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Damit genug Druck auf der Leitung ist

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Wer in den höher gelegenen Häusern von Courtepin oder Kleinbösingen wohnt, hat ein Problem: Aus der Dusche fliesst nur ein wenig mehr als ein Rinnsaal, das macht das Haarewaschen zu einer Geduldsprobe. Um diesen Bewohnern das Leben zu vereinfachen und die Versorgungssicherheit zu gewährleisten, baut der Trinkwasserverbund Bibera (TWB) seine Infrastruktur aus.

Auf dem höchsten Punkt des Seebezirks–mit 667 Metern über Meer 17 Meter höher gelegen als die Spitze des Mont Vully–auf dem Gemeindegebiet von Courtepin entsteht ein Reservoir. Es wird das grösste des Bezirkes und das drittgrösste des Kantons Freiburg sein. Diese Woche begannen die Aushubarbeiten; zuerst entsteht eine Zufahrt mit Parkplatz von Courtaman her. Danach wird die Grube ausgehoben. Ausserdem werden mehrere Kilometer Leitungen erstellt, darunter eine Hauptleitung, quasi die Hauptschlagader für das System.

Höhenunterschied zentral

Das neue Reservoir Les Tschenets soll fünf kleinere und rund 37 Meter tiefer gelegene Standorte ersetzen. Dadurch erhofft sich TWB-Präsident Bernhard Hostettler, genügend Druck herstellen zu können. Für das Reservoir werden 8000 Kubikmeter Erde ausgehoben. Damit wird das Reservoir wieder zugedeckt, so dass ein gegen zwei Meter hoher Hügel entsteht. 

 «Trinkwasser wird immer wichtiger», ist Hostettler überzeugt. «Da die meisten Leitungen schon etwas in die Jahre gekommen sind, müssen sie ohnehin saniert werden.» Deshalb habe man beschlossen, gleich Nägel mit Köpfen zu machen und das System auszubauen. In einem ersten Schritt wird das neue Reservoir auf zwei Seiten in Courtepin mit der Zuleitung nach Freiburg sowie mit Cordast verbunden. Dort wird die Leitung an das Trinkwassernetz und den Brunnen sowie an das Pumpwerk Jeuss gekoppelt. Weitere Leitungen ergänzen das Projekt und verbessern die Versorgung. Das ganze Projekt kostet die acht Mitgliedsgemeinden 8,5 Millionen Franken, schätzen die Verantwortlichen.

Neben der Versorgung mit Trinkwasser ermöglicht die neue Infrastruktur laut Hostettler auch die Vermeidung von Verschmutzungen, wie sie ab und zu in kleinen Netzen geschehen. Phillip Messerli, Bauingenieur beim zuständigen Planungsbüro Ribi, erinnert an den Fall letztes Jahr, als es in Tafers, Rechthalten und St. Ursen zu einer Trinkwasserverschmutzung mit Coli-Bakterien kam. Mit dem Zusammenschluss stehe genug frisches Wasser zur Verfügung, um allfällige Verunreinigungen auszuspülen. Auch für den Brandschutz sei es wichtig, ein leistungsstarkes Netz zu haben. Der Brand in Cressier 2013 habe die Notwendigkeit vor Augen geführt, so Hostettler.

Ausbau wird erwogen

Mittelfristig schwebt den Verantwortlichen vor, auch andere Gemeinden der Region mit an Bord zu holen. Mit neun habe der TWB schon Kontakt aufgenommen, sagt Hostettler. Ein entsprechender Ausbau würde die Zahl der angeschlossenen Einwohner auf rund 10 800 erhöhen. Ende Jahr soll sich dieser Teil des Projektes konkretisieren. Längerfristig schwebt den Verantwortlichen die Bildung eines Leitungsringes mit Einbezug von Murten vor.

Trinkwasserverbund: Seit 2008 für die Versorgung zuständig

D er Trinkwasserverbund Bibera (TWB) entstand 2008 als Zusammenschluss der Gemeinden Courtepin, Büchslen, Gempenach, Gurmels, Jeuss, Kleinbösingen, Ulmiz und Wallenried. Die Planung für das Reservoir und die Leitungen wurde 2005 in Angriff genommen. Ursprünglich hätten auch Cressier und vier weitere Gemeinden dem Verbund beitreten sollen, was an einem Nein aus Cressier scheiterte. Der Baustart hat sich um eineinhalb Jahre verspätet. Nach langen Verhandlungen mit den Eigentümern und über die Linienführung der Leitungen kam es zu einer Einigung. Der TWB will nach Abschluss der Bauarbeiten nächstes Jahr die Bevölkerung zu einem Tag der offenen Tür einladen, bevor das Reservoir aufgefüllt wird. Dies geschieht durch den nicht genutzten Überhang der Tagesförderung sowie durch zusätzliches Wasser aus der Versorgung Freiburg.

Das Reservoir soll 4500 Kubikmeter Wasser fassen, davon sind 500 Kubikmeter Brandreserve. Die alten Reservoirs werden aufgegeben. Für den Betrieb des ausgebauten Netzes sind weiterhin die Industriellen Betriebe Freiburg zuständig. Die Betriebsaufnahme ist für Ende 2016 vorgesehen. fca

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