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100 Jahre Fotografie der Region

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

«Das wertvolle Archiv Foto Zbinden bereichert die Fotografie­geschichte der Schweiz um Aufnahmen einer ansonsten wenig dokumentierten Region, die sich im Laufe des 20. Jahrhunderts von einem Armut geprägten Gebiet zu einem attraktiven Wohnort zwischen Bern, Thun und Freiburg entwickelt hat» – steht im Bildband «Photo Zbinden – Drei Generationen Fotografie in Schwarzenburg», der am 27. Januar Vernissage feiern wird. Nach der erfolgreichen Ausstellung von letztem Frühling gibt das Buch auf 180 Seiten einen Über- und Einblick in das Schaffen der Familie. Sie hat während 100 Jahren einzigartige Zeitzeugnisse geschaffen: Fast lückenlos hat sie die Konfirmationsgeschichte der Region seit den 1930er-Jahren bis in die Gegenwart dokumentiert. Durch Foto-Reportagen in einem Heim für geistig und körperlich beeinträchtigte Kinder in den 1950er- und 60er-Jahren entstanden seltene Bilder einer kaum bekannten Welt. Und neben gesellschaftlichen und sozialen Entwicklungen erfasste sie landschaftliche und wirtschaftliche Veränderungen.

Die Foto-Dynastie Zbinden begründete Rudolf Zbinden, der um 1916 ein Fotogeschäft in Schwarzenburg eröffnete. Nach dessen frühem Tuberkulose-Tod übernahm sein Bruder Robert das Geschäft, der ab 1934 Dorffotograf war und das Geschäft 1975 seinen Kindern Ruth Clalüna-Zbinden und Peter Zbinden übergab, die es bis 2016 führten und Ausstellung und Bildband organisierten.

Von Fischen und Seilen

Die Erstellung des Bandes war aufwendig: Zu den 200 Bildern, die Zbindens an der Ausstellung zeigten, kommen im Buch 50 weitere dazu; alle mussten buchgerecht aufgearbeitet werden. Auch flossen viele Hinweise und Geschichten der Ausstellungsbesucher in den Bildband ein. Wie bereits für die Ausstellung arbeiteten Zbindens mit der Fotohistorikerin Nora Mathys zusammen, die Geschichte zu Schwarzenburg beleuchtet der Historiker Urs Rohrbach.

«Das Buch erlaubt es, noch besser als die Ausstellung in die Vergangenheit einzutauchen, da mehr Zeit da ist, die Bilder zu betrachten. Zudem wird der Kontext ausführ­licher erklärt», sagt Ruth Clalüna-Zbinden. Der Leser erfährt etwa, dass sich in den 1930er-Jahren viele Jugendliche ablichten liessen, weil sie ein Porträtbild für das Fischer­patent benötigten. Oder dass sich Anfang des 20. Jahrhunderts die Seilerei Kissling in Schwarzenburg ansiedelte, die Seile herstellte, die 1953 bei der Erstbesteigung des Mount Everest im Einsatz waren.

Das Buch gibt auch vertieften Einblick in die Familiengeschichte der Zbindens: So ist festgehalten, dass Robert Zbinden 1934 heiratete, weil das die Bedingung der Witwe seines verstorbenen Bruders war, um das Fotogeschäft zu übernehmen. Die Zweckehe hielt nicht lange; es kam zur Scheidung und 1941 heiratete er Nora Wirz, die Liebe seines Lebens, wie es im Buch heisst, und die Mutter der gemeinsamen Kinder Peter, Rolf und Ruth. Rolf, der mittlere der drei Geschwister, litt am Downsyndrom und wuchs in einem Kinderheim im Kanton Solothurn auf. Die eingangs erwähnten Reportagen entstanden dort.

Nicht zuletzt ist der Bildband eine Art Abschluss von Foto Zbinden in Schwarzenburg: Im Verlaufe dieses Jahres wird das Archiv Schwarzenburg verlassen und in das Berner Staats­archiv übergehen.

Vernissage: So., 27. Januar, 17 Uhr. Wappensaal, Schloss Schwarzenburg.

«Das Buch erlaubt es, noch besser als die Ausstellung in die Vergangenheit einzutauchen, da mehr Zeit da ist, die Bilder zu betrachten.»

Ruth Clalüna-Zbinden

Fotografin

Zum Buch

Das Interesse an den Bildern ist gross

Der Bildband «Photo Zbinden – Drei Generationen Fotografie in Schwarzenburg» ist in fünf Kapitel gegliedert: Familie Zbinden; Vom Fotoatelier zum Fotostudio; Die Region; Arbeitswelt; Leben im Dorf. Es ist im Stämpfli-Verlag erschienen und in allen Buchhandlungen der Schweiz für 34 Franken erhältlich. Wie gross das Interesse an den Bildern von Photo Zbinden ist, zeigte sich an der Ausstellung letzten Frühling, die über 3000 Besucherinnen und Besucher anzog. 2019 wird sie nun auch noch in der Foto­bastei Zürich gezeigt. Für ihr gesamtes Schaffen sowie die Öffnung des Kulturerbes für das breite Publikum werden Ruth Clalüna-Zbinden und ihr Bruder Peter Zbinden an der Vernissage den Kulturpreis des Lions Club Köniz erhalten.

mir

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