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Das Geschäftsmodell der Galmizer Almedica AG ist auf Corona zugeschnitten

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Der kleine Ultraschall-Vernebler versprüht Desinfektionsmittel, der grosse UV-C-Luftreiniger filtert Aerosole aus der Luft.

Charles Ellena

Als die Corona-Pandemie vor einem Jahr ausbrach, hatte die Galmizer Firma Almedica die Hygiene-Lösungen schon lange im Angebot. Entsprechend hat das Unternehmen im letzten Jahr den Umsatz stark erhöht.

«Es war ein guter Zeitpunkt, um die Firma in andere Hände zu übergeben. Wir hatten 2020 ein gutes Jahr mit rund einem Drittel mehr Umsatz als sonst.» So erklärt Beat Fasnacht den Entscheid, die in Galmiz beheimatete Firma Almedica abzutreten, die er 43 Jahre als Verwaltungsratspräsident, CEO und Alleininhaber geführt hatte. Seit 1. Januar 2021 ist das Unternehmen in den Händen von Marcel Schneider als CEO und Verwaltungsrat sowie von Andreas Stalder als Verwaltungsratspräsident.

Das Corona-Jahr als Superjahr: Das erstaunt nicht bei einer Firma, die «Sicherheit in Hygiene» zum Leitmotiv hat. Hygiene sichtbar zu machen, ist seit Beginn das Geschäftsmodell der Firma. Darauf hat sie ihre Produktepalette aufgebaut, und das Ausstellen eines Hygienepasses gehört zum Dienstleistungsangebot.

Aerosole abtöten

Der abgetretene und der neue Geschäftsführer empfangen zum Gespräch im betriebseigenen Pausenraum. Am Eingang steht ein Gerät zum Desinfizieren der Hände. Das Desinfektionsmittel wird direkt ohne Berührung auf die Handflächen gesprüht. Die einzelnen Tische im Raum bilden ein Oval, und in der Mitte steht ein Luftreiniger, der allfällige schwebende Tröpfchen – Aerosole – mittels UV-C-Strahlung abtötet. Etwas weiter entfernt steht ein Ultraschall-Vernebler, mit dem der Raum über die Nacht automatisch desinfiziert wird.

Almedica lebt in den eigenen Räumlichkeiten vor, was die Firma ihren Kunden unter Umständen auch in einer Hygienerisiko-Analyse empfehlen würde. «Eventuell hätten die Restaurants gar nie schliessen müssen, wenn sie über solche Luftreiniger verfügen würden», sagt Beat Fasnacht. Er betont, dass die Geräte eigentlich gar nicht neu seien, sondern zum Teil schon seit Jahrzehnten auf dem Markt sind. Almedica trage aber zusammen mit den Herstellern dazu bei, diese Geräte kontinuierlich für neue Einsatzgebiete zu optimieren. Er selber habe in der Vergangenheit Desinfektionsmittelspender oder Luftreiniger schon für die Grippesaison empfohlen. «Ich kämpfte bereits vor 25 Jahren dafür, solche Geräte einzusetzen.»

Keine Bakterien, keine Viren

«Almedica ist ein typisches KMU», sagte CEO Marcel Schneider. «Aber wir sind daran, das Team zu verstärken.» Und er fügt zur Erklärung an: «Der Hygienebereich ist weiterhin ein Nischenmarkt.» Aber die Pandemie habe gezeigt, dass es ein Markt mit Zukunft ist. 

Die Galmizer Firma hat selber nur eine Produktionsstrasse. Dort stellt sie ihr einziges eigenes Produkt her: einen Kleinbrutschrank. Dieser ist vom Aussehen her einem Mikrowellenofen nicht unähnlich und geht auf die Ursprünge der Firma zurück: die medizinische Diagnostik. Mit diesem Gerät ist der Nachweis von Bakterien, Hefen und Pilzen möglich. Diese sind in den Räumlichkeiten eines Betriebs normalerweise unsichtbar. Stellt man aber Abstriche zum Bebrüten in den kleinen Schrank, so vermehren sich darin die Keime oder Bakterien und werden sichtbar. Firmen können diese Hygienetests einfach selber vornehmen und so feststellen, wo es bei der Hygiene in ihrem Betrieb Lücken hat. 

CEO Andreas Schneider mit dem von Almedica entwickelten Kleinbrutschrank.
Charles Ellena

Schwachstellen aufdecken

Am Anfang lag der Anwendungsbereich vor allem bei Arztpraxen oder in Spitälern, wie Beat Fasnacht erklärt. Später weitete er sich auf Restaurants, Hotels, Schwimmbäder, Garderoben und Schulen aus. Waren die Nachweise früher vor allem auf Oberflächen ausgerichtet, können sie nun auch für die Luft oder für Flüssigkeiten gemacht werden. «Es geht darum, Infektionen zu verhindern», so Fasnacht. «Wo sich keine Keime oder Bakterien festsetzen, hat auch das Coronavirus keine Chance.»

Aus diesem Basisprodukt hat Almedica über die Jahrzehnte ein Know-how im Hygienebereich aufgebaut, das die Firma auch für umfassende Hygienekonzepte bei Kunden zum Tragen bringt. Das beginnt mit Hygienekontrollen beim Kunden vor Ort. Daraus ergeben sich Risikoanalysen mit potenziellen Schwachstellen wie zum Beispiel Türklinken oder Kaffeemaschinen. Aus diesen Erkenntnissen können sich dann gesamtheitliche Verfahren zur Hygieneoptimierung bis hin zum Hygienezertifikat entwickeln. Die Hygieneexperten von Almedica machen 200 bis 250 Audits im Jahr, so Schneider.

Breite Palette im Shop

Zum Anbieten einer gesamtheitlichen Lösung mit entsprechenden Produkten ist Almedica auf Partner angewiesen, die gewisse Produkte herstellen. Bei der Neuentwicklung oder der Optimierung von Produkten kann Almedica mit einem eigenen Labor unterstützend mitwirken. 

So bietet die Firma in ihrem Produktangebot auch online fast alles an, was es braucht, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern. Dies beginnt bei den Covid-19-Tests und reicht bis zu den erwähnten Ultraschall-Verneblern und der UV-C-Desinfektion. Dass diese Produkte und Konzepte wirken, dafür ist das Unternehmen selber das beste Beispiel: Seit Beginn der Pandemie hat sich noch kein Almedica-Mitarbeiter mit dem Coronavirus angesteckt.

Im Galmizer Kantonsschild wendet Firmengründer Beat Fasnacht die Almedica-Konzepte an. Das Restaurant dient derzeit als Firmenkantine.
Charles Ellena

Wirtschaftskrise

Boom bei Almedica, Flaute im Restaurant

Während der Unternehmer Beat Fasnacht mit der Firma Almedica durch die Gesundheitskrise von einer stark gesteigerten Marktnachfrage profitieren konnte, wurden andere Betriebe von ihm durch die Pandemie stark beeinträchtigt. So führt Fasnacht weiterhin das Restaurant Kantonsschild in Galmiz. In diesem Restaurant werden zwar die Hygienekonzepte von Almedica umgesetzt, und es habe auch nie ein gesundheitliches Problem gegeben, aber den Weisungen des Bundes und des Kantons war auch dieser Betrieb ausgesetzt. «Das Kantonsschild war in der ganzen Zeit nie geschlossen», so Fasnacht. Das Restaurant habe stets als Kantine für die Mitarbeiter von Almedica gedient, und nun empfängt es auch Handwerker. Zudem bietet das Kantonsschild einen Take-away-Service an, und es beliefert eine Kita in Kerzers. Dennoch mache der Umsatz nicht einmal zehn Prozent des Normalbetriebs aus, sagt Fasnacht. So habe auch er für das Personal des Restaurants Kurzarbeit einführen müssen. 

Im Almedica-Gebäude betreibt Fasnacht zudem das Tri-Care-Santé-Körperpflegezentrum insbesondere für Senioren. Dieses umfasst neben einem Coiffeur-Salon, einer Fusspflegepraxis und einem Massagebereich auch ein Fitnessstudio. Die Fitnessbranche ist wie die Gastronomie besonders stark von den Pandemie-Massnahmen betroffen. Kommt dazu, dass die Kundschaft für die Körperpflege und den Coiffeur-Salon zum grossen Teil ausbleibt, wenn der Fitnessbereich in Galmiz geschlossen ist. uh

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