass die Migros einen Teil der Investitionskosten übernimmt, den Betrieb müssten aber die Gemeinden finanzieren.» Das Projekt stehe ganz am Anfang, man wolle es aber Hand in Hand mit den Gemeinden angehen.

Damien Piller ist als finanzstarker Investor bekannt–wurde er bezüglich Schwimmbad konkret angefragt? «Nein, es gab keine solchen Kontakte», sagt er. Mit einem Schwimmbad möchte er eine bessere Auslastung des Bahnhofes in Avry erreichen, so dass die Frequenz der Züge erhöht werden könnte. Dies wiederum würde dem Einkaufszentrum zugutekommen.

Für das Projekt St. Leonhard plant die Stadt gemäss Oberamtmann Ridoré im nächsten Jahr eine Machbarkeitsstudie.

Oberamtmann: «Es braucht einen Konsens»

Die Vertreter der Gemeinden des Saanebezirks seien am Mittwoch zufrieden gewesen, dass sie Informationen zu den zwei neuen Schwimmbadprojekten erhalten hätten, sagt Oberamtmann Carl-Alex Ridoré auf Anfrage. «Es besteht der Wille, vorwärtszugehen.» Bis Ende Jahr wolle er den Kontakt zwischen den Projektleitern und den Gemeinden herstellen. Die grossen Fragen bleiben: Wer wählt das Projekt aus, und wann ist mit diesem Entscheid zu rechnen? «Es braucht einen Konsens. Nur wenn alle Gemeinden hinter einem Projekt stehen, kann es gelingen», sagt Ridoré dazu. Um in den Genuss von kantonalen Subventionen zu kommen, hat der Saanebezirk Zeit: Bis Ende 2025 können Projekte eingereicht werden, das hat der Grosse Rat im Februar beschlossen (die FN berichteten). mir

 

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