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Zwölf Punkte für die Cosmopoets?

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Es gibt keine geheime Erfolgsformel am Eurovision Song Contest (ESC). Manchmal gewinnen Männer mit Fleischmasken, blutunterlaufenen Augen und Ritterrüstung-Kostümen, 2006 so geschehen bei der finnischen Band Lordi. Manchmal gewinnen Österreicher in den Mittzwanzigern mit Gala-Kleidern und Bart. Thomas Bertschy will ebenfalls zu diesem illustren Kreis gehören. Er und sein Kollege William Anderson bilden zusammen eine Band mit dem klangvollen Namen The Cosmopoets. «In erster Linie ist es ein Heidenspass», sagt der 48-Jährige. «Wir wollen aber schon gewinnen. Man geht schliesslich auch nicht aufs Fussballfeld mit dem Gedanken zu verlieren.»

Multinationales Bündnis

Die Cosmopoets sind unter anderem wegen ihrer Zusammensetzung einzigartig. Die Besuche, die sich Anderson und Bertschy während eines Jahres abstatten, lassen sich an einer Hand abzählen. Anderson stammt eigentlich aus Washington, lebte während vielen Jahren in Bern und zog dann nach Holland. Bertschy wohnt in Düdingen. Während der Komposition ihres ESC-Songs «Set to Sea» haben sich die beiden Männer nicht ein einziges Mal in persona gesehen. «Aber wir haben uns geschätzte 10 000 Mails geschickt.» Das Piano, die erste Gesangsstimme und die Gitarre hat Thomas Bertschy in Düdingen eingespielt. William Anderson hat die Basslinie und die zweite Stimme in den Niederlanden hinzugefügt. Deshalb mutet auch der dazugehörige Videoclip so multinational an: Mal findet sich der Zuschauer an einer windigen Strandpromenade in der Nähe von Den Haag wieder, mal im Regionalzug mit Blick auf die Saane. Der Sound, den The Cosmopoets machen, ist geraderaus. Keine unnötigen Schnörkel, ein paar Gitarrensolos, simpel gehaltener Gesang. «Wir machen Rock mit ein bisschen Indie- und Folkeinschlag.» Klingt nicht unbedingt ESC-tauglich. «Das hat schon was. Viele Leute haben mir geschrieben, dass das Lied zwar cool sei, für den ESC aber zu wenig kommerziell. Das glaube ich nicht», sagt Bertschy, und fügt nach einigem Überlegen lachend hinzu: «Der ESC ist eigentlich schon lange ausgeartet.» Ausserdem habe er die Sendung als Kind unheimlich gerne geschaut. «Auch wenn so eine Sendung vielleicht nicht zwingend mein Stil ist; die verschiedenen Länder und Kulturen zu sehen, ist schon faszinierend.» Ähnlich geraderaus wie ihre Musik würde sich Bertschy ihren Auftritt auf der ESC-Bühne vorstellen. Er wolle weder Schlangenbeschwörer noch Butter stampfende Mädels mit Riesendekolletés. «Wir sind eine Rockband. So treten wir auch auf.»

 Einfach drauf los

Bertschys und Andersons Lied ist nun auf der Webseite des Schweizer Radio und Fernsehens zu finden. Am 2. November beginnt die erste Hürde: das Voting. Die Cosmopoets gehen nun auf Facebook, via E-Mail und Mundpropaganda auf Stimmenfang. «Wenn wir während dieser Phase genügend Stimmen sammeln, werden wir zu einem Vorsingen eingeladen», so der Sensler. Von diesen zehn kommen dann sechs in eine Casting-Sendung, die im SRF übertragen wird. «Keine Ahnung, wie gross unsere Chancen sind. Ich schätze einfach die Herausforderung und brauche einen gewissen Druck. Deshalb versuchen wir es jetzt einfach mal.» Davon handelt auch der Text ihres ESC-Songs: Nicht zu lange überlegen, sondern die Flagge hissen und loslegen: «It’s time to set to sea.»

Hintergrund: Düdingen, Den Haag, Bukarest

D er Eurovision-Song-Contest-Beitrag der Cosmopoets wurde durch schier halb Europa gereicht, bis er letztlich auf der Webseite des Schweizer Radios und Fernsehens landete. Produziert wurde er in einem Tonstudio in Rumänien von Dan Ionescu. «Ich habe den Mann noch nie in meinem Leben gesehen», so Bertschy. Auch der Videoclip wurde in Rumänien zusammengeschnitten. kf

http://esc.srf.ch/de/cosmopoets

 

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