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Angriff aus dem Schatten

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Steven Moser war in den letzten Jahren der erfolgreichste Deutschfreiburger Schwinger und galt hinter Benjamin Gapany als grosser Hoffnungsträger des seit längerem gebeutelten Südwestschweizer Verbandes. In dieser Saison wurde dem 22-jährigen Brünisrieder allerdings der Rang abgelaufen von Lario Kramer. Mit seinem Überraschungssieg auf dem Stoos und dem Kranzgewinn beim Schwarzsee-Bergfest hat sich der 20-Jährige aus Galmiz ins Scheinwerferlicht katapultiert.

«Das ist toll für Lario – und gut für mich», sagte Steven Moser ohne einen Anflug von Neid oder Missgunst. «Es ist nicht leicht, oben zu sein, das habe ich selber erlebt. Man erhält stärkere Gegner zugeteilt und die Konkurrenz tritt anders gegen einen an.» So würden die Gegner einen vorgängig studieren, ihre Taktik anpassen, häufig auch defensiver schwingen, sagt Moser. Wer im Fokus stehe, müsse sich jeden Sieg sehr, sehr hart verdienen. «Es gibt kein Überraschungsmoment mehr, von dem man profitieren kann. Wenn man etwas unter dem Radar der Konkurrenz fliegt, ist es einfacher. Aber das wechselt ja eh ständig. Einmal ist Lario oben, einmal ich.»

Zwischen Freundschaft und Konkurrenz

Anders als man vielleicht vermuten könnte, sind Moser und Kramer keine verbitterten Konkurrenten. «Klar, Schwingen ist ein Einzelsport, da ist naturgemäss jeder irgendwie Konkurrent», sagt Moser. «Wir beide trainieren in anderen Vereinen und sehen uns nicht so häufig. Wenn wir uns aber bei den Zusammenzügen der Südwestschweizer oder der Freiburger treffen, haben wir es immer gut miteinander.» Bei bei den hiesigen Schwingfesten würden sie sich öfters im Sägemehl gegenüberüberstehen, sagt der Sensler. «Wenn wir auswärts antreten, sind wir aber selten in einer Konkurrenzsituation. Dann tauschen wir uns gegenseitig aus, diskutieren über die Gegner und geben einander Tipps.»

Beim ganzen Rummel um Shootingstar Kramer geht etwas vergessen, dass Steven Moser in dessen Schatten auch gute Leistungen erbracht hat. Beim Waadtländer, beim Neuenburger und beim Genfer Kantonalen hat er jeweils einen Kranz gewonnen. «Mit dem Südwestschweizerischen, dem Freiburger und dem Walliser Kantonalen bieten sich mir noch drei Möglichkeiten, einen Kranz zu gewinnen. Dann wäre ich bei sechs Kränzen, das wäre ganz gut.»

Es fehlen die Exploits

Letzte Saison hat Steven Moser fünfmal das begehrte Eichenlaub gewonnen, wobei die Kranzgewinne am Berner Kantonalfest und beim Bergfest im Schwarzsee etwas ganz Spezielles waren. Zudem hat Moser im Waadtland erstmals in seiner Karriere ein Kranzfest gewinnen können.

Solche Exploits sind dem Brünisrieder in dieser Saison (noch) nicht gelungen. Im Schwarzsee hätte er vor zwei Wochen im letzten Gang eine 10 gebraucht, um erneut einen Kranz zu holen. Gegen den Eidgenossen Patrick Räbmatter kam Moser aber nicht über einen Gestellten hinaus. Wenig fehlte auch am vergangenen Sonntag am Innerschweizer Schwingfest in Ruswil: Weil dem Freiburger Gast im letzten Gang gegen Urs Doppmann ebenfalls nur ein Unentschieden gelang, verpasste er die angestrebte Auszeichnung um einen halben Punkt. «Knapp daneben ist auch daneben», so Moser. «Schwarzsee und das Innerschweizer waren für mich die Saisonhöhepunkte. Da habe ich mir schon etwas mehr erhofft. Rückblickend muss ich eingestehen, dass ich mich Anfang Saison etwas zu optimistisch eingeschätzt habe.»

Einiges lief schief

Gründe, warum der Sensler bisher unter den eigenen Erwartungen geblieben ist, gibt es einige. «Wegen der Rekrutenschule konnte ich Anfang Saison nicht voll trainieren», sagt er. «Dann kam eine Rückenverletzung, die mich mehrere Wochen stark handicapiert hat. Und schliesslich fehlte mir auch ein bisschen das Glück, das ich letzte Saison hatte. Oftmals bekam ich Eidgenossen oder andere grosse Brocken als Gegner zugeteilt, oder ich musste gegen sehr defensive Schwinger antreten.» Zumindest seine Rückenprobleme hat Steven Moser inzwischen überwunden. «Wenn das eine vorbei ist, kommt jedoch das andere. Beim Innerschweizer habe ich mir im letzten Gang im Ellbogen die Bänder überdehnt. Ich hoffe, es geht am Sonntag.»

Acht Eidgenossen zu Gast

Ans Südwestschweizer Schwingfest ins neuenburgische Couvet NE reist Moser morgen mit Ambitionen. Ein Kranz ist sein erklärtes Minimalziel. «Vor zwei Jahren stand ich bereits einmal am Südwestschweizerischen im Schlussgang. Das möchte ich, wenn möglich wiederholen.»

In Aigle hatte Steven Moser im Schlussgang gegen Christian Stucki verloren. Der Berner Hüne ist dieses Jahr allerdings nicht unter den Gästeschwingern dabei. Mit Christian Schuler (Sieger des Innerschweizer Schwingfestes), Marcel Kuster (Sieger des Appenzeller Kantonalen), dem 133-kg-Brocken Sven Schurtenberger oder den anderen fünf Eidgenossen Remo Käser, Christian Gerber, Martin Hersche, To­bias Widmer und Christoph Bieri ist die Konkurrenz aber auch heuer nicht von schlechten Eltern. «Es hat einige starke Gäste dabei, aber es sind jetzt nicht die absoluten Topschwinger», gibt sich Moser kämpferisch. Der 22-Jährige wird alles daran setzen, um wieder aus dem Schatten seines Freiburger Kollegen Lario Kramer zu treten.

Spitzenpaarungen

Südwestschweizer Schwingfest

Lario Kramer – Christian Schuler

Benjamin Gapany – Marcel Kuster

Pascal Piemontesi – S. Schurtenberger

Mickael Matthey – Remo Käser

Steven Moser – Martin Hersche

Marc Guisolan – Christian Gerber

Marc Gottofrey – Christoph Bieri

Vincent Roch – Tobias Widmer

Datum: Sonntag, 8. Juli

Ort: Couvet NE

Anschwingen: 9.00 Uhr

Schlussgang: 16.30 Uhr

Sieger 2017: 1a) Bernhard Kämpf, 1b) Reto Nötzli

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