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Enttäuschung – aber auch viel Zuversicht

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Als ihre Saison am späten Dienstagabend in Lugano ein jähes Ende nahm, wirkten viele Spieler von Gottéron dem Verdikt entsprechend enttäuscht, aber dennoch erstaunlich gefasst. Die Tessiner seien verdient in den Halbfinal eingezogen, so lautete der allgemeine Tenor im Lager der Freiburger. «Uns fehlte wie schon in den Spielen zuvor das gewisse kleine Etwas, um uns durchzusetzen. Sicherlich, oft lief der Puck für Lugano, aber die Tessiner waren in den Schlüsselmomenten eben auch das bessere Team. Lugano hatte Vorteile im Power- und Boxplay», rückte Julien Sprunger die Special Teams ins Zentrum seiner Analyse, die speziell in den Playoffs von entscheidender Bedeutung sind. «Da müssen wir schon ehrlich sein. Ist unser Unterzahlspiel während der Qualifikation noch das Beste der Liga gewesen, konnten wir uns diesbezüglich in den Playoffs genau gleich nicht steigern wie bei den Bullys, die zuvor ebenfalls zu unseren Stärken gehört hatten.» Gewiss habe der verletzte Blueliner Yannick Rathgeb und sein gefürchteter Slapshot im Powerplay gefehlt, das dürfe aber keine Entschuldigung für das Ausscheiden sein. «Auch Lugano verlor vor den Playoffs verletzungsbedingt drei seiner Schlüsselspieler.» Sprunger selbst war kurz vor der Viertelfinal-Serie nach überstandener Gehirnerschütterung in die Mannschaft zurückgekehrt und konnte noch nicht den Einfluss nehmen, den der Skorer üblicherweise ausüben kann. «Es ist nicht einfach, den Rhythmus für die intensivste Phase der Meisterschaft zu finden, wenn du 30  Spiele am Stück verpasst hast. Ich hatte keine Zeit, um mich heranzutasten», erklärte Sprunger, der dies aber nicht als Ausrede verstanden haben wollte. «Ich war zu 100 Prozent fit, als ich zurückgekommen bin.»

Neuenschwanders Dernière

Mit dem Scheitern in den Viertelfinals endet für einige Spieler zugleich ihr Engagement in Freiburg. Verteidiger Lorenz Kienzle beispielsweise, gegen den gestern ein ordentliches Verfahren aufgrund eines Stockschlags gegen den Finnen Jani Lajunen eröffnet wurde, zieht es nach zwei Jahren mit Gottéron zurück ins Tessin zu Ambri. «Ich will die Verdienste Luganos sicher nicht schmälern, aber das Glück war in dieser Serie nicht auf unsere Seite», sagte der Schaffhauser, der den Tessinern attestierte, dass sie eben dorthin gegangen waren, wo es wehtut.

Caryl Neuenschwander, dessen Karriere nach drei Meistertiteln mit dem SC Bern und fast 900 Spielen in der National League am Dienstag ihren Abschluss fand, bedauerte seinerseits die fehlende Abgeklärtheit seiner Mannschaft. «Es fehlte nicht viel gegen dieses Lugano, letztlich entschieden nur Details.» Zudem habe Lugano-Torhüter Elvis Merzlikins sehr gut gespielt – so wie Barry Brust auch, schob der exemplarische Teamplayer nach, auch wenn er wohl wusste, dass dies nicht ganz den Tatsachen entsprach. Nach ein, zwei Wochen Pause werde für ihn ein neues Leben beginnen, führte der 34-jährige Stürmer, der fortan im Treuhandbereich arbeiten wird, weiter aus. Vermissen am Eishockey werde er in erster Linie die Teamkollegen, denen er eine vielversprechende Zukunft prophezeit. «Die Basis für künftige Erfolge ist gelegt.» Dies sah Kienzle genauso: «Der Trainer­staff um Mark French hat bereits sehr viel bewirkt, und er wird noch einiges mehr bringen. Gottéron wird nächste Saison sicher noch stärker sein.» Er verlasse Gottéron mit einem lachenden und einem weinenden Auge. «Natürlich freue ich mich, zu meiner Familie ins Tessin zurückzukehren, gleichzeitig hatte ich es aber wirklich cool hier in Freiburg. Alles ist sehr familiär und freundlich.»

Fortschritte erzielt

Trotz der Enttäuschung über das Ausscheiden wollte auch Captain Julien Sprunger nicht alles negativ sehen. «Im Vergleich zur letzten Saison konnten wir grosse Fortschritte erzielen. Es wird jetzt einige Wechsel im Team geben, aber nachdem wir vor einem Jahr im grossen Stil aufgeräumt haben, steht inzwischen ein interessantes Konstrukt an Spielern. Die Basis für eine erfolgreiche Zukunft ist gelegt.»

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