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Extrem, diese Extreme

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Manchmal gehen sie mir auf den Wecker. Geschwürartig überwuchern sie Gesellschaft und Politik. Die Extreme. Kaum ein Bereich, wo sie sich nicht diametral gegenüberstehen. Beide Seiten kennen die ausschliessliche Wahrheit und dreschen aufeinander ein. Woher das kommt, weiss ich nicht. Vielleicht davon, dass wir uns von einer Sache eine Meinung bilden können, ohne sie verstanden und durchschaut zu haben? Oder ist uns am Ende das eigene Denken abhandengekommen?

Da gibt es die abartigen Fleischfresser, die Steaks von zweieinhalb Kilo verschlingen, und die Veganer, die in jedem Fleischesser einen Mörder orten. Da gibts die «Alle raus»-Verkünder und die Gutmenschen, die in jedem Immigranten einen bedürftigen Flüchtling erkennen. In der Mitte gibt es nichts. Schwarzes Loch.

Oder man denke an den Klimawandel. Da gibt es die Ignoranten, die glauben, dass sich das Klima nicht verändert, und diejenigen, die hinter jedem überschwemmten Keller den Klimawandel sehen und den Sündenbock gleich mitliefern: CO2. Selbst die Frau Bundespräsidentin weist in Bondo mit Nachdruck auf die Klimaerwärmung hin, obwohl es an der Abrissstelle offenbar gar keinen Permafrost gibt.

Extreme zeigen im besten Fall einen Teil der Realität, blockieren sich gegenseitig und verhindern Lösungen. Aber wie wird man selbst nicht extrem? Indem man seine Gehirnzellen braucht, nicht alles glaubt, auch «wissenschaftlich» Belegtes nicht, zwischen Tatsachen und Meinungen unterscheidet, sich proaktiv informiert und Fragen stellt. Das ist nicht bequem, aber ungemein interessant.

Es gibt Extreme, die zur Normalität werden. Einige haben das Zeug zu einer neuen Religion. Beispielsweise Klimawandel, Erderwärmung, Klimakatastrophe. Klima ist ein Sammelbegriff für alle Vorgänge in der Atmosphäre, in einem definierten Gebiet, über mindestens 30 Jahre, in Zahlen ausgedrückt. Dass sich diese Werte wandeln, ist Fakt. Daraus eine künftige Klima­katastrophe abzuleiten, ist nicht lauter, zumal das niemand nur ansatzweise voraussagen kann.

Oder C02. Auch eine Religion. Gerade 0,038 Prozent der Atmosphäre macht dieses harmlose Gas – ohne das es keine einzige Pflanze gibt – aus. Davon sind vier Prozent menschengemacht, also 0,00152 Prozent der Luft. Wie ein so geringer Anteil das ganze Weltklima auf den Kopf stellen soll, ist mir ein Rätsel. Kein Rätsel sind mir hingegen die geplanten CO2-Abgaben und die dem mittelalterlichen Ablasshandel ähnelnden Deals mit CO2-Zertifikaten, ein Milliardengeschäft.

Solches fragt und sagt man besser nicht öffentlich. Statt eine Antwort zu bekommen, wird man schnurstracks als verblödeter Banause, Klimaleugner und Verschwörungstheoretiker in die Ecke gestellt. Das erinnert doch stark an religiösen Fanatismus.

Was wir tun müssen, ist, Sorge zur Umwelt zu tragen, und das ist nicht extrem, sondern überlebensnotwenig. Ich frage mich, wie lange es (weltweit) noch dauert, bis alle kapieren, dass die Verschmutzung der Gewässer, das brutale Abholzen von ganzen Regenwäldern, der Raubbau an den Ressourcen und die ins Endlose wachsenden Abfallhalden letztlich den Selbstmord der Menschheit bedeuten. Das erinnert mich an Hubert Reeves: «Der Mensch ist die dümmste Spezies. Er verehrt einen unsichtbaren Gott und vernichtet die sichtbare Natur, ohne zu wissen, dass die Natur die er vernichtet, dieser unsichtbare Gott ist, den er verehrt.»

Beat Brülhart wohnt in Düdingen. Er ist Unternehmensberater und Trainer für Führungskräfte sowie Referent am Schweizerischen Institut für Unternehmensschulung. Als Mitglied des Gewerbeverbandes Sense ist er in einem FN-Kolumnistenkollektiv tätig, das in regelmässigem Rhythmus frei gewählte Themen bearbeitet.

 

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