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Die Begegnungszone ist aufgegleist

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Im Stedtli von Murten ist eine Begegnungszone geplant. Beim Projekt der Gemeinde Murten stehen sich verschiedene Interessen gegenüber: jene der Detaillisten, jene der Anwohner, der Fussgänger sowie der Autofahrer, und nicht zuletzt jene der Tourismusbranche. Nun hat die Gemeinde den Plan vorgelegt, den die generalrätliche Arbeitsgruppe «Verkehr, Parkierung, Begegnungszone» innert zwei Jahren erarbeitet hat.

Zusammen mit Parkhaus

Laut Ursula Schneider Schüttel, Vize-Stadtpräsidentin von Murten, betrifft eine der markantesten Veränderungen gegenüber heute den Pfisterenplatz an der Schulgasse. «Dort entsteht ein fast autofreier Platz, welcher als Ort der Begegnung gestaltet werden kann.» Zudem sei die Reduktion der Parkdauer auf 20 Minuten eine markante Veränderung. Nach dem Bau des Parkhauses Ost sollen nur noch Kurzzeitparkierer im Stedtli Platz finden. Die Begegnungszone mit Tempo 20 wird aber erst eingeführt, wenn das Parkhaus Ost mit 300 Parkplätzen steht. Der Generalrat wird Mitte Oktober über einen Planungskredit für das Parkhaus zu entscheiden haben.

«Das Projekt zeugt nicht von grossem Mut», sagt Lorenz Fivian (GLP) zum Plan. Es seien keine grossen Veränderungen gegenüber dem aktuellen Stand auszumachen. Fivian bezeichnet den Wurf als «nicht visionär». Sein Parteikollege Martin Leu ist derselben Meinung: «Das kann ich nur bestätigen.» Im Namen des Initiativkomitees «Verkehrsfreie Hauptgasse in Murten» will sich Leu noch nicht zu den Plänen äussern. Dafür brauche es noch Zeit.

Die Sprecherin des Komitees «Für ein lebendiges Murten», Christine Jakob, sagt auf Anfrage, dass sie glücklich seien darüber, dass die generalrätliche Arbeitsgruppe ihren Vorschlag der Verkehrsführung übernommen habe. «Schade finden wir hingegen, dass die Anzahl Parkplätze massiv reduziert werden soll.» Die Aktionsgruppe «Für ein lebendiges Murten» will genau das Gegenteil der «Verkehrsfrei»-Initianten erreichen: Sie setzen sich dafür ein, dass die Autos auch künftig durch das Stedtli fahren dürfen.

Keine raschen Änderungen

«Es ist gut, dass die Gemeinde nun ein Konzept vorgelegt hat», sagt Stéphane Moret, Geschäftsleiter von Murten Tourismus. Er begrüsst die Idee einer Begegnungszone im Zusammenhang mit dem neuen Parkhaus. Zum detaillierten Vorschlag der Gemeinde möchte er sich jedoch noch nicht äussern. «Während der Tourismussaison ist der Parkplatzmangel gut zu spüren.» Die Altstadt sei ein aktives und erlebnisvolles Shopping-Zentrum, das bis jetzt gut funktioniere. «Strukturelle Veränderungen sollten nicht zu radikal sein, so dass die Besucher und die Geschäfte Zeit haben, sich anzupassen», sagt Moret.

Zum Vorwurf der GLP-Vertreter, dass das Projekt nicht von grossem Mut zeuge, sagt Schneider Schüttel: «Ja, das ist so.» Es hätte mutigere Lösungen gegeben, mit einem grösseren Schritt Richtung weniger Verkehr. «Die Ängste, namentlich der Detaillisten, sind allerdings so gross, dass eine mutige Lösung nie von einer Mehrheit mitgetragen und somit letztlich alles beim Alten bleiben würde.» Der Entscheid des Gemeinderates sei immerhin ein erster Schritt für ein Stedtli mit weniger Verkehr.

Projektplan: Zufahrt von beiden Seiten in die Murtner Altstadt

D er Projektplan, den die Gemeinde Murten am Dienstag verschickt hat, und deshalb auch der Bericht in den FN von gestern waren nicht korrekt. Richtig ist, dass der Zugang zum Stedtli mit dem Auto auch nach Einführung der Begegnungszone weiterhin sowohl von Ost als auch von West möglich sein soll. Der Privatverkehr (blaue Pfeile auf dem Plan) verkehrt von Westen in die Schaalgasse und von Osten in alle drei Gassen. Damit wird die Rathausgasse neu zu einer Einbahnstrasse. Die Anlieferungen hingegen können auch in die Gegenrichtungen (grüne Pfeile) erfolgen. emu

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