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Ende

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Samstag in einer Woche endet, wo alles einst seinen Anfang fand:

 

 Heilig, heilig ist dein Tempel, / Der war und ist und ewig bleibt / Die ganze Schöpfung singt und preist dich, / Wenn der Tag dem Ende neigt.

 

 Im Dezember 1998 stand ich zum ersten Mal hier auf der Bühne. In jugendlichem Übermut schrieb ich 18 Songs plus amateurhafte Partituren und Arrangements für Bläser, Streicher, Klavier und Chor. Ich scharte ein zwanzigköpfiges Orchester um mich, nannte es «das Kummerorchester» und gab mir den Namen «Gustav».

 

 Lasst mich durch, oh schwarze Pforten / Lasst mich ein ins Sündenreich, / Wer durch eure Tore schreitet / Steigt aus der Asche–Phoenix gleich.

 

 Ein Konzerthaus beeinflusste früher stark die lokale Musikszene und hat sie so mitentwickelt. Heute orientieren sich junge Bands selten an ihren Clubs. Die meisten Konzertlokale, in denen ich schweizweit auftrete, haben sich der ganzen Musik- und Partyszene geöffnet. Da spielt Mitte Woche eine Indie-Punkband aus New York, am Tag darauf Beatrice Egli, und am Samstag gibt’s eine tolle Orange-RedBull-Party für Pickelkids. Nicht so in unserer Hauptstadt und dort im Düdinger Abseits, unten am See.

 

 Meine Augen haben gesehen / Das Licht, das du den Heiden bringst, /Durch dich brechen Dämme auf / Wenn du zu deinen Jüngern singst.

 

 Vor fast genau einem Jahr, am 28. September, trat ich zum ersten Mal mit drei überaus versierten Multiinstrumentalisten aus Bern, Neuenburg und Zürich und mit meinen neuen Songs auf. Dort am Ufer des Thunersees, nachdem Polo Hofer mit Sauerstoffsonde–den Defibrillator griffbereit–seine Alpenrosen zum Welken brachte. Ich konnte noch keinen einzigen Text, die Musiker und ich waren voll in den Vorbereitung für die Clubtour, alles u huere holprig, rau und unsicher – aber nach Polos Dyspnoe-Gegrunze waren alle froh um etwas Lebensfreude. Fünfzig Konzerte später quer durch die Schweiz komme ich nun nach Hause. Dort wo alles seinen Anfang fand.

 

 Heilig, heilig ist dein Tempel, / Der war und ist und ewig / bleibt / Ich will dich preisen und lobsingen / Bevor alles seinem Ende neigt.

 

Pascal Vonlanthen alias Gustav ist Musiker und lebt in Freiburg. Als Kulturschaffender ist er in einem FN-Kolumnistenkollektiv tätig, das in regelmässigem Rhythmus frei gewählte Themen bearbeitet. Sein letztesKonzertder Holy-Songbook-Tour findet am Sa., 20. September, um 21 Uhr im Fri-Son in Freiburg statt.

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