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«Der Rechtsrutsch ist richtig und nötig»

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 Für die wiedergewählte SP-Nationalrätin Valérie Piller Carrard war der gestrige Wahlsonntag aus zwei Gründen Nervenkitzel pur: Zum einen war lange unklar, ob die SP ihr drittes Mandat würde verteidigen können, zum anderen lieferten sich Piller Carrard und ihre Parteikollegin Ursula Schneider Schüttel während mehreren Stunden ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Als klar wird, dass Piller Carrard ein weiteres Mandat in Bern anhängen kann, hält sich ihre Freude dennoch in Grenzen: «Es ist kein schöner Sieg. Dass ich das Rennen gemacht habe, ist letztlich ein Zufall.» Auch der Sozialdemokrat Jean-François Steiert, ebenfalls wiedergewählt, spricht von getrübter Freude: «Mein Kampf für das, wofür mich meine Wähler gewählt haben, wird schwieriger werden.» Der Verlust des dritten SP-Mandats versteht Steiert als die «Summe von Verlusten»–und spricht dabei auf den Absturz der CSP, der Listenpartnerin der SP, an.

 Bedauern da, Freude dort

Während die Linke betrübt ist, jubelt die Rechte: Jean-François Rime, wiedergewählter SVP-Nationalrat und sonst eher bärbeissig im Auftreten, wirkt umso heiterer, je mehr sich der Sitzgewinn für die Volkspartei abzeichnet. «Nun ist die SVP auch im Kanton Freiburg die grösste Partei»–und habe also mit der SVP auf nationaler Ebene gleichgezogen. Der zweite Sitz sei aber nicht nur dem schweizweiten Aufwind zu verdanken. «Wir hatten einfach eine gute Liste.»

Der wiedergewählte FDP-Nationalrat Jacques Bourgeois freut sich indes nicht über einen weiteren Parteigenossen an seiner Seite, sondern über einen zweiten Berufsgenossen: Sowohl er als auch Pierre-André Page sind Landwirte. Gleichzeitig freue er sich aber auch über das gute Abschneiden der Rechten im Allgemeinen: «Der Rechtsrutsch ist für die politischen Themen in der nächsten Legislatur nicht nur richtig, sondern auch nötig.»

 Erfahren und bodenständig

CVP-Nationalrat Dominique de Buman wurde ebenfalls wiedergewählt–mit dem besten Resultat seiner Karriere, wie er nicht ohne Stolz betont. Auch auf den Sitzerhalt seiner Parteikollegin Christine Bulliard-Marbach angesprochen, übt er sich nicht in Bescheidenheit: «Mein persönliches Glanzresultat hat mitgeholfen.» Bulliard, der nach ihrer Wahl sichtlich ein Stein vom Herzen fiel, verweist indes vielmehr auf die Junge CVP: Sie hatte in ihrem Wahlkampf oft mit den Jungen zusammengearbeitet. «Diese Zusammenarbeit war entscheidend.»

 Den neu gewählten SVP-Vertreter Pierre-André Page kennen alle bisherigen und wiedergewählten Freiburger Nationalräte–vor allem aus gemeinsamen Zeiten im Grossen Rat. Auf den neuen Kollegen angesprochen, attestieren ihm alle politische Erfahrung, ein angenehmes Auftreten und Bodenständigkeit. Valérie Piller Carrard äussert allerdings Bedenken: «Ich hoffe, er bleibt so, wie er ist. Sind die SVPler einmal in Bern, werden sie sofort auf Kurs getrimmt.»

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