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Hoffnung auf Nachwuchs: Fischadler aus Galmiz hat Partnerin gefunden 

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Für das Fischadler-Wiederansiedlungsprojekt von Nos Oiseaux ist es ein Meilenstein: Der in Galmiz flügge gewordene Taurus hat eine Partnerin gefunden. Es ist das erste Fischadlerpaar seit über 100 Jahren in der Schweiz. 

Seit über 100 Jahren ist auf Schweizer Boden kein Fischadler mehr aus einem Ei geschlüpft. Das letzte Mal brütete der Fischadler 1914 hier. Beliebt waren seine Eier, und der Mensch schoss den Vogel als Jagdtrophäe. Heute ist der Fischadler geschützt, und das Wiederansiedlungsprojekt der Organisation Nos Oiseaux in Galmiz wartet mit einem Erfolg auf: Der Fischadler Taurus hat diesen Sommer mindestens fünf Wochen mit einem Weibchen verbracht, wie Wendy Strahm, Koordinatorin des Projekts, mitteilte. Die Hoffnung auf ersten Nachwuchs ist gross: «Sie waren unzertrennlich.» Sie habe nicht früher davon berichtet, um die Tiere zu schützen. «Wenn Neugierige oder Fotografen die Fischadler stören, kann das Nisten scheitern.» Das Paar hätten sie in der Dreiseenregion gesichtet. Inzwischen seien Taurus wie auch seine Partnerin in den Süden geflogen. Mit etwas Glück könnten Vogelliebhaber nächsten Sommer wieder einen Fischadler am Murtensee oder an einem anderen Gewässer der Region beobachten. 

Taurus ist im besten Alter

Taurus ist einer der Fischadler, die im Rahmen des Projekts von Deutschland und Norwegen nach Galmiz kamen und hier aufgezogen wurden, bis sie flügge waren. Die Ansiedlung von Fischadlern auf dem Areal der Strafanstalt Bellechasse läuft seit 2015. Fischadler bleiben ihrer Heimat treu: Sie kehren meist an den Ort zurück, von dem sie das erste Mal losgeflogen sind. Das Weibchen stammt gemäss ihrem Ring mit der Bezeichnung AB13 aus Ostdeutschland. Sie ist acht Jahre alt. Taurus wird nächstes Jahr fünf Jahre alt. «Also haben die beiden ein gutes Alter, um nächstes Jahr eine Familie zu gründen», sagt die Vogelexpertin.

Die Fischadler bewegen sich laut Wendy Strahm über ein grosses Gebiet: «Sie können leicht bis zu 25 Kilometer weit fliegen.» Die Organisation habe in der Region 26 Nistplattformen gebaut, damit die Fischadler eine grosse Auswahl an Nistplätzen haben. Es sei aber auch möglich, dass sich das Paar dazu entscheidet, ein eigenes Nest woanders zu bauen. «Es gibt genügend hohe Bäume in der Gegend, sodass sie einen finden können, der ihnen gefällt.»

Arthur ist noch zu jung

Über den Winter gehen die beiden aber getrennte Wege: «Fischadlerpaare wandern nicht zusammen und verbringen den Winter nicht am selben Ort», erklärt Wendy Strahm. «Normalerweise zieht das Weibchen vor dem Männchen in den Süden.» Mehrere Studien mit Vögeln, die mit Satellitenbaken ausgestattet sind, zeigten, dass die Paare den Winter nicht zusammen verbringen. «Wenn sie jedoch im Frühjahr zum Nisten zurückkehren, siedeln sie sich traditionell am selben Ort wie im Vorjahr an. Sie kehren oft fast am selben Tag zurück.»

Wendy Strahm hat weitere gute Neuigkeiten: «Wir freuen uns sehr, unseren ersten Nachwuchs in zwei Nachbarländern bekommen zu haben.» Zwei Galmizer Weibchen hätten zwei Jungtiere in Mosel in Frankreich und drei in Bayern in Deutschland ausgebrütet. Die Weibchen seien ihrer Heimat weniger treu als die Männchen, erklärt die Koordinatorin des Projekts. «Es sind die Erstgeborenen von Schweizer Fischadlern», freut sie sich. Das Galmizer Männchen Arthur, das erst drei Jahre alt ist und damit noch etwas zu jung zum Nisten, habe diesen Sommer bereits mit zwei jungen Weibchen Kontakt aufgenommen: «Aber sie sind leider noch jünger als er», so Wendy Strahm.

 

Arthur trägt einen Ring mit der Bezeichnung F12. Er ist für eine Paarung noch zu jung mit seinen drei Jahren. Kontakt zu Weibchen hat er aber bereits aufgenommen. 
zvg/Wendy Strahm

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