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Agglovorstand bangt um Subventionen

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Der Freiburger Agglomerationsrat hat am 9. Oktober viel zu diskutieren und zu entscheiden. Elf Traktanden stehen auf der Tagesordnung. Unter Punkt 10.1 behandelt er die «Überweisung der Motion betreffend die Änderung der Statuten der Agglomeration». Die Autoren dieser Motion sind die Düdinger Aggloräte Markus Bapst, Urs Hauswirth, Josef Stadler, Moritz Werro und Samuel Zbinden. Sie haben die Motion eingereicht, nachdem sich die Düdinger Bevölkerung in einer Konsultativabstimmung dafür ausgesprochen hatte, den Austritt aus der Agglo voranzutreiben. Weil Düdingen gemäss Statuten 15 Jahre, also noch bis 2023 dabei bleiben müsste, ist für einen früheren Austritt eine Statutenänderung nötig.

Der elfköpfige Vorstand der Agglo lehnt die Überweisung der Motion an den Agglomerationsrat ab, wie er in der aktuellen Botschaft festhält. Er ruft die Autoren der Motion auf, diese wegen wichtiger bevorstehender Termine wie der Ausarbeitung des dritten Aggloprogramms zurückzuziehen. «Der Agglomerationsvorstand widersetzt sich jeder Motion, die die bisherigen Errungenschaften des Agglomerationsprogramms zweiter Generation infrage stellt, insbesondere jedoch die finanzielle Unterstützung des Bundes (…) gefährdet. Der Austritt der Gemeinde Düdingen aus der Agglomeration würde den Verlust von Subventionen zur Folge haben, die der Bund der Agglomeration versprochen hat», schreibt der Vorstand.

Agglo-Substanz festigen

2015 werden die ersten Gelder des zweiten Aggloprogramms ausgeschüttet. Für Freiburg hat der Bund 26 Millionen Franken gesprochen. Er unterstützt 48 Projekte, darunter den Fuss- und Veloweg Transagglo oder die Unterführung bei «Düdingenplus» (die FN berichteten). «Besonders jetzt ist es wichtig, dass die Agglomeration ihre Substanz behält», sagt Erika Schnyder, Vizepräsidentin des Vorstandes und Syndique von Villars-sur-Glâne. 15 Jahre seien nicht von ungefähr festgelegt worden. «Diese Zeit müssen wir abwarten», so Schnyder. Sie geht davon aus, dass die Aggloräte die Position des Vorstandes einnehmen werden.

«Es zählt der Mehrheitsentscheid», kommentiert der Düdinger Ammann Kuno Philipona die Position des Vorstandes, dem er ebenfalls angehört. Er habe sich für die Annahme der Motion eingesetzt. «Unsere fünf Aggloräte werden sicher für die Überweisung der Motion stimmen», sagt er. Viele Unterstützer dürften sie aber nicht finden. Vielleicht einige aus der agglokritischen Gemeinde Belfaux. «Es sieht eher schlecht aus für uns», so Philipona.

Überhaupt keine Freude an der Position des Agglovorstandes haben Stefan Siegenthaler, Präsident der SVP Düdingen, und der ehemalige Düdinger Agglorat Werner Wyss. Sie forderten vor einem Jahr den Austritt (siehe Kasten). «Die SVP ist enttäuscht, dass der Vorstand so reagiert und hofft, dass die Aggloräte anders entscheiden», sagt Siegenthaler. Es sei ein sehr schlechtes Zeichen vonseiten des Vorstandes, zumal die Düdinger Bevölkerung bereits zweimal Nein zur Mitgliedschaft in der Agglo gesagt habe. «Das ist eine Zwängerei.» Bei Werner Wyss löst die Nachricht Frustration aus. «Ich bin mehr als enttäuscht, dass man nicht einmal darüber diskutieren will.» Dies zeige die Arroganz der Agglomeration. Aufgeben will Wyss deswegen aber nicht: «Ich werde alle demokratischen Rechte in Bewegung setzen. Damit gebe ich mich nicht zufrieden.»

Rückblick

SVP und ein Bürger verlangten Austritt

Die SVP Düdingen und Werner Wyss hatten an der Gemeindeversammlung im Herbst 2013 je einen Antrag zum Austritt Düdingens aus der Agglo gestellt. Sie forderten den Gemeinderat auf, Austrittsverhandlungen zu beginnen. Dieser reagierte mit dem Vorschlag einer Konsultativabstimmung. 54,6 Prozent sprachen sich für den Austritt aus.ak

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