Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Der andere Weg zur Profi-Karriere

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

2013 zog Gottéron-Junior Vincent Dekumbis aus, um in Nordamerika den Traum vom Eishockey-Professional zu verwirklichen. Als 15-Jähriger spielte der Freiburger in ­Calgary in der Canadian Sport School Hockey League. Es war die erste von nunmehr sechs Ligen, in den Dekumbis seither aktiv gewesen ist. Von den Las Vegas Storms und den Valencia Flyers (beide Western States Hockey League/WSHL), den Texas Jr. Brahmas (North American Tier III Hockey League/NA3HL), den Lone Star Brahmas (North American Hockey League/NAHL) sowie den Northern Cyclones (National Collegiate Developement Conference/NCDC) stiess der linke Flügelstürmer letztes Jahr zur Lawrence University in Appleton im US-Staat Wisconsin. Mit dieser spielt Dekumbis in der NCAA III, der zweithöchsten Klasse der National Collegiate Athletic Association (die Division II wurde 1999 wegen mangelnder Teilnehmer aufgelöst). Über die NCAA organisieren die nordamerikanischen Hochschulen ihre renommierten Sportprogramme im Eishockey, Basketball oder American Football. In der Regel gehören die grösseren Universitäten der Division I an, während kleinere Schulen wie die Lawrence University im Eishockey in der Division III antreten.

Stipendium nur für die akademische Ausbildung

«Es ist exakt der Weg, den ich für mich geplant hatte», erklärt der heute 21 Jahre alte Vincent Dekumbis. «Im Gegensatz zur Schweiz konnte ich statt drei noch vier Jahre auf Juniorenstufe spielen. Ich hatte zwei tolle Jahre in Las Vegas in einer guten Organisation. Es folgten zwei Saisons in Dallas, wo ich die Chance erhielt, in der NAHL zu spielen.» Es war auch in Texas, wo sich Dekumbis in einem Showcase für die Lawrence University empfehlen konnte. «Im Vergleich zu anderen ist bei dieser Universität der Sport sekundär. Was zählt, sind die Noten.» Dank seinen guten Zensuren in der High School erhielt der Freiburger ein Stipendium für die akademische Ausbildung. Die Kosten für das Eishockey muss der Wirtschaftsstudent allerdings selber tragen. Gut 10 000 Franken hat er pro Studienjahr zu berappen. Viel Geld, das er auch über ein Crowdfunding einzuholen versucht.

Training um 5.30 Uhr

Derweil viele Schweizer Eishockeyspieler im Alter Dekumbis’ längst in Profi-Ligen im In- und Ausland auf höchstem Niveau für Furore sorgen, gehört dieser auf Stufe NCAA III zwar zu den konstanten Skorern (21 Partien, 14 Punkte), die ganz grosse Bühne scheint indes weit entfernt. Dekumbis aber glaubt weiterhin an die Profi-Karriere. «Sie ist nicht unmöglich. Von den vier Spielern, die im vergangenen Jahr ihre letzte Saison mit Lawrence in der NCAA III bestreiten konnten, haben es drei ins Profi-Eishockey geschafft.» Allerdings ist dabei die Rede nicht von der National Hockey League oder der American Hockey League, sondern etwa von der drittklassigen East Coast Hockey League – eine Liga, in der sich nicht das grosse Geld verdienen lässt.

Trotz dieser mitunter wenig aussichtsreichen Perspektiven: Entmutigen lassen will sich der technisch versierte und schnelle Dekumbis nicht. Vielmehr klammert er sich an Werdegänge wie jenen von Tyler Moy. Der Kanadier mit einem Schweizer Pass hat über die NCAA den Weg bis in die National League zum HC Lausanne gefunden. «Der Halbbruder von Moy ist ein Teamkollege von mir. Moy ist ein typisches Beispiel dafür, wie der Weg eben auch verlaufen kann.» Um Ähnliches zu erreichen ist Dekumbis bereit, Opfer zu bringen. So ist das Eishockey-Training auf 5.30 Uhr angesetzt, bevor es in die Vorlesungen geht. Nach dem Studium steht dann am späten Nachmittag jeweils noch ein Kraft- oder Konditionstraining an. «Das Programm ist schon ziemlich hart, aber daran habe ich mich gewöhnt.»

Zukunft in der Swiss League?

Dekumbis ist fest entschlossen, sein Wirtschaftsstudium in den USA abzuschliessen – und falls es mit dem Eishockey nicht klappen sollte, allenfalls auch in einem anderen Beruf das Leben in Übersee weiterzuführen. «Ich fühle mich in den USA und der Schweiz gleichermassen zu Hause.» Nicht ausgeschlossen ist für ihn aber auch schon zu einem früheren Zeitpunkt die Rückkehr in die Heimat. «Als ich Freiburg damals verlassen habe, war ich Weg vom Radar. Seit ich jedoch in der NCAA spiele, hatte ich einige Kontakte mit Schweizer Clubs, etwa mit Teams aus der Swiss League.» Und so lebt Dekumbis’ Traum von der Profi-Karriere weiter.

David Aebischer

Klassisch im Draft gezogen

Mit David ­Aebischer spielt neben Vincent Dekumbis zurzeit ein zweiter junger Freiburger in Übersee Eishockey. Der 18-jährige Verteidiger aus Heitenried geht im Gegensatz zu Dekumbis jedoch einen klassischen Weg. Der frühere Got-téron-Junior wurde im Sommer von den Gatineau Olympiques, einem Team der prestigeträchtigen Quebec Major Junior Hockey League, im Draft gezogen. Nachdem ­Aebischer über Neujahr mit der Schweizer U20-Nati WM-Vierter geworden war, hat sich seine Eiszeit im Verein zuletzt weiter erhöht. Der junge Freiburger steht in 41 Partien bei 21 Skorerpunkten und hofft nun im Sommer im NHL-Draft gezogen zu werden.

fs

Kommentar (0)

Schreiben Sie einen Kommentar. Stornieren.

Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Die Pflichtfelder sind mit * markiert.

Mehr zum Thema