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Die Lösung für den Fremdsprachen-Unterricht

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FN vom 28. August.

 

Der Kanton Nidwalden möchte dem Kanton Thurgau folgen und in den Primarschulen nur noch eine Fremdsprache unterrichten. Diese Fremdsprache soll Englisch sein.

Soll mich das als Fremdsprachendidaktikerin nun entrüsten, erstaunen oder gar verärgern? Es belustigt mich, denn jetzt ist wieder einmal die Zeit gekommen, wo die perfekten Lösungen für alle Fremdsprachenprobleme in den Primarschulen präsentiert werden. Zuerst eine Thurgauer Politikerin in der «Tagesschau»: «Ja wissen Sie, dieser Französischunterricht ist nicht

entscheidend für den Zusammenhalt der Schweiz. Wir müssen mit den Romands nur kommunizieren, mit ihnen in Kontakt sein, Austausch pflegen.» Sagt es und lächelt erfrischend in die Kamera.

In der «NZZ am Sonntag» kennt Manfred Papst die lerntheoretische Lösung für den Fremdsprachenunterricht und schreibt: «Wer sich eine fremde Sprache wirklich aneignen und nicht nur ein bisschen in ihr parlieren will, der muss sie von ihrer Struktur her verstehen. Dazu braucht er ein analytisches Instrumentarium. Eine exakte Kenntnis der Muttersprache ist unabdingbar. Auch das Lateinische mit seiner kristallinen Morphologie kann hilfreich sein.» Einige Zeilen weiter macht er sogar einen didaktischen Vorschlag für die Eltern: «Wer will, dass seine Kinder früh und gründlich mehrere Sprachen lernen, der muss sie entweder selbst mehrsprachig erziehen oder an eine mehrsprachige Schule mit den entsprechenden Native Speakers schicken.» Es werden weitere Rezepte folgen und es wird wiederum viel Tinte fliessen.

So weit, so gut. Ein Kern von Wahrheit steckt wohl in jeder dieser «Lösungen». Das Problem liegt darin, dass ich den Eindruck nicht loswerde, dass man irgendwo in der Schweiz ein Antiquariat für Fremdsprachendidaktik eröffnet hat. Da ist doch der Vorschlag von Peter Achten (freier Asienkorrespondent in Peking) weit innovativer. In einem Artikel von «Journal 21» schreibt er: «Insgesamt wäre bei der ganzen Schweizer Sprachdiskussion wohl mehr Gelassenheit gefragt. Aus der Ferne ein freundeidgenössischer Vorschlag zur Güte: flächendeckende Einführung von Frühromanisch als erste Fremdsprache. Im Tessin, der Romandie und der Deutschschweiz.» Das wäre doch die Lösung, Herr Bundesrat Berset!

 

«Ich werde den Eindruck nicht los, dass man irgendwo in der Schweiz ein Antiquariat für Fremdsprachendidaktik eröffnet hat.»

 

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