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Genf ist der neue Lieblingsgegner

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Nach der vierten Niederlage gegen den SC Bern, der vierte Sieg gegen Genf: Nur 24 Stunden nach der klaren Heimniederlage gegen den Leader konnte sich Gottéron am Samstag auffangen und gegen ein allerdings äusserst bescheidenes Servette drei weitere wichtige Punkte einfahren. Mit der Rückkehr des ursprünglichen Stammgoalies Barry Brust wirkte die tags zuvor verunsicherte Freiburger Abwehr in Genf plötzlich wieder so souverän wie Anfang Saison, und vorne schoss man laut Verteidiger Ralph Stalder jeweils zum richtigen Zeitpunkt die nötigen Tore.

Dieses Mal nahmen die offensiven Teamstützen Roman Cervenka, Andrei Bykow und Laurent Meunier die Verantwortung beim Toreschiessen auf sich, den alles entscheidenden vierten Treffer erzielte dann Killian Mottet zu Beginn des letzten Drittels und unterstrich damit seine aufsteigende Form. Mit einem Sieg und einer Niederlage können Trainer Mark French und seine Spieler mit der Wochenendbilanz zufrieden sein, während das in den letzten Jahren meist erfolgreichere Servette weiter grosse Mühe hat, unter seinem neuen Coach Craig Woodcroft in Schwung zu kommen.

Schrecksekunde für Bykow

In der gut besetzten Pati­noire des Vernets war erst gut eine Minute gespielt, da bekamen die Gottéron-Fans einige Meter vor sich eine angsteinflössende Szene zu sehen: Andrei Bykow hatte praktisch im ersten richtigen Angriff den Puck Richtung Tor von Robert Mayer geschossen, prallte danach kopfvoran in die Bande und blieb liegen, während der Gegner sofort einen Konter einfädelte. Ganze zwei Minuten lief das Spiel weiter, ehe sich die beiden Schiedsrichter die konfuse Szene vor dem Genfer Tor nochmals anschauten und richtigerweise auf Tor entschieden. Diese Szene lenkte den Match für Gottéron früh in die gewünschte Bahn, denn ein paar Minuten später – Bykow war glücklicherweise schon wieder einsatzfähig – nutzte Laurent Meunier einen Schnitzer des ehemaligen Gottéron-Verteidigers Romain Loeffel kaltschnäuzig zum 0:2 aus.

Hier geht’s zum Artikel zur Derbyniederlage vom Freitag.

Servette reagierte heftig auf diesen Rückstand und kam zu einigen Überzahlspielen. Das Anschlusstor durch Nick Spaling, er lenkte einen Weitschuss von Henrik Tömmernes unhaltbar ab, war so gesehen die logische Folge dieser starken Phase des Heimklubs. Mit ein paar guten und sicheren Paraden hielt der routinierte und sofort wieder in Hochform spielende Brust den Kasten danach sauber, bedankte sich dann jedoch nach dem Match gleich bei seinen Vorderleuten, die viele Schüsse blockten und es so ihrem Keeper etwas leichter machten, das Goalieduell auch dieses Mal für sich zu entscheiden.

Gottéron bei Gleichzahl besser

Die Kräfteverhältnisse zwischen Servette und Gottéron haben sich nach dem Ende der Ära von Chris McSorley als Genfer Coach auf diese Saison hin verschoben: Nicht nur der frühere Servette-Spieler Chris Rivera bezeichnete seine Mannschaft bei Gleichstand als besser, auch auf Genfer Seite nahm man auf der Medientribüne diesen Wechsel zähneknirschend zur Kenntnis. Das wichtige 3:1 im Mitteldrittel, das sonst ziemlich ausgeglichen und ohne viele heisse Torszenen ablief, erzielte der Sieger jedoch ebenfalls im Powerplay. Nach ein paar schlechten Versuchen, auch gegen Bern, gelang es Goldhelm Roman Cervenka – er übernahm diese Ehre von seinem angeschlagenen Landsmann Michal Birner – mit einem herrlichen Hocheckschuss seine unumstrittene Klasse einmal mehr unter Beweis zu stellen. Das dritte Freiburger Tor schockte die Genfer sichtlich, und als Killian Mottet zu Beginn der letzten 20 Minuten sogar noch nachdoppelte, war die Messe in der Genfer Eishalle gelesen. Servette konnte auf diesen Dreitorerückstand nicht mehr reagieren, und aufseiten der Gäste liess man es ebenfalls etwas defensiver angehen.

Überhaupt hatte Gottéron auch diesmal die viel weniger aggressiv als unter McSorley zur Sache gehenden Genfer im Griff, einzig der alte Haudegen Goran Bezina versuchte, wohl aus lauter Frust, seinen ehemaligen Teamkollegen Jim Slater immer wieder zu provozieren. Ohne Erfolg, denn laut Chris Rivera hatte man von Spielbeginn an den Plan, ohne allzu viele Strafen über die Runden zu kommen, und das zahlte sich offensichtlich auch im positiven Resultat am Ende aus.

Gute Basis für wichtige Woche

Wie nach der Niederlage gegen Bern blieb Trainer Mark French auch nach dem Sieg in Genf sachlich und realistisch: «Es war heute wichtig für uns, positiv zu reagieren, meine Leader gingen dabei mit dem guten Beispiel voran. Wir haben nicht eine Mannschaft wie der SCB, der jeden Abend eine Superleistung aufs Eis zaubern kann.» Auch das Spielerduo Rivera/Stalder war sich bewusst, dass das Team weiter hart arbeiten muss, um auf Playoff-Kurs zu bleiben. Die Leistung in Genf sei eine gute Basis für die beiden kommenden Gegner im St. Leonhard, die Lausanne (Dienstag) und Kloten (Freitag) heissen. Das sind eigentlich Widersacher, gegen die Freiburg als Favorit ins Spiel steigt, aber die diesjährige Meisterschaft hat schon zu oft aufgezeigt, dass hinter dem souveränen Leader Bern vieles, wenn nicht alles möglich ist. Natürlich erhofft man sich im Lager der Freiburger möglichst rasch die Rückkehr des einen oder anderen verletzten Spielers wie Julien Sprunger, Yannick Rathgeb, Sebastian Schilt oder auch Michal Birner, der allerdings nur leicht angeschlagen sein soll.

In Genf sprang unter anderem Visps Leihgabe Kevin Kühni in die Abwehrlücke, vielleicht ist der gross gewachsene Back eine Option für die nächste Saison. Er lieferte jedenfalls eine solide Partie ab.

Und Gottéron hat in Genf gegen ein limitiertes Servette gezeigt, dass mit ihm in jedem Match zu rechnen ist. Und das ist für die Zukunft des Freiburger Eishockeys ja allemal eine positive Nachricht.

Telegramm

Servette – Gottéron 1:4 (1:2, 0:1, 0:1)

6540 Zuschauer. – SR Dipietro/Vinnerborg, Altmann/Kaderli. Tore: 2. Bykow (Cervenka, Stalder) 0:1. 9. Meunier 0:2. 14. Spaling (Tömmernes/Ausschluss Slater) 1:2. 35. Cervenka (Holos, Rossi/Ausschluss Rubin) 1:3. 46. Mottet (Slater) 1:4. Strafen: 3-mal 2 plus 10 Minuten (Fransson) gegen Servette, 5-mal 2 Minuten gegen Gottéron.

Genf-Servette: Mayer; Jacquemet, Tömmernes; Vukovic, Fransson; Löffel, Bezina; Petschenig; Schweri, Richard, Simek; Wick, Hasani, Riat; Da Costa, Romy, Spaling; Rubin, Heinimann, Holdener; Traber.

Freiburg-Gottéron: Brust; Holos, Chavaillaz; Kienzle, Stalder; Glauser, Abplanalp; Kühni; Meunier, Slater, Mottet; Rossi, Bykow, Cervenka; Fritsche, Rivera, Vauclair; Neuenschwander, Schmutz, Marchon; Chiquet.

Bemerkungen: Servette ohne Bays, Douay, Gerbe, Almond, Rod (alle verletzt), Freiburg ohne Birner, Rathgeb, Sprunger, Schilt (alle verletzt). 29. Pfostenschuss von Chavaillaz. 35. Mayer lenkt Schuss von Kienzle gegen den Pfosten. 40. Tor von Romy (Offside) annulliert.

Die FN-Besten: Traber, Cervenka.

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