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Freiburger Kloster ehrt Heilige

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 Teresa von Avila, eine Mystikerin des 16. Jahrhunderts, inspiriert das Karmelitinnenkloster von Le Pâquier-Monbarry zur Öffnung gegenüber Laien. Priorin Anne-Elisabeth Steiger erklärt ihr Engagement mit dem Einfluss der Mystikerin Teresa von Avila auf die heutigen Karmelitinnen. Ende März wird der 500. Geburtstag der spanischen Ordensfrau begangen. «Die heilige Teresa von Avila war in ihrer Zeit sehr offen. Sie war in Kontakt mit vielen Personen und hat eine riesige Korrespondenz geführt. Und sie hat die Zeichen der Zeit gehört und dementsprechend gehandelt.» Mit diesen Worten begründet Steiger in der Radiosendung «Perspektiven» ihren Kurs der Öffnung und fügt hinzu: «Auch wir müssen auf die Zeichen der Zeit hören.» Die Gesellschaft brauche Orte wie ihr Kloster, ist sie überzeugt.

Das Kloster war noch in den 70er-Jahren streng der Klausur verpflichtet. Ein schwarzes Fenstergitter trennte die Gemeinschaft von der Aussenwelt. Heute empfängt das Kloster Medienleute und Gäste. Stressgeplagte Menschen, die sich für die Spiritualität der heiligen Teresa interessieren, suchen Ruhe im klostereigenen Gästehaus. Sie nehmen an den Gebetszeiten und Eucharistiefeiern der Klostergemeinschaft teil, nicht aber an anderen Tätigkeiten. «Auch der konfessionsfreie Mensch hat einen Durst nach Wahrheit und Geliebtsein», ist die Priorin überzeugt. Sie will solchen Menschen den Weg des inneren Gebets zeigen, um dies zu erreichen, und sie überlegt sogar, eine Schule des inneren Gebets einzuführen.

Grosse Unterstützung

Die Gemeinschaft in Le Pâquier besteht aus 15 Schwestern und weist ein relativ tiefes Durchschnittsalter auf. Dennoch will die Gemeinschaft für die Zukunft auf Laien setzen, um Teresas Visionen weiterzugeben, wie Schwester Anne-Elisabeth sagt. Es existiert ein Freundeskreis von 700 Personen, der das Kloster unterstützt, etwa bei der Einrichtung einer Guetzlibäckerei und bei Renovierungs- und Isolationsarbeiten. Die Pilger des Karmels, auch eine Laiengruppe, treffen sich im Gästehaus, um sich in die karmelitanische Spiritualität zu vertiefen und am Gebet teilzunehmen. Auch im Alltag pflegen sie das innere Gebet. Sie könnten in der Zukunft die Hauptgruppe bilden, so die Idee der Priorin.

Das Kloster feiert am 28. März den 500. Geburtstag der Ordensfrau unter dem Titel: «Teresa d’Avila, une femme audacieuse – son charisme aujourd’hui» mit einer Eucharistiefeier unter der Leitung von Weihbischof Alain de Raemy und einer Ausstellung. «Die Spiritualität von Teresa von Avila ist unser Lebensstil», sagt Anne-Elisabeth. kath.ch

 http://carmel-lepaquier.com

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