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Eine Geschichte voller Wunder

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Marilou, Sekretärin und alleinerziehende Mutter, ist mit einem Stapel Kopien zu einem wichtigen Meeting unterwegs, als plötzlich die Metro stillsteht. Die junge Frau ist verzweifelt, doch dieser Unglücksfall bewahrt sie vor dem Tod: Auf das Gebäude der Firma wird ein Anschlag verübt – und Marilou ist dank ihrer Verspätung die einzige Überlebende.

Von einem zum anderen

In der Notaufnahme trifft sie auf den Filmproduzenten Tom, der auf dem Weg zu seiner kapriziösen Geliebten schlimm gestürzt ist, weil ihm ein Hund ins Fahrrad lief. Der Hund gehört Clara, einer Juristin, doch diese kämpft mit einer plötzlichen Allergie auf ein Veilchen-Macaron, das ihr in der Patisserie freundlicherweise ein älterer Herr überliess. Der ältere Herr ist der schwer kranke Albert, der an diesem Tag wegen des Personenschadens in der Metro das Taxi nimmt, um bei seinem Notar die letzten Dinge zu regeln. Und die schüchterne Prudence, eine Rechtsanwältin, die an diesem Tag ihre wegen einer Allergie in der Notaufnahme sitzende Chefin vertreten darf, entdeckt hochexplosive Unterlagen – eben jene, die Marilou für das Meeting kopieren sollte.

Eine Art Kettenreaktion lässt ihre Wege in einem Pariser Krankenhaus kreuzen. Dieses Aufeinandertreffen gibt der Geschichte ihren Titel. Dadurch dreht sich ihre Welt ganz unverhofft in eine völlig andere Richtung. Der Autorin gelingt es vortrefflich, amüsant und spannend die Schicksale der charakterlich sehr unterschiedlichen Figuren zu beschreiben und miteinander zu verknüpfen.

Hoffen und Bangen

Die Hauptpersonen treten abwechslungsweise als Ich-Erzähler auf. Gelingt es den Protagonisten, ihren anfänglichen Pessimismus zu überwinden und das Leben zu bejahen? Sind diese Ereignisse und Begegnungen Zufall oder Vorsehung? Die Antworten auf diese Fragen zu finden, fordert uns Leser heraus und lässt einen bis zum Schluss der Geschichte bangen und hoffen.

Liebeserklärung ans Leben

Valérie Tong Cuong präsentiert uns einen handwerklich sauber aufgebauten Roman in einfacher Sprache, eine Art Liebeserklärung an das Leben. Doch bevor dieverschiedenen Personen Glück,Liebe, Gesundheit und Arbeit finden, müssen sie regelrecht durch ein Wellental negati- ver Gefühle und Ereignisse. Tödliche Krankheit, Einsamkeit, drohende Arbeitslosigkeit, Rassismus, Liebeskummer und dergleichen mehr wollen bekämpft und überwunden werden.

In der Frage, ob–und wenn ja–wie sie das schaffen, liegt die wahre Spannung dieser recht ungewöhnlichen Geschichte. Wenn sie auch etwas gar konstruiert daherkommt, ist sie nicht fern von jeder Realität, jedenfalls was das Szenario des Terroraktes anbelangt. Der Anschlag auf die Redaktion von «Charlie Hebdo» ist – zumindest in der französischen Hauptstadt – noch nicht vergessen.

Valérie Tong Cuong:Der Tag, als wir die Erde drehten, Roman, München: Thiele, 2015.

Aldo Faselist Leiter der Volksbibliothek Plaffeien-Oberschrot-Zumholz.

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