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Federer 2017 stärker als Nadal

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Auf dem Papier ist Rafael Nadal die Nummer 1. Im Direktvergleich mit dem ebenso überzeugend von einer Auszeit zurückgekehrten Roger Federer hat der Spanier in diesem Jahr aber das Nachsehen. Mit einer Galavorstellung entschied Federer den Traumfinal von Schanghai in nur 72 Minuten für sich. Der 36-jährige Maestro, der gegen den Topspin-König Nadal in seiner Karriere so manche schmerzliche Niederlage einstecken musste, gewann damit auch das vierte Duell des Jahres und saisonübergreifend das fünfte in Folge und verkürzte in den Direktvergleichen auf 15:23 Siege. «Roger hat heute fantastisch gespielt», anerkannte Nadal, den Federer seit dem gemeinsamen Doppel am Laver Cup im September als guten Freund bezeichnet.

Auf einer Stufe mit Ivan Lendl

Tatsächlich glich Federers Turnierverlauf in Schanghai einem Steigerungslauf, wobei der Schweizer im Final noch einmal eine grosse Schippe drauflegte. Die Umstellung vom flach spielenden Rechtshänder Del Potro im Halbfinal zum Topspin-Tennis von Linkshänder Nadal gelang ihm ausgezeichnet. Die unerzwungenen Fehler, von denen sich zu Beginn der Woche doch einige eingeschlichen hatten, wurden gegenüber dem Dreisatzsieg gegen Del Potro am Vortag noch einmal weniger.

Gleich im ersten Game nahm Federer Nadal den Service ab, danach brachte er den ersten Satz bestechend solide und überaus offensiv spielend ins Trockene. Im zweiten Satz glückten ihm Breaks zum 3:2 und zum 6:3. Seinem Gegner, der ihn früher noch vor allem mit den hohen Topspin-Bällen auf die Rückhandseite immer wieder vor unlösbare Probleme gestellt hatte, gestand er über die ganze Partie keinen Breakball zu. Zu keiner Zeit liess sich Federer weit hinter die Grundlinie drängen, meist diktierte er das Geschehen.

«Es zahlte sich aus, dass ich früh in Schanghai war und mich gut vorbereiten konnte», befand Federer im SRF-Interview. «Ich fühlte mich von Anfang an beim Aufschlag sehr wohl, was schon die halbe Miete ist. Dazu funktionierte der Return sehr gut. Ich bin überglücklich», so Federer.

Für Federer ist es der sechste Turniersieg 2017 und der zweite am 1000er-Turnier in Schanghai nach 2014. In der chinesischen Millionenmetropole hatte er 2006 und 2007 bereits das damalige Masters gewonnen. «Ich hoffe, nächstes Jahr zurück zu sein», sagte der uneingeschränkte Publikumsliebling bei der Sieger-Zeremonie. Mit dem 94. ATP-Titel zog er in der Bestenliste mit dem zweitplatzierten Ivan Lendl gleich. Einzig Jimmy Connors (109 Turniersiege) erreichte mehr.

Nachdem sich Federer im Frühjahr im Final des Australian Open in fünf Sätzen und im August in Miami in zwei Sätzen durchgesetzt hatte, stoppte er nun mit dem dritten Finalsieg des Jahres gegen Nadal die 16 Spiele währende Siegesserie des im Ranking zur klaren Nummer 1 avancierten Spaniers. Zugleich wahrte Federer eine kleine Chance, das Jahr 2017 doch noch als Weltranglisten-Erster abzuschliessen. Er verringerte den Rückstand in der Jahreswertung auf den führenden Nadal auf 1960 Punkte. In Basel, Paris und den ATP-Finals in London kann er noch maximal 3000 Punkte sammeln.

Wiedersehen in Basel?

Er werde nun in die Schweiz reisen, auf seinen Körper und den Arzt hören und sich dann sortieren. Das grosse Ziel bleibe London. Was bis dahin das Beste sei, werde er am Dienstag oder Mittwoch mit seinem Team beraten, so Federer. Das 500er-Turnier von Basel beginnt am 23. Oktober, wo es erneut zum Duell mit Nadal kommen könnte. Allerdings deutete der Spanier an, dass er Schmerzen im Knie verspürt.

Eine Absage Nadals für die Swiss Indoors scheint deshalb wahrscheinlicher als eine von Federer. Wenn dieser nochmals eine Pause einschieben würde, dürfte er eher das Masters-1000-Turnier in Paris-Bercy in der Woche darauf als Basel auslassen.

sda

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