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Zwei Shorthander brachten SCB auf Siegeskurs

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Zwei Shorthander brachten SCB auf Siegeskurs

Freiburg/Gottéron verliert das Derby gegen den Schweizer Meister Bern mit 3:6

6700 Zuschauer sahen am Samstag im St. Leonhard ein packendes Derby mit neun Toren. Am Schluss setzte sich der SC Bern mit 6:3 verdientermassen durch. Zwei Tore kassierten die Freiburger im Überzahlspiel; Rhodins Schnitzer kurz nach Spielhälfte brach den Drachen das Genick. Nach dieser Niederlage ist Gottéron im Playout, Bern darf weiterhin auf die Playoffs hoffen.

Von KURT MING

Immer, wenn der SCB in Freiburg entscheidende Spiele gewinnen will, tut er dies auch. Vor Jahren holten die Berner zu Bykows Zeiten im fünften Final-Spiel im St. Leonhard einen ihrer vielen Schweizermeistertitel, vor zwei Jahren gings im letzten Qualispiel ebenfalls um den Playoff-Einzug, und auch am Samstag taten die Mutzen mit ihrem Sieg wiederum einen wichtigen Schritt in diese Richtung. Letztes Jahr in einer ähnlichen Situation liess der damalige SCB-Trainer Kent Ruhnke im Allmendstadion fünf Titulare pausieren, und prompt gewann Gottéron einen wichtigen Match im Playoff-Kampf. Jetzt, ein Jahr später, dachte wohl vor allem Thomas Rhodin noch an dieses «Geschenk», als er Rötheli im Powerplay beim Stande von 3:3 den Puck auf die Schaufel servierte (37.). Die Gäste sagten artig Dankeschön, schossen ihren zweiten Shorthander, und ab diesem Zeitpunkt lief der Match endgültig für den späteren Sieger. Alles unter dem Motto, kleine Geschenke erhalten die Freundschaft, Derby hin oder her.

Welch ein Startfurioso!

Ein Teil der Zuschauer hatten wohl ihren Platz im gut gefüllten Stadion noch nicht eingenommen, als es bereits 1:1 stand. Gleich den ersten Angriff schloss Dubé zum Führungstor ab, praktisch im Gegenzug glich Hentunen aus. Diese beiden Akteure wurden übrigens zwei Stunden später zu den besten Spielern ihrer Mannschaften auserwählt. Das muntere Toreschiessen ging bis zur Spielmitte weiter, nicht zuletzt, weil die zwei Torhüter Mona und Bührer einen schwachen Abend einzogen. Am Schluss gingen zumindest die Hälfte der Treffer auf ihre Kappe, auch wenn ihnen die viel zu offensiven Vorderleute besonders im Powerplay nicht gerade tatkräftig zur Seite standen. Komischerweise hatte jeweils jene Mannschaft während Strafen die besseren Möglichkeiten, die mit einem Spieler weniger agierte. Dies führte zur bösen Zuschauerbehauptung, dass Yves Sarault seinem Team auf der Strafbank mehr nütze als auf dem Eis. Das kanadische Rauhbein war nebst dummen SCB-Fans (Rauchbomben) übrigens der einzige, der das ansonst faire dritte Zähringerderby negativ beeinflusste.

SCB-Tempo beeindruckt McParland

In der zweiten Matchhälfte hatte dann der Gast die besseren Trümpfe auszuspielen. Gottéronchef McParland war vor allem vom Offensivspektakel der Berner beeindruckt, was seiner ohnehin wackligen Abwehr viel zu schaffen gab. Ohne Linter und mit einem schwachen Rhodin hatte Freiburg den Brechern Heatley und Schrepfer in der Endphase nur noch wenig entgegenzusetzen. Hier hat das McParlandteam für die letzten Spiele noch das grösste Manko. Einzig Jukka Hentunen, der sich offensichtlich bei SCB-Manager Marc Lüthi Punkte im Transfergeschäft holen wollte, brachte mit seinen Rushes weiterhin Gefahr vor Bührer, der sich gegen Ende des Spiels zu steigern vermochte.

Rüthemann nur halb zufrieden

Als es im letzten Drittel endgültig um die Wurst ging, hatte Gottéron nicht mehr die Kraft nochmals auszugleichen. Das Tempospiel ohne defensive Absicherung habe bei seiner Mannschaft Spuren hinterlassen, sagte ein sichtlich enttäuschter McParland nach dem Spiel. Der letzte Abschnitt ging dann an den SCB, der im Sturmspiel die grösseren Möglichkeiten auszuspielen vermochte. Trotz dem klaren und verdienten Sieg sah Natistürmer Yvo Rüthemann nicht nur Gutes bei seiner Mannschaft: «Wir spielen immer noch mit viel zu vielen Hochs und Tiefs. Unglaubliche persönliche Aussetzer bringen uns immer wieder in Schwierigkeiten.»

Auf der anderen Seite zeigte der Ex-Meister gerade in heiklen Situationen, zum Beispiel nach Hentunens herrlichem Führungstor zum 3:2, Charakter und Kampfgeist. Und dass die Mannschaft von TK-Chef Triulzi, der noch in der zweiten Pause heftig an einem heissen Hotdog zu beissen hatte, eigentlich genügend Substanz für die Playoffs hat, zeigte dieser dritte Saisonsieg gegen den alten Rivalen einmal mehr. Anders die Freiburger, die trotz dem 100. Saisontreffer ihres finnischen Goldhelms Hentunen seit dem Samstagabend endgültig das Playout-Zeichen in der Tabelle aufweisen. Aber die Finalspiele hat man an der Saane so oder so schon lange vor Weihnachten verspielt.
Freiburg – Bern 3:6 (1:2, 2:2, 0:2)

St. Leonhard. – 6700 Zuschauer. – SR: Reiber, Hofmann/Schmid.
Freiburg: Mona; Lukas Gerber, Marquis; Rhodin, Berger; Studer, Birbaum; Hentunen, Montandon, Wirz; Schneider, Karlberg, Letowski; Berthoud, Vauclair, Plüss; Sprunger, Schümperli, Howald; Sassi.
Bern: Bührer; Beat Gerber, Steinegger; Furrer, Thomas Ziegler; Meier, Rolf Ziegler; Jobin, Leuenberger; Bordeleau, Dubé, Rüthemann; Heatley, Brière, Sarault; Reichert, Rötheli, Schrepfer; Käser, Cereda, Botter.
Tore: 1. (0:12) Dubé (Rüthemann) 0:1. 1. (0:42) Hentunen (Montandon, Wirz) 1:1. 6. Jobin (Dubé/Ausschluss Thomas Ziegler) 1:2. 15. Schümperli (Ausschluss Karlberg!) 2:2. 22. Hentunen (Marquis) 3:2. 25. Schrepfer (Bordeleau/Ausschluss Rhodin) 3:3. 37. Reichert (Rötheli/Ausschluss Brière!) 3:4. 49. Heatley (Brière) 3:5. 60. (59:56) Dubé (Rüthemann, Bordeleau) 3:6 (ins leere Tor).
Strafen: 3-mal 2 Minuten gegen Freiburg, 7-mal 2 plus 10 Minuten (Sarault) gegen Bern.
Bemerkungen: Freiburg ohne Lintner, Haldimann (beide verletzt), Bern komplett. 59:18 Timeout Freiburg, Gottéron danach bis zum 3:6 ohne Goalie. Schussstatistik: 38:37. Wahl zu den besten Spielern: Hentunen und Dubé.

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