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13 eindrückliche Portraits

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Berta ist 1928 im Luzerner Seetal geboren und lebt heute in Murten. Als 22-Jährige hat sie geheiratet. Nach dem vierten Kind und mehreren Umzügen wollten sie und ihr Mann endlich etwas Eigenes. In der Deutschschweiz waren die Bauernhöfe rar und viel zu teuer. 1955 zog die Familie ins Broyetal nach Franex – ans Ende der Welt. Berta konnte kein Wort Französisch. Elf Kinder hat sie geboren, neun leben noch. Eigenes Geld hatte sie erst, als sie Holunderblüten und Heilpflanzen für die Firma Ricola angepflanzt und verarbeitet hat – zusätzlich zur Arbeit auf dem Bauernhof und im Haushalt. «Ich hatte ein strenges Leben, aber ich lache gern.»

Im Kloster fing es an

Dies ist sehr verkürzt eine der 13 Lebensgeschichten, welche die Autorin zusammengetragen hat. Sie führt uns ins Berggebiet, zu einer Bio-Bäuerin, zu jungen Frauen mit kleinen Kindern, zu Familien mit grösseren Kindern, zu einem Bauernhof mit eigenem Hofladen, Agro-Tourismus wird gelebt oder exotische Tiere werden gehalten.

Die Bäuerinnenschule des Klosters Fahr spinnt den roten Faden durch die sehr unterschiedlichen Portraits. Die benediktinische Grundregel «Bete und arbeite» bestimmt den klösterlichen Alltag noch heute und war auch Grundlage für die 1944 gegründete Schule mit ersten Kursen für angehende Bäuerinnen.

Die Geschichte der Schule widerspiegelt auch den Wandel der Ausbildung. Nach Jahren des Aus- und Aufbaus wird die Schule als erste deutschschweizerische Bäuerinnenschule ISO-zertifiziert. 2009 werden eidgenössische Fachausweise ausgestellt und die Schule entwickelt sich zu einem Zentrum für die bäuerliche Aus- und Weiterbildung. 2013 muss sie aus finanziellen Gründen geschlossen werden.

Eine weitere Regel des heiligen Benedikt lautet, das Leben zu lieben–was in den Portraits ebenfalls durch alle Schwierigkeiten und Sorgen trägt. Dank der «Lernoase» Fahr haben die Frauen das Vertrauen und den Willen, für die Zukunft zu arbeiten.

Berührende Schicksale

Das Buch ist ein Oral-History-Project zum Uno-Jahr der bäuerlichen Familien 2014 (www.familyfarming.ch). Es gibt einen vielfältigen Einblick in harte Lebensrealitäten und Sorgen, aber auch Freuden und Träume haben Platz. Die einzelnen Schicksale berühren, man erfährt viel über zukunftsorientierte Modelle in der Landwirtschaft, überdenkt die Vorstellung vom schönen Landleben und ist im Alltag wachsamer. Ein ideales Geschenk für verschiedenste Menschen und Gelegenheiten.

Susan Bosshard-Kälin:«Beruf Bäuerin. Frauen aus der Bäuerinnenschule Kloster Fahr erzählen», Verlag Hier + jetzt, 2014.

Barbara Schwaller-Aebischerist Mitarbeiterin der Bibliothek Tafers.

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