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Freiburger Imker ernten wegen des schlechten Wetters kaum Honig

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Das schlechte Wetter im Sommer zeigt noch immer Konsequenzen. Imker haben eine deutlich schlechtere Ernte als im Vorjahr. Sie nehmen rund zehn Prozent der Ernte des Vorjahrs ein.

Andreas Landolf, Präsident des Imkervereins Deutschfreiburger Seebezirk, hat letztes Jahr noch rund 30 Kilogramm Honig pro Bienenvolk geerntet. Heuer sind es drei bis fünf Kilogramm. Dies sei in etwa vergleichbar mit den anderen Imkerinnen und Imkern aus der Region. Vorneweg: Letztes Jahr war für Imkerinnen und Imker ein Rekordjahr. Deshalb ist ein Vergleich mit diesem Jahr verzerrt. Dennoch fällt dieses Jahr überdurchschnittlich schlecht aus. «Ich kenne Imker, die seit 30 Jahren kein so schlechtes Jahr mehr erlebt haben», sagt Andreas Landolf gegenüber den FN. 

Grund für die geringe Honigernte ist das schlechte Wetter. Die Bienen konnten nicht ausfliegen und Wiesenblumen sowie Obstbäume bestäuben. Am Montag publizierte der Schweizer Dachverband der Bienenzüchtervereine, Apisuisse, die Resultate einer Umfrage unter rund 1400 Bienenzüchtern.

Kanton Freiburg im Mittelfeld

Die «Schweizerische Bienen-Zeitung» hat den Bericht veröffentlicht. Er zeigt, dass im Kanton Freiburg dieses Jahr im Durchschnitt 6,2 Kilogramm Honig pro Volk geerntet wurden. Der Kanton Freiburg liegt damit im kantonalen Vergleich im Mittelfeld. Abgesehen vom Tessin ist 2021 in der ganzen Schweiz ein schlechtes Honigjahr. Die gesamte Jahresernte liegt im Schweizer Durchschnitt bei 7,2 Kilogramm Honig pro Bienenvolk. Im Vorjahr waren es 29,9 Kilogramm Honig.

Die Erntemenge im schweizweiten Vergleich.
Apisuisse

Regionale Unterschiede

Wie viel Honig es pro Volk gibt, ist jedes Jahr regional unterschiedlich, sagt Landolf. Die Höhenlage spiele eine grosse Rolle. «In Murten blühen die Obstbäume eine Woche früher als in Gurmels oder Salvenach», sagt Landolf. Er wisse von Imkern aus dem Sensebezirk, die gar keinen Honig ernten konnten.

Dies bestätigt Daniel Buntschu, Vizepräsident des Imkervereins des Sensebezirks. Er selbst hat ein Kilogramm Honig pro Volk geerntet. Letztes Jahr gab ein Volk zwischen 15 und 20 Kilogramm Honig. Existenziell ist das für ihn nicht. «Ich bin ein Wochenend-Imker», sagt er. Wie für andere Mitglieder in seinem Verein ist das Imkern ein Hobby. Doch die Arbeit bleibt die gleiche, und auch die Kosten ändern sich nicht. «Dieses Jahr sind die Kosten nicht gedeckt.»

Durchfüttern

Wenn die Bienen nicht ausfliegen können, müssen sie gefüttert werden. Landolf musste seine Völker nicht füttern. Auch Buntschu musste dies nicht, weil er den Völkern den Frühlingshonig als Nahrung überliess. «Imker, die im Frühling den Honig geerntet haben, mussten ihre Völker teilweise füttern.» Zu wenig Nahrung führe auch zu Krankheiten. 

Den Bienenvölkern von Buntschu und Landolf geht es gut. Für Landolf ist dies ein positiver Aspekt des diesjährigen Bienenjahrs, denn so kämen die starken Völkern gut über den Winter.

Information

Zwei entscheidende Monate

Das Wetter im April und im Mai ist entscheidend für ein gutes Honigjahr. Das geht aus dem Bericht der «Schweizerischen Bienen-Zeitung» hervor, in dem die diesjährigen Resultate der Umfrage von Bienen Schweiz, dem Imkerverband der deutschen und rätoromanischen Schweiz, publiziert wurden. Denn im April und Mai blühen die wichtigsten Nektar-Lieferanten: Obstbäume, Sträucher und Wiesenblumen. Auf der Alpennordseite waren diese zwei Monate kälter und nasser als üblich. Im Tessin hingegen war das Wetter relativ gut. Damit erklärt Apisuisse, warum es im Tessin durchschnittlich 25,9 Kilogramm Honig pro Bienenvolk gab und auf der Alpennordseite nur 7,2 Kilogramm. Da die Blüten durch die Bienen nicht bestäubt worden waren, fielen auch die Kirschen- und die Zwetschgenernte schlechter aus. sf

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