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«Die neue Käserei ist ein Meilenstein für die Landwirtschaft im Oberland»

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«Ein Freudentag, ein Meilenstein, ein Schmuckstück»: Am Samstag gab es in Plaffeien viel Lob für die neue Käserei. An der Einweihung richtete die Käsereigenossenschaft ihren Blick auch zurück auf ihre Anfänge vor 100 Jahren.

Am Samstag fanden im Sensebezirk viele Feste und Anlässe statt. Eine Grossveranstaltung ging im Quartier Bifang in Plaffeien über die Bühne. Dort ist die neue Käserei eingeweiht worden. Weit mehr als 1000 Leute folgten der Einladung, sich vor Ort ein Bild der Produktionsstätte zu machen. Sie bestaunten etwa die drei Milchkessi, in denen am Morgen noch konventionelle und Biomilch verarbeitet worden war, sowie die 17 Meter lange Triplex-Käsepresse. Nicht nur Kinder rümpften im Raum mit der Salzlake ob dem scharfen Geruch ein wenig die Nase und staunten nicht schlecht, als der Käseroboter die schweren Käselaibe aus dem Regal hob.

Im Käsekeller sorgt der Roboter für Staunen.
Foto Charles Ellena

Mut der Vorfahren

Es hatte viele Jahre gedauert und unzählige Gespräche benötigt, bis der Neubau zustande gekommen war. Markus Bapst, Präsident der Käsereigenossenschaft, erinnerte in seiner Ansprache daran, dass Mut und Engagement seit vielen Jahrzehnten zur Genossenschaft gehören. Er ehrte die Vorfahren, die sich in der Vergangenheit für eine gute Vermarktung ihrer Milch eingesetzt hatten.

Markus Bapst, Käsereipräsident, ehrte den Mut der Vorfahren der Genossenschaft.
Foto Charles Ellena

Das 100-jährige Bestehen feiert eigentlich die Käserei Bühl. Unter dem neuen Namen Käsereigenossenschaft Plaffeien liefern aber auch die Produzenten der früheren Käsereien Brünisried, Zollhaus und Niederried ihre Milch in die neue Käserei. Eine Jubiläumsschrift geht auf die Details der bewegten Geschichte ein. Markus Bapst sagte: 

Den Mut der Vorfahren haben auch die heutigen Genossenschafter gezeigt, als sie sich dem Grossprojekt stellten.

Der Erfolg gibt den Landwirten recht. Heute werden rund vier Millionen Kilogramm Milch in der modernsten Käserei des Sensebezirks verarbeitet. Käser Julien Jungo hat vor vier Monaten den Betrieb aufgenommen. Bei der Taxierung nach sehr strengen Kriterien hat die Sortenorganisation seinem Gruyère AOP bereits wieder 19 der 20 maximal möglichen Punkte attestiert.

Wichtiger Wirtschaftszweig

Oberamtmann Manfred Raemy unterstrich in seiner Botschaft die Bedeutung des ersten Wirtschaftssektors für den Sensebezirk. Von kantonal 6200 Vollzeitstellen entfallen 1100 auf den Sensebezirk. «Das zeigt, dass sehr viele Leute in der Land- und Forstwirtschaft ihr Geld verdienen.» Dies, obwohl Preisdruck, Fachkräftemangel und zunehmende Betriebsschliessungen ihnen viele Herausforderungen auferlegen würden.

Ähnlich formulierte es auch Daniel Bürdel, Syndic von Plaffeien:

Für die Gemeinde und das Sense-Oberland ist dies ein wichtiger Meilenstein in der Dorfgeschichte.

Die Landwirtschaft sei für die Region sehr wichtig, deshalb habe sich die Gemeinde auch für die Standortsuche eingesetzt und die Erschliessung des Geländes finanziert. Raumplanerisch sei es nicht einfach gewesen, eine gute Lösung zu finden.

Viele Herausforderungen

Baukommissionspräsident Hanspeter Bellorini (r.) mit Staatsratspräsident Didier Castella.
Foto Charles Ellena

Staatsratspräsident Didier Castella bezeichnete die neue Käserei als Schmuckstück:

Sie ist ein perfektes Beispiel für Innovation im Dienste der Produktion.

Der Gruyère sei ein Produkt mit Wertschöpfung für die Landwirtschaft, das verarbeitende Gewerbe, den Tourismus und den Vertrieb. Er sei überzeugt, dass die Herausforderungen wegen des Rückgangs des Gruyère-Exports durch die Qualität des Produkts, dem Engagement der Landwirte und der starken Marke gemeistert werden könnten. «Mit dem Klimawandel wird die Arbeit der Milchbauern noch erschwert», sagte Castella. In einer Welt, die immer kritischer und anspruchsvoller, manchmal auch widersprüchlicher werde, müsse er der Gesellschaft immer wieder bewusst machen, was die Hauptaufgabe der Landwirtschaft sei, nämlich die Ernährung der Bevölkerung. Er sicherte den Landwirten seine volle Unterstützung zu, wenn es darum gehe, im Einklang mit Werten, der Landwirtschaft, dem Kanton und dem Planeten zu produzieren.

Die kleinsten Besucher konnten sich als Milchbauern versuchen.
Foto Charles Ellena

Ein Freudentag

Für «Finanzminister» Hanspeter Bellorini, wie ihn Markus Bapst bezeichnete, ist mit der Einweihung ein intensives Projekt zu Ende gegangen. Der Baukommissionspräsident hat sich nicht nur während der Bauphase mit Materialpreiserhöhungen, dem engen Zeitplan und der Einhaltung des Budgets beschäftigt, sondern war vor allem in der Planungsphase für die Lösung aller raumplanerischen Probleme und für die Geldmittelbeschaffung zuständig. Er sagte am Samstag:

Wir haben etwas Schönes geschaffen.

Die Einweihung sei ein Freudentag für die Genossenschaft und ein Meilenstein für die Landwirtschaft im Sense-Oberland.

Architekt Fredy Ryser, der seit 40 Jahren Käsereien baut, ging auf den Zeitdruck ein, unter dem der Bau realisiert werden musste. Denn die Sortenorganisation Gruyère macht der Genossenschaft Druck, möglichst rasch neue Strukturen aufzubauen oder zu riskieren, die AOP-Bezeichnung zu verlieren. 1000 Kubikmeter Beton und 1000 Tonnen Stahl sind unter anderem im Bau verwendet worden. Zum Projekt gehört ein ausgeklügeltes Wärmerückgewinnungskonzept und eigens produzierter Strom.

Das letzte Wort hatte der reformierte Pfarrer Ernst Schäfer, der seine Einsegnung unter das Motto Ehrlichkeit stellte: «Da wo Käse drauf steht, muss auch Käse drin sein.»

Kommentar (1)

  • 04.09.2023-Portman-Stolll Agnes und adolf

    ich hoffe die Plaffeier haben einen guten Erfolcg damit

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